Starke Sonnenstrahlung begünstigt einen Sonnenstich.
Die häufigsten Reisekrankheiten - und was hilft

Sonnenstich behandeln und vorbeugen: Das können Sie tun

Sonne tut dem Körper und der Seele gut, doch ein Zuviel der Strahlen kann zu einem Sonnenstich führen. Im schlimmsten Fall endet das Sonnenbad im Krankenhaus. Fünf Tipps für die Erste Hilfe bei Sonnenstich – und wie Sie sich vor zu viel Hitze schützen können.

Sonnenstich Symptome: So reagiert das Gehirn auf zu viel Sonne

Bei einem Sonnenstich leiden Gehirn und Hirnhaut unter der starken Sonneneinstrahlung. Aufgrund der Hitze kommt es zu einer Entzündung, die mit einer Hirnschwellung einhergeht. Zu den Symptomen eines Sonnenstichs gehören:

  • Kopfschmerzen
  • ein roter Kopf
  • Ohrgeräusche
  • Nackenschmerzen
  • Unruhe
  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Benommenheit

Was tun bei Sonnenstich? Raus aus der Sonne!

Die wichtigste Maßnahme bei einem Sonnenstich ist: Raus aus der Sonne. Bringen Sie den Betroffenen an einen schattigen, möglichst kühlen Ort, damit sich sein Körper nicht noch mehr aufheizt. Kühlen Sie den Kopf des Betroffenen mit feuchten Tüchern und sorgen Sie dafür, dass er etwas trinkt.

Bei Sonnenstich einen Arzt rufen

Sollte der Betroffene Bewusstseinstrübungen zeigen, verwirrt wirken oder sogar bewusstlos sein, rufen Sie sofort den Notarzt! Das gilt auch dann, wenn es zu Erbrechen kommt. Achtung: Die Sonnenstich-Symptome können auch verzögert auftreten, also erst mehrere Stunden nach der vermehrten Sonneneinstrahlung.

Ein schwerer Sonnenstich kann schlimme Folgen haben. Es kann zu einer Hirnschwellung bis hin zum Hirnödem mit bleibenden Schäden kommen. Das kommt zwar zum Glück nur selten vor, dennoch ist es im Zweifel besser, einen Arzt hinzuzuziehen. Er kann das Ausmaß des Sonnenstichs ermitteln und abschätzen, ob eine Behandlung notwendig ist.

Den Körper kühlen

Während Sie auf den Arzt warten, sollten Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen ergreifen. Diese sind auch dann sinnvoll, wenn der Sonnenstich nicht zu Bewusstseinstrübungen oder Erbrechen geführt hat. Dazu gehört insbesondere das Kühlen von Kopf und Nacken. Feuchte, kalte Tücher bieten sich dafür an. Aber Vorsicht: Ein zu großer Temperaturunterschied kann den Körper belasten. Und: Legen Sie auf keinen Fall Kühlakkus direkt auf die erhitzten Körperstellen, sondern umwickeln Sie diese immer gut mit einem Tuch, sonst kann es zu Erfrierungen kommen.

Darüber hinaus braucht der Betroffene Ruhe. Sofern er nicht bewusstlos ist, kann er sich mit erhöhtem Oberkörper auf ein Bett oder auf ein Sofa legen und die Symptome auskurieren. Manchmal sind die Beschwerden bereits am nächsten Tag überstanden. Andere Patienten brauchen dafür ein paar Tage. Sollte sich der Zustand verschlechtern oder nicht verbessern, ist ein erneuter Arztbesuch anzuraten.

Wasser trinken gegen den Sonnenstich

Was können Sie noch tun? Geben Sie dem Patienten etwas zu trinken, damit er seine Flüssigkeitsvorräte wieder auffüllen kann. Am besten eignet sich dafür Mineralwasser. Aber auch Fruchtschorlen sind eine gute Alternative – allerdings sollte der Wasseranteil überwiegen. Etwas trinken geht allerdings nur, wenn der Betroffene bei vollem Bewusstsein ist.

In schweren Fällen: Patienten stabilisieren

Hat der Betroffene das Bewusstsein verloren, rufen Sie schnellstmöglich einen Rettungswagen, wenden Sie Erste-Hilfe-Maßnahmen an und bringen Sie den Patienten in die stabile Seitenlage. Setzt die Atmung aus, müssen unverzüglich Wiederbelebungsmaßnahmen durchgeführt werden.

Sonnenstich vorbeugen – das können Sie tun

Besser als jede Erste Hilfe-Maßnahme ist, dem Sonnenstich vorzubeugen. Vermeiden Sie die Mittagshitze und halten Sie sich weitestgehend im Schatten auf. Tragen Sie luftige Kleidung sowie einen Hut, um Ihren Körper vor intensiver Sonneneinstrahlung zu schützen. Trinken Sie zudem ausreichend, damit der Körper sich durch Schwitzen kühlen und die Körpertemperatur regulieren kan. Auch der Kreislauf wird durch ausreichend Trinken unterstützt. Ist Ihr Urin hellgelb, wenn Sie auf Toilette gehen, ist das ein Zeichen, dass Ihre Wasserspeicher gut gefüllt sind. Was den Kreislauf hingegen überfordert sind eiskalte Duschen und ein Sprung ins kalte Badewasser. Auch eiskalte Getränke sind nicht empfehlenswert, da diese den Kreislauf belasten können.

 

Disclaimer: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Sascha Müller
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