Nicht nur für Reisen in ferne Länder sollten Reisende sich zu Impfungen zum Schutz vor ernsten Infektionskrankheiten beraten lassen.
Reisekrankheiten vorbeugen

Impfempfehlungen: Wichtige Impfungen für beliebte Reiseziele

Nicht nur, wer in ferne Länder reisen möchte, sollte sich informieren, welche Impfungen empfohlen werden. Auch in Mitteleuropa können sich Reisende mit ernsten Infektionskrankheiten anstecken. Welche Impfungen für welche Länder sinnvoll sein können, erfahren Sie hier.

Welche Impfung für den Urlaub? Es kommt auf das Reiseziel an

Welche Impfungen sinnvoll sind, hängt unter anderem von der Art der Reise ab. Rucksack-Touristen, die viel mit der einheimischen Bevölkerung und möglicherweise auch mit Tieren (Tollwut) in Kontakt kommen, brauchen einen anderen Impfschutz als Reisende, die sich hauptsächlich in Großstädten oder in der Hotelanlage aufhalten. Da jede Impfung unerwünschte Nebenwirkungen haben kann, ist immer eine individuelle Risiko-Nutzen-Abwägung erforderlich. Berücksichtigt werden muss hierbei:

  • Reiseziel
  • Reiseroute
  • Reisedauer
  • Reisestil

Reiseimpfung: Rechtzeitig einen Beratungstermin vereinbaren

Vereinbaren Sie mindestens vier Wochen vor Reiseantritt einen Impf-Beratungstermin bei Ihrem Hausarzt oder einem Tropeninstitut und nehmen Sie Ihren Impfpass mit. So erfahren Sie, welche Impfungen für Sie sinnvoll sind und welcher Impfschutz bei Ihnen womöglich nicht mehr besteht. Dann haben Sie ausreichend Zeit, die hierzulande empfohlenen Grundimpfungen wie etwa Tetanus auffrischen zu lassen und Reise-Impfungen wahrzunehmen.

Bei Impfungen unterscheiden Mediziner folgende:

  • Impfungen, die vorgeschrieben sind
  • Impfungen, die generell empfohlen sind
  • Impfungen, die bei Risiko empfohlen sind

Welche Reise-Impfungen sind vorgeschrieben, welche empfohlen?

So ist laut den internationalen Gesundheitsbestimmungen (International Health Regulations) eine Impfvorschrift zur Einreise in beziehungsweise Ausreise aus bestimmten Ländern die Gelbfieber- und Poliomyelitis-Impfung vorgesehen. Zudem können einzelne Länder zusätzliche Impfvorschriften für die Ein- und Ausreise festlegen, beispielsweise Impfungen gegen Meningokokken-Krankheit, Poliomyelitis oder Cholera.

Zu den Impfungen, die generell empfohlen sind, gehören alle Standartimpfungen, die Reisende nach dem aktuellen Impfkalender der Ständigen Impfkommission (STIKO) des Robert Koch-Instituts (RKI) haben sollten. Dazu gehören unter anderem Impfungen gegen Tetanus, Diphtherie, Pertussis, Hepatitis B, Masern, Mumps und Röteln. Darüber hinaus habe der Immunschutz gegen Hepatitis A in der Reisemedizin eine große Bedeutung und solle bei Reisen in Länder mit niedrigerem Hygienestandard immer vorhanden sein, wie die Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) rät.

Zu den Impfungen, die bei Risiko empfohlen sind, gehören Impfungen, die ein gewisses Risiko am Reisezielort voraussetzen. Dazu gehören zum Beispiel Hepatitis A und B, Typhus, Tollwut, Meningokokken-Erkrankung, FSME, saisonale Influenza, Japanische Enzephalitis, Cholera und Gelbfieber - sofern die Impfung für die Einreise nicht ohnehin schon vorgeschrieben ist.

Die wichtigsten Infektionskrankheiten auf Reisen und Impfinformationen auf einen Blick

 

Häufige Infektionskrankheiten auf Reisen

 

     

 

Was Sie über die Krankheit wissen müssen

   

 

Alles Wichtige zur Impfung

   

 

Länder, in denen die Krankheit vermehrt auftritt

 

Cholera

     

 

Cholera ist eine durch verunreinigtes Wasser oder ebensolche Nahrung ausgelöste bakterielle Infektion des Darms. Das Bakterium Vibrio cholerae bildet ein Zellgift, das zu starken Durchfällen und Erbrechen führt. Ohne Behandlung kann es im schlimmsten Fall zum Tod durch Austrocknung kommen.

