Vor allem für Haustierbesitzer ist es wichtig, Flohbisse erkennen zu können – denn die Parasiten springen auch auf den Menschen über. Mit im Gepäck: Krankheiten und Juckreiz. Hier erfahren Sie, wie und wo Sie sich Flöhe einfangen können und wie die Stiche aussehen.
Flöhe bei Menschen •

Flohbisse beim Menschen erkennen: Das sind die Symptome

Vor allem für Haustierbesitzer ist es wichtig, Flohbisse erkennen zu können – denn die Parasiten springen auch auf den Menschen über. Mit im Gepäck: Krankheiten und Juckreiz. Hier erfahren Sie, wie und wo Sie sich Flöhe einfangen können und wie die Stiche aussehen.

Übertragungswege: Hier lauern Flöhe

Der Menschenfloh ist hierzulande fast ausgestorben. Das gilt allerdings nicht für Hunde- und Katzenflöhe. Die springen häufiger von Haustieren auf die Besitzer über – sei es beim Kuscheln oder weil der Hund mit ins Bett darf und dort dann auch seine Flöhe zurücklässt.

Aber auch Menschen ohne Vierbeiner können plötzlich Flöhe im Haus haben. Die haben sie dann zum Beispiel bei einem Waldspaziergang unbemerkt eingesammelt. Im Teppich oder auf Polstermöbeln können Flöhe bis zu einem Jahr ohne Nahrung überleben.

Flohbisse erkennen: Juckreiz als wichtiges Indiz für Flohbisse

Meistens sind es gar nicht zuerst die Flohbisse, an denen man den Parasitenbefall erkennt – es ist das heftige Jucken. Seien Sie also aufmerksam, wenn sich Ihre Kinder oder Ihre Haustiere ständig kratzen oder bei Ihnen ein bestimmter Hautbereich, die sogenannte Flohstrasse, stark juckt.

Der Biss selbst tut übrigens gar nicht weh, da sich im Flohspeichel betäubende Substanzen befinden. Erst lange nachdem der Übeltäter satt ist, merkt der Wirt, dass er gebissen wurde.

Flohbisse am Muster erkennen

Flohbisse sind eine Aneinanderreihung kleiner roter Spuren. Aufgrund seiner Form nennt man das Muster auch Flohleiter oder Flohstraße. Weil sie so verteilt sind, werden Flohbisse leicht für Hautausschlag gehalten. Auch einem Mückenstich ähneln die Flohbisse. Oftmals schwillt die Haut um den Flohbiss an.

Auch andere beißende und stechende Parasiten beim Menschen hinterlassen juckende Bisse – zum Beispiel Bettwanzen. Selbst wenn Sie keine Flohleiter erkennen können, kann es also trotzdem sein, dass Sie Schädlinge in der Wohnung haben.

Im folgenden Video können Sie den Unterschied zwischen Bettwanzenbissen (bed bug bites) und Flohbissen (flea bites) erkennen:

 

Verdacht auf Flöhe: Suchen Sie nach Flohkot

Bei dichtem Haar oder Fell lassen sich die Flohbisse schlechter erkennen. Wenn Sie aber den Verdacht haben, dass sich ungebetene Gäste bei Ihrem Vierbeiner eingenistet und möglicherweise auch Sie befallen haben, können Ihnen die folgenden Maßnahmen helfen, den Floh zu erkennen:

  • Suchen Sie die juckenden Hautstellen mit einer Lupe ab: Der Floh ist ein kleines, braun-rötliches Insekt mit einer seitlich abgeplatteten Körperform. Sie sind etwa 2,5 Millimeter groß und mit bloßem Auge oder mit der Lupe gut sichtbar.
  • Bürsten Sie das Haar mit einem Flohkamm und schauen Sie, ob Flöhe oder Flohkot zwischen den Zinken hängen bleiben.
  • Gehen Sie mit hellen Socken über den Teppich. Bleiben schwarze Punkte an den Sohlen kleben, handelt es sich eventuell um Flohkot.

Flohkot sieht aus wie gemahlener schwarzer Pfeffer. Mit einem einfachen Test können Sie unterscheiden, ob es sich um normalen Schmutz oder Floh-Ausscheidungen handelt. Zerreiben Sie den vermeintlichen Flohkot zwischen zwei Blättern weißem Papier: Verfärbt er sich rot-braun, handelt es sich tatsächlich um Exkremente der Parasiten.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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