Knochenschwund ist eine kaum vermeidbare Alterserscheinung. Wie weit er sich zu einer manifesten Osteoporose entwickelt, lässt sich mit einigen Verhaltensregeln beeinflussen. Vor allem Bewegung und gesunde Lebensweise helfen vorzubeugen.
Osteoporose: Wie gefährlich ist der Knochenschwund? •

Osteoporose vorbeugen

Knochenschwund ist eine kaum vermeidbare Alterserscheinung. Wie weit er sich zu einer manifesten Osteoporose entwickelt, lässt sich mit einigen Verhaltensregeln beeinflussen. Vor allem Bewegung und gesunde Lebensweise helfen vorzubeugen.

Osteoporose vorbeugen: Das A und O: ist Bewegung 

Knochen sind nicht so statisch, wie man gemeinhin denkt. Das Skelett eines älteren Menschen hat streng genommen mit dem aus jungen Jahren nichts mehr zu schaffen, denn kontinuierliche Aufbau- und Abbauprozesse basteln fleißig an der Knochensubstanz. Das dient dazu, die Knochen veränderten Belastungen ständig optimal anzupassen.

Im fortgeschrittenen Alter ändert sich daran nichts. Der natürliche Verlust von Knochendichte hat unter anderem damit zu schaffen, dass Senioren nicht mehr so viel Bewegung haben wie in Kindheit und Jugend. So lange es möglich ist, sollte man spazieren gehen und wandern oder Sport treiben. Das hält nicht nur die Knochen stabil und beugt Osteoporose vor, sondern hilft weiteren Alterserscheinungen und Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorzubeugen.

Gegen Knochenschwund hilft das lange vor dem Lebensabend. Denn wie schnell sich Osteoporose klinisch auswirkt, hängt maßgeblich von der vorhandenen Knochenmasse ab. Daher leiden Männer und Sportler mit ihrem stärkeren Skelett seltener als Frauen und Couch potatoes an instabilen Knochen im Alter.
 

Gesunde Lebensweise hilft Osteoporose vorzubeugen

Abwechslungsreiche und gesunde Kost hält den Körper in Schwung - inklusive der Knochen. Vor allem ein Mangel an Eiweiß und Vitaminen gefährdet das Skelett.

Eiweißmangel ist vor allem im Alter ein Thema. Oft ist man alleinstehend und hat nicht mehr die rechte Lust, für sich selbst großartig zu kochen. Oder man ist pflegebedürftig und auf Rollenden Mittagstisch oder Essen des Altenheims angewiesen. Eiweißmangel ist eine der Hauptursachen für die zunehmende Gebrechlichkeit im Alter, denn er führt zu einer Abnahme der Muskelmasse. Der Körper holt sich die Eiweißbausteine, die er benötigt und mit der Nahrung nicht bekommt, aus den vorhandenen Beständen.

Dadurch und durch Bewegungsmangel nimmt die Muskulatur ab. Beides führt zu weniger Belastung der Knochen und trägt damit zur Osteoporose bei. Eine weitere Folge der schwindenden Muskeln: Man kommt öfter ins Stolpern und fällt hin. Sturzereignisse und Knochenschwund sind eine fatale Kombination - daher die zahlreichen Fälle von Oberschenkelhalsbruch im Alter. Oft endet das mit dem Einsetzen einer Teilendoprothese und Rollator oder Rollstuhl - und noch weniger Bewegung und noch mehr Osteoporose.

Apropos gesunde Lebensweise: Mit Alkohol und Nikotin erweist man dem Körper keinen Gefallen - das gilt auch für seine Knochen!

Osteoporose vorbeugen: Vitamine sind wichtig!

Das Gesagte gilt nicht nur für proteinreiches Essen, sondern ebenso für die Vitaminversorgung. Vor allem Vitamin D ist entscheidend für gesunde Knochen, denn das Sonnenvitamin ist streng genommen ein Hormon, das zentraler Regulator für die Einlagerung von Calciumionen in die Knochensubstanz ist. 

Vitamin D bildet der Körper in der Haut nur unter der Einwirkung von UV-Strahlung. Fehlt Sonnenlicht, ist der Mensch auf die Zufuhr mit der Nahrung angewiesen. Leider funktioniert das mit der Vitaminsynthese nur im Freien. Je älter und gebrechlicher man wird, desto seltener hält man sich draußen auf. Das gilt insbesondere für die Wintermonate, wo die Sonne ohnehin tief steht und wenig UV liefert. 

Bettlägerige Patienten kommen meistens überhaupt nicht mehr an die frische Luft, was sich zusammen mit Bewegungsmangel fatal auf die Osteoporose auswirkt. Sie sind daher auf eine ausreichende Zufuhr von Vitamin D mit der Nahrung oder durch Nahrungsergänzungsmittel angewiesen.

Ähnlich sieht es mit anderen Vitaminen aus, die für den Erhalt der Knochendichte wichtig sind. Vitamin C ist essenziell für die Synthese von Kollagen, das wesentlicher Bestandteil der Knochensubstanz ist. Folsäure, Vitamin B6 und Vitamin B12 beeinflussen nach den Ergebnissen der Rotterdam-Studie die Knochendichte ebenfalls erheblich.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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