 

   

 

Erwachsene und Kinder ab 6 Jahre 2 Dosen oral.

Kinder von 2 bis 6 Jahren 3 Dosen oral im Abstand von mindestens 1, maximal 6 Woche(n).

1 Stunde vor und nach Einnahme nicht essen und trinken.

 

   

 

Brutstätte des Cholera-Bakteriums ist das indische Gangesdelta. In anderen asiatischen, vor allem aber in afrikanischen Ländern kommt Cholera ebenfalls häufig vor.

 

Diphtherie

     

 

Diphterie ist eine durch das Bakterium Corynebacterium diphtheriae ausgelöste Infektion der oberen Atemwege. Das Gift des Bakteriums führt zu weißlichen Belägen im Nasen-Rachen-Bereich sowie zu blutigem Ausfluss aus der Nase. Fieber, starke Halsschmerzen und Schluckbeschwerden, aber auch starker Husten und Heiserkeit gehören ebenfalls zu den Symptomen. Bei starken Schwellungen im Hals kann Luftnot auftreten.

 

   

 

2 mal 1 Dosis im Abstand von 4-8 Wochen.

1 mal 1 Dosis nach etwa 1 Jahr.

 

   

 

Alle Personen ab dem vollendeten 2. Lebensmonat (Standardimpfung nach STIKO).

 

 

FSME

     

 

Früh­som­mer-Me­nin­go­en­ze­pha­litis (FSME) wird durch das FSME-Virus ausgelöst und zeigt sich durch grippeähnliche Symptome wie Müdigkeit, Kopfschmerzen, Magen-Darm-Beschwerden, Fieber sowie Taubheitsgefühle sowie Gelenk- und Muskelschmerzen. Nur eine Impfung schützt vor den Viren. Eine ursächliche Behandlung der FSME gibt es nicht.

 

   

 

Grundimmunisierung besteht aus 3 Dosen:

1. Dosis am Tag 0.

2. Dosis 4 (2) Wochen bis 3 Monate nach der 1. Teilimpfung.

3. Dosis 5-12 (FSME-Immun®) bzw. 9-12 (Encepur®) Monate nach der 2. Teilimpfung.

 

   

 

Aufenthalte in Zeckengebieten, etwa in gemäßigten Zonen Europas und Asiens, von Ost-Frankreich bis Nord-Japan und von Nordrussland bis Albanien.

 

 

Gelbfieber

     

 

Gelbfieber ist eine durch Mücken in tropischen Regionen übertragene lebensbedrohliche Virusinfektion. Die Gelbfieber-Erkrankung zeigt sich drei bis sechs Tage nach der Infektion durch einen Fieberschub. Danach folgt eine scheinbar gesunde Phase, bevor der zweite Schub auftritt, der mit einer schweren Leberentzündung einhergeht, an der rund 20 Prozent der Patienten sterben. Eine ursächliche Behandlung von Gelbfieber gibt es nicht.

 

   

 

Einmalige Impfung

   

 

Reisen in Gelbfieber-Endemiegebiete wie tropisches Afrika und Südamerika.

Formale Indikation:

Vorschrift bei Einreise- oder Weiterreise, insbesondere aus Endemiegebieten.  Länderbestimmungen und aktuelle Reisehinweise beachten.

 

 

Hepatitis A

     

 

Hepatitis A ist eine akute und ansteckende Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-A-Virus ausgelöst wird. Ansteckungswege sind mit Fäkalien verunreinigte Lebensmittel, Trinkwasser und häufig Meeresfrüchte. Hepatitis A heilt von selbst – eine Behandlung gibt es nicht. Oft verläuft die Erkrankung unbemerkt. Zu den möglichen Symptomen gehören Fieber, Magen-Darm-Beschwerden, Erschöpfung und Schmerzen im rechten Oberbauch. Es kann zu Gelbsucht kommen, Haut und das Weiße im Auge färben sich dann gelb. Im schlimmsten Fall kommt es zu Leberversagen.

 

   

 

Grundimmunisierung:

1. Dosis am Tag 0.

2. Dosis nach 6-12 (18) Monaten (je nach Hersteller).

 

   

 

Reisen in Länder mit hoher Hepatitis A-Prävalenz (entspricht Reiseimpfung nach STIKO). Dazu gehören neben den meisten tropischen Gebieten der gesamte Mittelmeerraum und Osteuropa.

