Hautausschlag und starker Juckreiz: Die typischen Symptome der Krätze ähneln einer allergischen Reaktion. Die Verursacher sind kleine Milben, die sich unter die Haut graben. Hier erfahren Sie die wichtigsten Infos zu Anzeichen und Übertragung der Hautkrankheit.
Krätze: Fälle treten wieder häufiger auf •

Krätze: Symptome und Übertragung der Hautkrankheit

Hautausschlag und starker Juckreiz: Die typischen Symptome der Krätze ähneln einer allergischen Reaktion. Die Verursacher sind kleine Milben, die sich unter die Haut graben. Hier erfahren Sie die wichtigsten Infos zu Anzeichen und Übertragung der Hautkrankheit.

Was ist Krätze?

Die Krätze (medizinischer Fachbegriff: Scabies) trägt ihr Hauptsymptom bereits im Namen: Betroffene erleben einen so starken Juckreiz, dass sie sich ständig kratzen müssen. Die Ursache sind bestimmte Milben, also Kleinstlebewesen, die sich in die obere Hautschicht eines Menschen graben und sich von seinen Hautzellen ernähren. Dieser Vorgang und die Abfallprodukte der Parasiten lösen eine Abwehrreaktion des Körpers aus, deren Symptome denen einer Allergie ähneln.

Krätze: Symptome nach der Infektion

Die Krätze-Milben graben in die obere Hautschicht winzige Tunnel, die bis zu drei Zentimeter lang werden können und unregelmäßig gewunden sind – sogenannte Milbengänge. Diese lassen sich auf heller Haut oft mit bloßem Auge an ihrer rötlich-bräunlichen Farbe erkennen. Werden die Gänge von anderen Hauterscheinungen überdeckt oder ist die Haut dunkler pigmentiert, sind die Milbengänge jedoch nicht zu sehen.

Krätze-Symptome auf einen Blick:

  • starker bis sehr starker Juckreiz
  • Hautausschlag
  • Milbengänge
  • Pusteln und eitrige Bläschen: Diese platzen meist nach einer Weile auf oder werden aufgekratzt.

Die Krätze-Symptome treten insbesondere an den Handgelenken, zwischen Zehen und Fingern, im Genitalbereich, an Brust und Achseln sowie in der Region um den Bauchnabel herum auf.

 Ein typisches Krätze-Symptom ist starker Juckreiz an den Armen.

Ein typisches Krätze-Symptom ist starker Juckreiz an den Armen.

Verschiedene Ausprägungen der Hautkrankheit

Es gibt unterschiedliche Formen der Krätze:

• Gepflegte Krätze: Die Auswirkungen der Infektion zeigen sich nur schwach.

• Granulomatöse Krätze: Zusätzlich zu den typischen Symptomen bilden sich entzündliche Knötchen von der Größe einer Erbse – vor allem im Genitalbereich.

• Scabies norvegica oder Borkenkrätze: Diese besonders schwerwiegende Form der Krätze kennzeichnet eine extreme Krustenbildung, üblicherweise an Händen, Füßen, Knien und Ellenbogen. Besonders Menschen mit einer Immunschwäche sind betroffen.

Symptome der Krätze bei Babys

Bei Säuglingen und Kleinkindern zeigt sich die Krätze zum Teil an anderen Stellen als bei Jugendlichen und Erwachsenen. So können bei Babys auch Pusteln und Bläschen im Gesicht, auf der Kopfhaut sowie an Hand- und Fußsohlen auftreten.

Krätze ist ansteckend

Bei Krätze erfolgt eine Übertragung in der Regel direkt von Mensch zu Mensch. Normalerweise ist für die Ansteckung ein längerer Körperkontakt von fünf bis zehn Minuten erforderlich.

Borkenkrätze, bei der sehr viele Milben aktiv sind, ist indes auch durch kurzen Körperkontakt oder infizierte Gegenstände übertragbar. Außerhalb der Haut überleben die Milben in unseren Breiten allerdings maximal 48 Stunden.

Befinden sich viele Menschen auf kleinem Raum, ist das Risiko einer Ansteckung besonders hoch. Krätze ist indes keine direkte Folge mangelnder Hygiene – obwohl diese eine Übertragung begünstigen und den Verlauf der Krankheit erschweren kann.

Inkubationszeit von Krätze: zwei bis fünf Wochen

Die Inkubationszeit beträgt zwei bis fünf Wochen, sofern es sich um eine Erstinfektion handelt. Danach lässt sich die Hautkrankheit für gewöhnlich gut behandeln. Betroffene bleiben aber sensibilisiert. Das heißt, kommt es zu einer erneuten Infektion, treten die Symptome schon nach einem bis vier Tagen auf.

Sollten Sie Krätze-Symptome bei sich bemerken, gehen Sie schnell zum Hautarzt. Dieser kann die richtige Diagnose stellen und Ihnen entsprechende Medikamente verschreiben.    

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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