Für Frühgeburten gibt es zahlreiche Risikofaktoren.
Frühgeburt •

Frühgeburt: Symptome als Warnzeichen

Wenngleich heute zahlreiche Risikofaktoren für eine Frühgeburt bekannt sind, ist deren Berücksichtigung nicht immer ausreichend, um eine Frühgeburt zu vermeiden. In rund 40 Prozent der Fälle bleibt die konkrete Ursache unbekannt oder entsteht aufgrund mehrerer Faktoren, die einander ungünstig beeinflussen. Die regelmäßige Wahrnehmung der Vorsorgeuntersuchungen sollte entsprechend sorgfältig erfolgen und die Schwangere ihren Körper genau beobachten, um die Symptome einer Frühgeburt frühzeitig zu erkennen. Werden schon erste Symptome als Warnzeichen erkannt, kann häufig die Geburt herausgezögert werden. Jeder gewonnene Tag kann in der Schwangerschaft ein Gewinn sein, der das ungeborene Kind stärker und sicherer in die Welt bringt.

Anzeichen für eine Frühgeburt beachten

Vor der Frühgeburt gibt es häufig verschiedene Anzeichen, die auf das Eintreten der Problemsituation hinweisen können. Beobachten Sie als Schwangere Ihren Körper regelmäßig und aufmerksam, damit die oft nur geringen Anzeichen frühestmöglich bemerkt werden. Bei Unsicherheiten können Ihr behandelnder Gynäkologe und / oder eine Hebamme gute Ansprechpartner sein. Nehmen Sie alle Kontrolluntersuchungen in der Schwangerschaft sorgfältig wahr und achten Sie gut auf sich und eine gesunde Lebensweise sowie den Verzicht auf ungeeigneten Konsum (Zigaretten, Alkohol, Drogen etc.). 

Vorzeitige Wehen können auf Frühgeburt hindeuten 

An erster Stelle der Symptome einer Frühgeburt stehen die vorzeitigen Wehen. Geburtswehen zeigen sich minimal anders als die Dehnungsschmerzen, die im Verlauf der Schwangerschaft entstehen können. Aufmerksame Mütter beschreiben diese Kontraktionen als spürbar anders als zuvor. 

Leichte Kontraktionen können im Verlauf der späten Schwangerschaft zwar normal sein und als Zeichen für das Senken des Kindes oder die Verlagerung des Babys in die richtige Position sein, doch sollten die Kontraktionen schnell wieder abklingen. Häufig ist hierbei auch von Senkwehen die Rede. Achten Sie dabei darauf, ob diese Wehen von einem Ziehen im unteren Rückenbereich begleitet werden. Ist dies der Fall, sollte eine ärztliche Untersuchung ebenso angestrebt werden, wie wenn die Kontraktionen über einen längeren Zeitraum wiederholt auftreten (zum Beispiel drei Mal innerhalb einer Stunde). Somit können frühzeitige Geburtswehen schnellstmöglich erkannt und gegebenenfalls aufgehalten werden, bevor Sie aktiv auf den Muttermund einwirken.

Blutungen weisen auf Frühgeburt hin

Ebenfalls sollten Sie aufmerksam werden, wenn Blutungen auftreten. Selbst leichte Blutungen können ein Zeichen für den sich öffnenden Muttermund sein oder für ein frühzeitiges Ablösen der Plazenta. Nutzen Sie entsprechend helle Wäsche und / oder Einlagen, um normalen Ausfluss während der Schwangerschaft von blutigem Ausfluss zu unterscheiden.

Geplatze Fruchtblase

In extremen Fällen kann auch die Fruchtblase vorzeitig platzen, was Sie durch den Abgang von Fruchtwasser spüren. In diesem Fall sollte nicht nur das Gespräch mit dem Arzt für eine Untersuchung erfolgen, sondern der direkte Weg in die Klinik gesucht werden. Hier wird der Gesundheitszustand der Mutter und des Ungeborenen überwacht und es können bei Bedarf weitere Schritte eingeleitet werden, um die Frühgeburt aufzuhalten oder Mutter und Kind bestmöglich zu betreuen. 

Symptome der Frühgeburt erkannt: Ruhe bewahren und in ärztliche Behandlung begeben

Sind die Symptome einer Frühgeburt aufgetreten, ist es für Mutter und Kind wichtig, ruhig zu bleiben und die fachliche Begleitung durch Ärzte und Hebamme zu vertrauen. Stress, Hektik oder gar Panik können die Frühwehen verstärken und das Auftreten der Frühgeburt vorantreiben. Machen Sie sich stattdessen bewusst, dass die modernen Fortschritte in der Geburtsmedizin und der Neonatologie (Neugeborenen-Medizin) heute viele Gefahren von Frühgeborenen sowie der Mutter abwenden können. So können bei Frühgeburten durch eine Zervixinsuffizienz (Verkürzung des Gebärmutterhalses) mit einem Ring oder einem Kunststoffband und wehenhemmenden Mitteln gestoppt werden, um dem Kind weitere Tage in der Gebärmutter zur Reifung zu geben. Ist die Frühgeburt hingegen unumgänglich, machen Sie sich bewusst, dass heute ab der 28. Schwangerschaftswoche nahezu 100% der Frühgeburten überlegen und durch die Betreuung im Brutkasten (Inkubator) sorgfältig gepflegt werden können, bis sie ein gutes Gewicht und eine stabile Gesundheit erreicht haben.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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