Schädel-Hirn-Trauma: 4 Symptome der Kopfverletzung
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Schädel-Hirn-Trauma: 4 Symptome der Kopfverletzung

Nach einem Sturz auf den Kopf kommt es oft zu einem Schädel-Hirn-Trauma. Symptome hierfür können je nach Schweregrad von Kopfschmerzen über Übelkeit bis hin zu Bewusstlosigkeit und Gedächtnislücken reichen.

1. Bewusstlosigkeit und Gedächtnislücken nach Schädel-Hirn-Trauma

Bereits bei einer Gehirnerschütterung, einem leichten Schädel-Hirn-Trauma, kann es zu Bewusstlosigkeit kommen. Allerdings dauert diese keinesfalls länger als 15 Minuten. Ein mittelschweres Schädel-Hirn-Trauma – auch Gehirnprellung genannt – kann Betroffene bis zu einer Stunde in die Bewusstlosigkeit führen. Dauert diese noch länger, ist mit einem schweren Schädel-Hirn-Trauma, einer Gehirnquetschung, zu rechnen. Darüber hinaus sind Lücken im Gedächtnis möglich; der Patient weiß nicht mehr genau, wie der Unfall abgelaufen ist, hat vielleicht vergessen, was kurz davor oder danach passiert ist.

2. Schädel-Hirn-Trauma: Symptome vom Sprachzentrum

Ist das Gehirn verletzt, kann das Sprachzentrum beeinträchtigt sein. Symptome, die auf einen erhöhten Schweregrad hindeuten, sind beispielsweise unverständliche Sprache oder die Wahl unpassender, unzusammenhängender Worte. Ganz besonders alarmierend ist es, wenn Betroffene überhaupt nicht auf Ansprache reagieren und unfähig sind zu sprechen. Wirkt der Patient desorientiert, kann sich aber normal ausdrücken, handelt es sich wahrscheinlich um eine Gehirnerschütterung. Wirkt das Unfallopfer klar, ist es trotzdem ratsam, weiter zu beobachten. Die Symptome beim Schädel-Hirn-Trauma treten manchmal erst mit ein paar Stunden Verzögerung auf.

3. Nach Unfall: Wie sehr ist die Motorik eingeschränkt?

Der Arzt testet des Weiteren anhand der Motorik, wie hoch der Schweregrad einer Kopfverletzung ist. Er fordert den Betroffenen auf, sich zu bewegen und zum Beispiel den Arm zu heben. Gelingt das nicht, prüft er, ob die Person auf Schmerzreize reagiert oder nicht. Je weniger und ungezielter sie reagiert, desto schwerer sind die Auswirkungen des Unfalls.

4. Schädel-Hirn-Trauma: Symptome und Schweregrad bei Kindern

Babys und Kleinkinder sind besonders anfällig für ein Schädel-Hirn-Trauma, da sie bei ihren Erkundungstouren und Kletteraktionen häufiger stürzen und sich dabei den Kopf anschlagen können. Beobachten Sie Ihr Kind nach einem Unfall und gehen Sie beim leisesten Verdacht auf eine Verletzung zum Kinderarzt. Plappert oder schreit das Kind hinterher, handelt es sich vermutlich um ein leichtes Schädel-Hirn-Trauma. Lässt es sich nicht trösten, stöhnt oder zeigt keinerlei Reaktion, ist von einer schwereren Verletzung auszugehen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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