Fahrten in Bus und Bahn lösen bei vielen Reisenden Reiseübelkeit aus.
Die häufigsten Reisekrankheiten - und was hilft

Reisekrankheit vorbeugen: 4 Tipps gegen Reiseübelkeit

Übelkeit und Schwindel im Zug, auf der Autobahn oder im Flugzeug? Lassen Sie sich den Urlaub nicht durch Reisekrankheit vermiesen! Wir verraten Ihnen vier Tipps, mit denen Sie Reiseübelkeit erfolgreich behandeln können.

Reisekrankheit: Symptome erschweren die Reise

Reiseübelkeit wird durch Bewegungsreize ausgelöst, die der Körper zwar spürt, nicht aber mit den Augen wahrnehmen kann. Das erklärt, warum es vielen, die von Reiseübelkeit geplagt sind, besser geht, wenn sie im Bus vorne sitzen und hinaus schauen können oder wenn sie bei einer Schiffsreise den Horizont sehen. Ist das nicht der Fall, versetzen die Bewegungsreize, wie sie im Auto, im Bus, im Zug, im Flugzeug oder auf dem Schiff auftreten, den Körper in Alarmbereitschaft.

Der Begriff Reisekrankheit (Kinetose) umfasst Symptome, die durch Störungen des Gleichgewichtssinns entstehen. Dazu zählen:

  • Übelkeit
  • Schwindel
  • Erbrechen
  • Kopfschmerzen
  • Benommenheit
  • Schweißausbrüche
  • Blässe
  • vermehrter Speichelfluss

Wenn Sie die folgenden Tipps beziehungsweise Mittel gegen Reiseübelkeit beherzigen, sollte es Ihnen auf Reisen besser gehen.

Wo sitzen? Tipps gegen Reiseübelkeit für die häufigsten Verkehrsmittel

  • Leiden Sie unter Reiseübelkeit im Flugzeug, buchen Sie im Flieger einen Platz über den Tragflächen. Am besten befindet sich der Sitz am Gang statt am Fenster.
  • Im Bus sitzen Sie am besten weit vorn und in Fahrtrichtung.
  • An Bord eines Schiffes befindet sich der beste Platz in der Mitte, weil die Schaukelbewegungen dort am geringsten sind.
  • Im Auto zu lesen oder Nachrichten auf dem Smartphone zu checken, kann die Reisekrankheit verstärken. Hilfreich ist dagegen, das Steuer zu übernehmen, besonders auf einer kurvenreichen Strecke. Vielen Beifahrern geht es zudem besser, wenn sie mit den Augen aktiv die Straße mit verfolgen - so als würden sie selbst fahren.
  • Da die Reisekrankheit durch Schaukelbewegungen ausgelöst wird, hilft es zudem, unterwegs mit den Augen einen festen Punkt oder den Horizont zu fixieren.

Aus der Apotheke: Diese Mittel helfen gegen Reisekrankheit

In der Apotheke können Sie rezeptfreie Medikamente gegen Reiseübelkeit bekommen, doch auch Ihr Arzt kann Ihnen Mittel gegen die Reisekrankheit verschreiben. Die Präparate, die in Form von Tabletten, Tropfen, Kaugummis oder Pflastern erhältlich sind, enthalten unter anderem die Wirkstoffe Diphenhydramin und Dimenhydrinat. Sie mildern die Stress- und Abwehrreaktion des Gehirns auf die Schaukelbewegungen ab und hemmen die schwindelerregende Wirkung des Botenstoffs Histamins, das der Körper ausschüttet.

Vorsicht: Mittel gegen Reisekrankheit machen häufig müde und setzen die Reaktionsfähigkeit herab. Deshalb sollten Sie nach der Einnahme nicht mehr selbst Auto fahren oder ein Boot steuern. Lassen Sie sich von Ihrem Arzt oder Apotheker gut über das entsprechende Präparat informieren. Die meisten Mittel gegen Reiseübelkeit müssen rechtzeitig 30 bis 60 Minuten vor Abfahrt eingenommen werden. Und: Nicht alle Medikamente vertragen sich mit Medikamenten gegen Reiseübelkeit, darunter Medikamente gegen Herzrhythmusstörungen oder Malaria. Fragen Sie bei Ihrem Arzt nach. Kaugummis gegen Reiseübelkeit helfen besonders in leichteren Fällen – und machen nicht so müde.

Wie Ingwer gegen Reiseübelkeit hilft

Auch Ingwer – in Form von Tabletten, Kaugummis, Bonbons, als Tee, kandiert oder als kleines Stück gekaut – kann helfen, die Symptome der Reiseübelkeit zu lindern. Zwar gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die das belegen, doch viele Reisende haben mit Ingwer gute Erfahrungen gemacht. Ein Versuch ist es wert – vor allem für Reisende, die mit leichter Reiseübelkeit zu kämpfen haben.

Bei Reiseübelkeit vor der Reise nur leichte Kost essen

Wenn Ihnen in Bus, Bahn, Auto, im Flugzeug oder auf dem Schiff übel wird, sollten Sie vor der Reise nur leichte Kost wie Reisgerichte oder Gemüse zu sich nehmen und bereits einen Tag vor der Abreise auf Alkohol verzichten. Auch der Kaffeekonsum sollte auf ein Minimum gedrosselt werden, da die enthaltene Säure den Magen reizen kann. Je weniger Ihr Magen-Darm-Trakt gefordert ist, desto besser kommt er mit der Reise klar.

Disclaimer: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Christopher Kiel
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