Viele Frauen fühlen sich während ihrer Periode gehemmt und eingeschränkt, während andere sie lediglich als lästig empfinden. Stehen besondere Ereignisse an wie ein großes Fest, ein lang geplanter Urlaub oder vergleichbare Erlebnisse, möchte daher manche Frau die Periode gerne verschieben. Dabei geht es oft nicht so sehr um die Menstruation selbst und den regelmäßigen Austausch von Tampon und Binde, sondern viel öfter um Begleiterscheinungen wie prämensturelle Beschwerden (PMS), Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen. Das Verschieben ist auf verschiedenen Wegen möglich. Wir erläutern Ihnen gute Methoden, mit denen Sie Ihre besonderen Erlebnisse ohne die Menstruation genießen können.
Ratgeber: Periode

Periode verschieben - So geht's

Viele Frauen fühlen sich während ihrer Periode gehemmt und eingeschränkt, während andere sie lediglich als lästig empfinden. Stehen besondere Ereignisse an wie ein großes Fest, ein lang geplanter Urlaub oder vergleichbare Erlebnisse, möchte daher manche Frau die Periode gerne verschieben. Dabei geht es oft nicht so sehr um die Menstruation selbst und den regelmäßigen Austausch von Tampon und Binde, sondern viel öfter um Begleiterscheinungen wie prämensturelle Beschwerden (PMS), Stimmungsschwankungen und Kopfschmerzen. Das Verschieben ist auf verschiedenen Wegen möglich. Wir erläutern Ihnen gute Methoden, mit denen Sie Ihre besonderen Erlebnisse ohne die Menstruation genießen können.

Periode verschieben mit Antibabypille

Für Frauen, die sich auf die Verhütung mit der Pille verlassen, ist das Verschieben der Periode äußerst einfach. Dabei kann die Menstruation nicht nur zeitlich nach hinten geschoben werden, sondern sogar vollständig ausgesetzt werden. Die normale Einnahme der Pille erfolgt über 21 Einnahmetage mit einer 7-tägigen Pause. Für das Verschieben wird statt einer Pause direkt der nächste Blisterpackung genutzt. Möchten Sie hingegen die Periode um einzelne Tage vorziehen, setzen Sie die Pille die gewünschte Tageszahl früher ab. Beim Vorziehen sollte der verringerte Schwangerschaftsschutz berücksichtigt werden und gegebenenfalls ein Kondom oder ein vergleichbares Verhütungsmittel zusätzlich zum Einsatz kommen.

Periode mit Antibabypille bis zu 6 Monate verschieben 

Das Vorziehen kann um bis zu drei Tage erfolgen, das Verschieben nach hinten bzw. das Auslassen der Periode als Langzeitzyklus um bis zu sechs Monate. Möchten Sie den Langzeitzyklus nutzen, sollten Sie jedoch in jedem Fall mit Ihrem Arzt sprechen, da diese Vorgehensweise nicht mit jedem Präparat gut umsetzbar ist. Geeignet sind hierfür vornehmlich sogenannte Einphasen-Präparate. Ihr Frauenarzt wird Ihnen hierfür sicherlich gute Informationen bieten können. Der Schutz gegen eine Schwangerschaft ist beim Langzeitzyklus nicht gefährdet, sondern gilt sogar als besonders hoch. Dennoch kann eine weiterführende Verhütungsmethode wie das Kondom zusätzlich Sinn machen, beispielsweise zum Schutz vor Geschlechtskrankheiten.

Periode verschieben mit Medikamenten 

Nehmen Sie die Pille nicht, funktioniert die hormonelle Beeinflussung für den Zyklus auch auf anderen Wegen. Der Nuva-Ring wirkt als Verhütungsring ebenfalls über Hormone. Diesen können Sie vergleichbar mit der Übergehung der Pillenpause direkt austauschen, statt eine Periodenpause einzulegen. Wer ohne hormonelle Verhütungsmittel die Periode verschieben möchte, kann sich vom Frauenarzt ein entsprechendes Medikament mit Norethisteron verschreiben lassen. Bei diesem wird dem Körper wie bei der Pille das Gelbkörperhormon zugeführt. Hierdurch wird ein Absinken des Hormonspiegels verhindert. Das Absinken würde die Periode auslösen, was durch die Zufuhr des Gelbkörperhormons unterbunden wird. 

Periode um höchstens 2 Wochen verschieben 

Präparate mit Norethisteron sind für eine Verschiebung der Periode von höchstens zwei Wochen geeignet. Das Gespräch mit dem Arzt zu dieser Methode ist sinnvoll und umfasst auch potenzielle Nebenwirkungen. Hierzu zählen beispielsweise Blähungsgefühle, verringerte Libido oder Magen- und Brustbeschwerden. Auch Übelkeit und Zwischenblutungen können auftreten. Eine Verhütung erfolgt durch Präparate mit Norethisteron jedoch nicht.

Natürliche Wege, die Periode zu verschieben

Neben den hormonellen Präparaten gibt es auch einige natürliche Mittel, mit denen Sie die Periode verschieben können. Unter den Heilkräutern finden sich beispielsweise Mönchspfeffer und Schafgarbe als Einflussnehmer auf die Menstruation. Hochdosierter Mönchspfeffer kann helfen, den weiblichen Zyklus zu regulieren, und ist somit hilfreich, wenn die Periode lediglich einige Tage verschoben werden soll. Die Einnahme sollte jedoch bereits zum Beginn des vorangehenden Zyklus gestartet werden. Schafgarbe besitzt ähnliche Wirkungsweisen und wird als Tee aus Blüten und Stängeln mit mehreren Tassen täglich getrunken. Zudem wirkt die Schafgarbe krampflindernd. Beide Kräuter gibt es auch als Fertigarzneimittel in Tablettenform in der Apotheke. Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker nach der optimalen Einnahme, um entsprechend Ihrem Wunsch die Periode zu verschieben.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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