Eine leichte Infektion mit Salmonellen in der Schwangerschaft ist in der Regel ungefährlich. Dennoch empfiehlt es sich, möglichst wenige Risiken einzugehen, denn eine schwere Salmonellose kann durchaus Folgen für das Baby haben.
Krankheiten während der Schwangerschaft •

Salmonellen und Schwangerschaft: Ist die Erkrankung gefährlich?

Eine leichte Infektion mit Salmonellen in der Schwangerschaft ist in der Regel ungefährlich. Dennoch empfiehlt es sich, möglichst wenige Risiken einzugehen, denn eine schwere Salmonellose kann durchaus Folgen für das Baby haben.

Salmonellen haben leichtes Spiel in der Schwangerschaft

Das Immunsystem ist in der Schwangerschaft schwächer als sonst, daher können sich Krankheitserreger leichter im Körper einnisten. Das gilt auch für Salmonellen, die vor allem durch infizierte Lebensmittel auf den Menschen übertragen werden. Möglich, aber selten, ist eine Ansteckung von Mensch zu Mensch. Flüssige, proteinreiche Lebensmittel bieten Salmonellen besonders günstige Lebensbedingungen, vor allem bei Temperaturen zwischen zehn und 40 Grad Celsius. Rohe Eier, nicht durchgegartes Geflügel oder Rohmilchkäse sind zum Beispiel typische Quellen einer Salmonelleninfektion.

Wann Salmonellen in der Schwangerschaft gefährlich sind

In den meisten Fällen verlaufen Salmonelleninfektionen nur leicht und lassen sich mit Ruhe, ausreichender Flüssigkeitsversorgung mit Wasser, Elektrolytlösungen aus der Apotheke und Kräutertee wieder auskurieren. Folgen fürs Baby müssen Schwangere dabei nicht befürchten. Dauern Durchfall, Erbrechen und Fieber jedoch länger als drei Tage an oder fallen besonders stark aus, kann es gefährlich werden.

Bekommt das Ungeborene durch die Salmonellen in der Schwangerschaft zu wenige Nährstoffe, kann es zu einer Frühgeburt oder gar Fehlgeburt kommen. Damit das nicht passiert, ist es ratsam, auf Nummer sicher zu gehen, und auch bei leichten Symptomen vorsichtshalber einen Arzt aufzusuchen.

So beugen Sie einer Infektion vor

Am sichersten ist es jedoch, sich während der Schwangerschaft gar nicht erst mit Salmonellen zu infizieren. Achten Sie bei der Zubereitung von Speisen auf gründliche Hygiene in der Küche und garen Sie Fleisch stets gut durch. Auf rohe Eier und Rohmilchprodukte verzichten Sie am besten ganz, das gilt auch für Soßen und Süßspeisen, die mit rohen Eiern zubereitet werden. Dazu gehören Mayonnaise, Tiramisu, Mousse au Chocolat und manche Salatdressings.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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