Im Inland STIKO-Indikationsimpfung:

Personen mit einem erhöhten persönlichen oder beruflichen Risiko (Gesundheitsdienst, Fürsorgeeinrichtungen Infektionsmedizin u.a.)

 

 

 

Hepatitis B

     

 

Hepatitis B ist eine Infektion der Leber, die durch das Hepatitis-B-Virus ausgelöst wird. Ein Drittel der Infizierten verspürt keine Beschwerden, ein weiteres Drittel unspezifische Symptome und ein Drittel entwickelt eine akute, entzündliche Lebererkrankung. Hepatitis B gehört zu den häufigsten Infektionen weltweit. In Deutschland wird Hepatitis B vorwiegend über sexuelle Kontakte übertragen. Eine Ansteckung ist aber auch über mit Blut verunreinigte Gegenstände möglich, darunter geteilte Spritzen,  nicht saubere Tätowiernadeln, gemeinsam benutzte Zahnbürsten oder Nagelscheren. Meist heilt die Infektion aus, wird in etwa fünf Prozent aber chronisch. 

 

   

 

Grundimmunisierung:

2 mal 1 Dosis im Abstand von 1 Monat.

1 mal 1 Dosis 6 Monate nach der ersten Dosis.

Schnellimmunisierung (Tage 0, 7, 21) möglich, hierbei ist eine vierte Dosis nach 12 Monaten erforderlich.

 

   

 

Reisen in Länder mit erhöhter Hepatitis B-Prävalenz und / oder bei zu erwartenden engen/ intimen Kontakten zur einheimischen Bevölkerung.

Inland:

Personen mit erhöhtem persönlichen oder beruflichen Risiko (Indikationsimpfung nach STIKO).

Säuglinge, Kinder und Jugendliche laut Impfkalender (Standard-impfung nach STIKO).

 

 

Influenza (Grippe)

     

 

Bei einer Grippe (Influenza) handelt es sich um eine hochansteckende Viruserkrankung, die durch die Influanza-A- und –B-Viren ausgelöst wird. Die Grippe zeigt sich durch Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Schnupfen, Husten, Kopfschmerzen, starke Müdigkeit. Entgegen einer Erkältung setzen die Krankheitssymptome rasch ein. Bei Menschen mit einem schwachen Immunsystem kann eine Influenza zu einer Lungenentzündung führen und lebensbedrohlich werden.

       

 

Influenza ist die häufigste impfpräventable Infektionskrankheit auf Fernreisen! Eine Impfung ist daher für alle Fernreisenden sinnvoll. Dies gilt insbesondere auf Kreuzfahrtschiffen, Bus-, Bahn- oder Flugreisen, in organisierten  Touristengruppen, auf Großveranstaltungen und für Haddsch-Pilger.

Inland:

Personen über 60 Jahre (Standardimpfung nach STIKO).

Kinder, Jugendliche, Schwangere ab dem 2. Trimenon.

Erwachsene und Schwangere ab dem 1. Trimenon mit erhöhter Gefährdung infolge eines Grundleidens.

bei beruflicher Exposition oder bei drohender Epidemie (Indikationsimpfung nach STIKO).

 

 

Japanische Enzephalitis

     

 

Japanische Enzephalitis ist eine durch Stechmücken übertragene Viruserkrankung. Bei etwa einer von 500 Infektionen kommt es zu schweren Hirnentzündungen mit bleibenden Schäden (Behinderung) oder tödlichem Verlauf. Eine spezielle Therapie gegen Japanische Enzephalitis gibt es nicht.

   

 

Grundimmunisierung: je 1 Dosis am Tag 0 und 28.

Schnellimpfschema für Erwachsene im Alter von 18 bis 65 Jahren: je 1 Dosis am Tag 0 und 7.

 

   

 

Längerfristiger Aufenthalt im Endemiegebiet (Süd-, Südost- und Ostasien) z.B. Langzeitausreisende, Familienbesuche, Langzeitreisende, auch kumulativ bei wiederholten Kurzzeitreisen.

 

Reisen mit erhöhter Exposition, z.B. Übernachtung in ländlichen Regionen der Endemiegebiete, speziell während der  Hauptübertragungszeit (Regenzeit und danach) – - unabhängig von der Gesamtreisedauer.

 

Wunsch des Reisenden nach umfassendem Schutz.

