Unfall im Urlaub? Gut wenn die Auslandskrankenversicherung den Krankenrücktransport übernimmt.

Das ist wichtig bei der Auslandskrankenversicherung

In der Urlaubszeit will man sich entspannen und nur mit den schönen Dingen des Lebens beschäftigen. Unvorhergesehenes kann trotzdem passieren, sei es eine Erkrankung oder ein Unfall. Dann ist es wichtig, am Urlaubsort medizinisch gut versorgt zu sein. Dabei hilft die Auslandsreisekrankenversicherung.

Auslandskrankenversicherung: Das Kleingedruckte lesen

In dem umfassenden Angebot von Auslandsreisekrankenversicherungen lässt sich auch für wenig Geld eine Police finden, die auf Ihre individuelle Situation zugeschnitten ist. Tarife für Familien oder auch unverheiratete Paare mit Kindern stehen neben passenden Angeboten für Singles. Wie bei jedem Vertrag empfiehlt es sich, auch das Kleingedruckte etwa bezüglich möglicher Haftungsausschlüsse zu checken. Verträge mit Selbstbeteiligungskosten sind beispielsweise eher zweite Wahl.

Auslandsreisekrankenversicherung: Die Frage des Rücktransports

Die Versicherungen übernehmen meist medizinisch notwendige Heilbehandlungen bei ortsansässigen Ärzten, Kosten für Krankenhausaufenthalte, Such-, Rettungs- und Bergungskosten in festgelegter Höhe, die Betreuungskosten für minderjährige Kinder und so weiter. Ein wichtiger Punkt in den Leistungen ist die Regelung des Rücktransports. Am günstigsten liegt man hierbei, wenn jeder „medizinisch sinnvolle“ Rücktransport übernommen wird. Einige Anbieter springen erst dann ein, wenn der Transport als „medizinisch notwendig“ eingeschätzt wird. Nicht einlassen sollten Sie sich auf die Formulierung „medizinisch notwendig und ärztlich angeordnet“, weil diese Bedingungen kaum zu erfüllen sind.

In Bezug auf den eventuell nötigen Rücktransport wird eine Reisekrankenversicherung auch für privat Krankenversicherte interessant. Selbst wenn es diese Leistung in der privaten Police geben sollte, wird häufig eine erhebliche Selbstbeteiligung vorausgesetzt.

Private Versicherung plus Europäische Krankenversicherungskarte

Neben der privaten Krankenversicherung für den Urlaub im Ausland, können Sie sich über die gesetzliche Krankenkasse eine Versicherungskarte für die EU-Länder sowie Island, Norwegen, die Schweiz und Liechtenstein ausstellen lassen. Sie ist kostenlos und berechtigt zur Nutzung des öffentlichen Gesundheitswesens im jeweiligen Land. Beim Arztbesuch fallen mit dieser Karte nur die landesüblichen Zuzahlungen an.

Diese Karte ist aber keine Garantie für die unentgeltliche Behandlung und umfasst zudem keinen Rücktransport – insofern sollte sie nicht der einzige Versicherungsschutz sein.

Preiswerte Angebote für den Ernstfall

Eine Auslandsreisekrankenversicherung ist nicht teuer. Sie gilt meist für ein Jahr und verlängert sich dann automatisch, wenn Sie nicht gekündigt wird. Der Schutz besteht für Reisen von sechs bis acht Wochen und ist schon ab fünf Euro im Jahr zu bekommen.

Wer längere Zeit im Ausland bleiben will oder zum Beispiel nach dem Abitur ein Auslandssemester oder Work and travel für mehrere Monate plant, braucht dazu eine spezielle Krankenversicherungspolice, die mit höheren Kosten verbunden ist.

Familientarife berechnen sich häufig nach dem Alter der mitreisenden Kinder.

Den passenden Tarif für eine Auslandsreisekrankenversicherung finden

Die richtige Versicherung ist die, die zu den geplanten Aktivitäten in der Urlaubszeit passt. Für Sportler ist es beispielsweise wichtig, dass auch Unfälle bei Wettkämpfen oder beim Vereinssport vertraglich abgedeckt sind. Wer unter einer chronischen Erkrankung leidet, die behandlungsbedürftig ist, sollte die entsprechenden Festlegungen und Klauseln dazu überprüfen.

Vorleistungsklausel und Nachleistungsfrist

Ist die Entscheidung für einen Vertrag mit einer sogenannten Vorleistungsklausel gefallen, werden vom Versicherer nur die „Rest“-Kosten der ärztlichen Behandlung übernommen, die die gesetzliche Krankenkasse nicht abdeckt. Hierfür sind nach dem Urlaub eventuell aufwendige Abrechnungen notwendig.

Die sogenannte Nachleistungsfrist hingegen betrifft den Fall, dass ein Erkrankter länger am Urlaubsort bleiben muss als geplant. Viele Anbieter bezahlen die Rechnungen bis zur Transportfähigkeit. Es empfiehlt sich, die Dauer der nachträglichen Leistungen im Vertrag zu kontrollieren. Eine unbefristete Übernahme der Kosten ist natürlich am besten, aber auch eine längere Frist lohnt.

Wer am Urlaubsort eine besonders kostspielige Behandlung oder Untersuchung benötigt, sollte sich wenn möglich vorher von der Versicherungsgesellschaft die Kostenübernahme bestätigen lassen.

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