Die Menstruationstasse ist ein vergleichsweise neues Prinzip für die moderne Monatshygiene. Als Alternative zu Binden und Tampons wird die kleine Silikontasse auch aufgrund des Umweltaspektes der Müllvermeidung geschätzt. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Trend, sondern um ein effizientes Medizinprodukt. Wir stellen Ihnen die Menstruationstasse mit Vorteilen und Nachteilen vor und erläutern, für wen die auch als Ladycup, Menstruationsbecher oder Menstruationsglocke bekannte Variante geeignet ist.
Die Menstruationstasse

Das sind die Vor- und Nachteile der Menstruationstasse

Die Menstruationstasse ist ein vergleichsweise neues Prinzip für die moderne Monatshygiene. Als Alternative zu Binden und Tampons wird die kleine Silikontasse auch aufgrund des Umweltaspektes der Müllvermeidung geschätzt. Dabei handelt es sich nicht nur um einen Trend, sondern um ein effizientes Medizinprodukt. Wir stellen Ihnen die Menstruationstasse mit Vorteilen und Nachteilen vor und erläutern, für wen die auch als Ladycup, Menstruationsbecher oder Menstruationsglocke bekannte Variante geeignet ist.

Wie funktioniert eine Menstruationstasse überhaupt?

Die Menstruationstasse ist ein kleiner Silikonbecher, der weich und anschmiegsam ist. Er wird gefaltet in die Vagina eingeführt, wo er sich entfaltet und den Muttermund verschließt. Hierdurch läuft das Periodenblut nicht über die Scheide aus, sondern wird direkt im Becher aufgefangen. Je nach Stärke der Regelblutung wird die Menstruationstasse spätestens nach einigen Stunden herausgenommen, das Blut aus dem Becher entfernt und der Silikonbecher mit klarem Wasser gereinigt. Anschließend kann er direkt wieder verwendet werden. Wenngleich diese Anwendungsweise von vielen Frauen zunächst als hygienisch kritisch empfunden wird, gibt es aus medizinischer Sicht keine Bedenken. Die Fertigung der Menstruationstassen aus medizinischen Silikon sorgt dafür, dass sich Bakterien auf dem glatten Material kaum ansiedeln können. Eine gute Handhygiene sollte jedoch selbstverständlich sein und das Händewaschen vor und nach dem Einsetzen zum Standard gehören. Alternativ gibt es spezialisierte Reinigungslösungen im Handel, die jedoch durch ein Auskochen der Menstruationstasse nach der letzten Blutung unnötig wird. 

Die Menstruationstasse und ihre Vorteile

Klar auf der Hand liegt der Vorteil der Menstruationstasse im ökologischen Gesichtspunkt. Anders als bei Tampons und Binden entsteht während der Monatshygiene kein Müll. Zudem ist die Menstruationstasse lange wiederverwendbar und bleibt auch bei enger Kleidung und in Badewäsche unsichtbar. Selbst beim Sport, in der Sauna und beim Schwimmen lässt sich die Menstruationstasse verwenden.Die hygienische Handhabung ist unter Berücksichtigung natürlicher Maßnahmen einfach und unkompliziert. EIn weiterer Vorteil der Menstruationstasse ist, dass diese anders als Tampons die Scheide auch bei geringer Blutung nicht austrocknet. Ebenfalls ist eine Vorteil, dass die Menstruationstasse nicht so leicht verrutschen kann, wie beispielsweise eine Binde. 

Menstruationstasse bleibt fest an ihrem Platz

Ein wichtiger Vorteil ist somit, dass der Cup bei richtiger Einführung in die Scheide fest an seinem Platz bleibt. Die Tasse ist direkt mit dem Muttermund verbunden, weshalb die Verwenderin nach persönlichem Empfinden die Entfernung vornehmen kann. Die Menstruationsflüssigkeit kommt zudem nicht mit der Luft und dem äußeren Körper (z.B. den Schamhaaren) in Berührung, wodurch die Entstehung von Gerüchen maßgeblich unterbunden wird. 

Welche Nachteile hat die Menstruationstasse?

Die Nachteile der Menstruationstasse liegen vorrangig in dem Umstand, dass sie sich nicht für jede Frau eignen. Ein gutes Körpergefühl und ein wenig Erfahrung im Umgang mit Tampons kann von Vorteil sein. Auch bedarf das Einsetzen der Cups etwas Übung, um sie richtig und bequem zu platzieren. 

Für junge Mädchen eher weniger geeignet

Für junge Mädchen ist die Menstruationstasse daher eher ungeeignet. Ein Nachteil ist ihre Hanhabung. Denn  das Leeren der Silikontasse in öffentlichen Toiletten ohne Waschbecken in der Kabine kann sehr unangenehm sein. Auch das persönliche Empfinden gegenüber dem Sehen und Entsorgen des Menstruationsblutes spielt eine wichtige Rolle, ob sich die Frau mit der Menstruationstassen-Nutzung wohlfühlt.

Höherer Hygieneaufwand 

Der Hygieneaufwand ist entsprechend der Nutzung gegenüber Tampons und Binden aufwendiger und sollte sorgfältig umgesetzt werden. Frauen, die zu Pilzen oder Vaginalentzündungen neigen, sollten daher ebenfalls auf die Menstruationstasse verzichten und auf luftdurchlässige Binden zurückgreifen. Auch das Toxische-Schock-Syndrom (TSS) kann ebenso wie beim Tampongebrauch durch minimale Verletzungen in der Vagina entstehen. Tatsächlich ist jedoch bisher nur ein dokumentierter Fall in Verbindung mit der Menstruationstasse bekannt.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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