 

 

Malaria (Sumpffieber)

     

 

Malaria gehört zu den häufigsten Infektionskrankheiten der Welt und wird von Mücken übertragen, die parasitische Einzeller, sogenannte Plasmodien, an den Menschen weitergeben. Schätzungen zufolge erkranken jährlich bis zu 500 Millionen Menschen an einer Malaria, 90 Prozent davon in Afrika. Fast drei Millionen Erkrankte sterben. Die Parasiten vermehren sich zuerst in der Leber und breiten sich dann ins Blut aus. Dort greifen sie die roten Blutkörperchen (Erythrozyten) an. Zu den Symptomen gehören hohes Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, Erbrechen und in schlimmeren Fällen Bewusstseinsstörungen und Krampfanfälle. Auch Bauchschmerzen mit Übelkeit und Erbrechen können hinzukommen.

 

   

 

Bislang gibt es noch keine Impfung gegen Malaria. Für die Reise kann eine medikamentöse Vorbeugung in Erwägung gezogen werden. Die Behandlung sollte bis zu 14 Tage vor Reiseantritt erfolgen. Moskitoabweisende Mittel, Moskitonetze, Fliegengitter Klimaanlagen und lange Kleidung schützen vor Mückenstichen. 

   

 

Hauptverbreitungsgebiete sind Afrika, Asien und Südamerika.

 

Meningokokken-Erkrankungen

     

 

Meningokokken-Erkrankungen werden durch Meningokokken-Bakterien ausgelöst. Diese können lebensbedrohliche Erkrankungen wie eine Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung auslösen. Die Übertragung erfolgt durch Tröpfcheninfektion. Eine Behandlung ist mit Antibiotika möglich.

 

   

 

Erwachsene 2 x im Abstand ≥ 4 Wochen.

Kinder ab 6 Wochen Lebensalter bzw. 2. Lebensjahr  (herstellerabhängig).

 

 

   

 

Bei Reisen in den afrikanischen Meningitisgürtel.

Bei Reisen in Gebiete mit aktuellen epidemischen Ausbrüchen.

Bei Zugehörigkeit zu einer Risikogruppe mit erhöhter Übertragungsmöglichkeit (Katastrophenhelfer, Militär in Auslandseinsätzen, medizinisches Personal).

 

Poliomyelitis (Polio)

     

 

Polio, also Kinderlähmung, wird von Polio-Viren hervorgerufen. Das Virus greift die muskelsteuernden Zellen im Rückenmark an und kann zu bleibenden Lähmungen bis hin zum Tod führen. Übertragen werden die Viren über Tröpfcheninfektion. Über verunreinigte Gegenstände oder Speisen kann man den Erreger ebenfalls aufnehmen. Die Lähmungen können sowohl plötzlich als auch schleichend auftreten. Besonders oft versagt eines der Beine seine Funktion. Doch auch  Arme und Rumpf können betroffen sein, ebenso das Zwerchfell und die Schluckmuskulatur. Einen umfassenden Schutz kann bloß eine Impfung bieten.

 

 

 

   

 

Grundimmunisierung: 3 Dosen im Mindestabstand von jeweils einem Monat. Standard-Impfempfehlung der STIKO.

 

   

 

Reisen in Poliogebiete (tropisches Afrika und Südasien, Osteuropa).

Vorschrift im Internationalen Reiseverkehr (Länderbestimmungen beachten).

Die Ständige Impfkommission (STIKO) empfiehlt die Polio-Impfung auch hierzulande.

 

 

Tollwut

     

 

Tollwut wird durch Viren ausgelöst, die durch den Biss von Tieren (Hunde, Katze und Fledermäuse) oder den Kontakt von infiziertem Speichel mit offenen Wunden oder Schleimhäuten übertragen werden. Die Tollwuterkrankung verläuft fast immer tödlich. Die einzig wirksame Behandlung nach dem Biss eines mutmaßlich infizierten Tieres besteht darin, den Ausbruch der Erkrankung zu verhindern. Zu den Symptomen gehören: Wasser- und Luftangst, Hyperaktivität, Krämpfe, Lähmungen in Armen und Beinen, Lähmungen der Schließmuskeln im Magen-Darm-Trakt sowie der ableitenden Harnwege, Nervenschmerzen, Krampfanfälle und Zuckungen. Erfolgt keine rechtzeitige Behandlung über Impfung oder die Gabe von Antikörpern, verläuft die Erkrankung immer tödlich, sobald Symptome auftreten.

 

   

 

Grundimmunisierung: jeweils 1 Dosis an den Tagen 0 - 7 - 21 oder 0 - 7 - 28 eventuell eine weitere Dosis nach 1 Jahr.

 

   

 

Die Hauptendemiegebiete von Tollwut liegen in China, Indien, Südostasien und Afrika. Im europäischen Raum konnte die Tollwut durch gezielte Impfmaßnahmen weitgehend ausgerottet werden.

 

Typhus

     

 

Thyphus ist eine durch Salmonella typhi oder Salmonella paratyphi ausgelöste Bakterieninfektion, die durch kontaminierte Nahrungsmittel und Wasser übertragen wird. Die Krankheit verläuft in vier Stadien:

1. Kopf- und Gliederschmerzen, Fieber.

2. Fieber über 40 Grad Celsius, Kopf- und Gliederschmerzen, Bauchschmerzen, beginnende Bewusstseinsstörungen.

3. Hohes Fieber, schwerstes Krankheitsgefühl, Teilnahmenslosigkeit, Austrocknung.

4. Durchfälle, Schmerzen im Magen-Darm-Trakt, Darmblutungen, Darmdurchbruch, Blutgerinnsel, Knochenmarksentzündungen gehören zu den möglichen Komplikationen.

Behandelt wird mit Antibiotika.

 

   

Ein Mal ab dem vollendetem 2. Lebensjahr.

Oder

Je eine Kapsel oral an den Tagen 1, 3 und 5, jeweils nüchtern eine Stunde vor einer Mahlzeit (Schluckimpfstoff; ab vollendetem 5. Lebensjahr).

 

   

 

Vor allem in Asien, insbesondere in Südostasien, finden sich entsprechende Hochrisikogebiete. In Industrienationen tritt Typhus fast ausschließlich nach Fernreisen auf. Zur Impfung beraten lassen sollte man sich vor Reisen unter einfachen Reise-, Aufenthalts- beziehungsweise Arbeitsbedingungen -beispielsweise Trekking und Hilfseinsätze in endemischen Gebieten mit niedrigen Hygiene-Standards.

 

 

Zika Virus

     

 

ZIKA-Viren werden in den meisten Fällen durch Stiche von Mücken übertragen. Eine Infektion verläuft ohne oder mit abgeschwächten grippeähnlichen Symptomen wie Fieber, Kopf-, Gelenk- und Muskelschmerzen sowie Hautausschlägen und Bindehautentzündungen am Auge. Nach einer Woche klingen die Beschwerden meist ab. Für Schwangere ist eine Infektion gefährlich, da das Virus beim ungeborenen Kind zu Fehlbildungen des Gehirns führen kann.

 

   

 

Es gibt bislang weder eine zugelassene Impfung gegen eine Zika-Infektion noch Möglichkeiten einer  medikamentösen Vorbeugung. Insektenschutzmittel, Mückennetze und lange, helle Kleidung helfen, die Mücken fernzuhalten.

   

 

Zika-Infektionen kommen besonders in den Ländern Mittel- und Südamerikas sowie auf den Pazifischen Inseln vor, aber auch im asiatischen Raum und auf dem afrikanischen Kontinent. 

Diese Impf-Tabelle für Ihren ersten Impf-Überblick wurde unter anderem unter Berücksichtigung des Ratgebers „Hinweise und Empfehlungen zu Reiseimpfungen“ der Deutschen Gesellschaft für Tropenmedizin und Internationale Gesundheit (DTG) erstellt. Weitergehende Informationen erfragen Sie bitte bei Ihrem Hausarzt beziehungsweise Institut für Tropenmedizin.

Krankenkassen bezahlen nicht jede Impfung

Reiseimpfungen aufgrund nichtberuflicher Auslandsaufenthalte sind keine Standardimpfungen. Die Kosten werden laut Schutzimpfungsrichtlinie des Gemeinsamen Bundesausschusses in der Regel nicht von der gesetzlichen Krankenversicherung bezahlt. Allerdings haben die Krankenkassen die Möglichkeit, weitere Impfungen in ihren Leistungskatalog aufzunehmen. Vor einer Reiseimpfung sollte man sich bei seinem Versicherer informieren, welche Kosten übernommen werden und welche nicht.

 

Disclaimer: Dieser Artikel ersetzt nicht die medizinische Beratung durch den Hausarzt beziehungsweise einen Tropenmediziner. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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