Frauen leiden in häufiger an Knochenschwund.
Osteoporose: Wie gefährlich ist der Knochenschwund? •

Das sind die Risikofaktoren von Osteoporose

Die gängigsten Risikofaktoren für Osteoporose sind Alter und Geschlecht. Frauen leiden nach den hormonellen Umstellungen in den Wechseljahren häufig an Knochenschwund. Weitere Umstände begünstigen das Auftreten der Erkrankung zusätzlich. In der Mehrzahl der Fälle ergänzen sich mehrere Einflüsse und führen zu abnehmender Knochendichte.

Risikofaktor Frau im fortgeschrittenen Alter

Generell tritt Osteoporose bevorzugt im höheren Lebensalter auf. Das liegt daran, dass im Alter die Knochenresorption zunimmt und sich das Gleichgewicht aus Aufbau und Abbau zu Gunsten abnehmender Knochendichte verschiebt.

Im Alter ist Knochenschwund Folge schwindender Geschlechtshormone. Das betrifft vor allem Frauen mit sinkendem Östrogenspiegel nach der Menopause. Bei Männern sinkt der Testosteronspiegel ebenfalls, wobei die Auswirkungen hier weniger gravierend sind.

Osteoporose hängt von der Knochenmasse ab

Je weniger da ist, desto schneller wird es abgebaut: Der Beginn einer manifesten Osteoporose hängt maßgeblich von der vorliegenden Knochenmasse ab. Erwachsene erreichen deren Maximum im vierten Lebensjahrzehnt. Schwächliche Konstitution, Untergewicht oder Entwicklungsstörungen führen zu schnellerem Knochenschwund.

Bewegungsmangel: Ein Risikofaktor für Osteoporose

Im Hinblick auf maximale Knochenmasse und gesundes Skelett hat Bewegung in Form von körperlicher Betätigung und leichtem Sport einen positiven Effekt. Beanspruchte Knochen sind kräftig und lassen der Osteoporose kaum eine Chance. Das gilt bis ins hohe Alter - je weniger Bewegung man hat, desto brüchiger wird das Skelett. Zudem ist sie gesund für Herz und Kreislauf.

Grunderkrankungen fördern Osteoporose

Eine Reihe von Grunderkrankungen fördert die Osteoporose. So beeinträchtigen Diabetes sowie Überfunktionen von Schilddrüse oder Nebenschilddrüsen den Hormonhaushalt. Andere Krankheiten vermindern die Calciumaufnahme über den Darm. Dazu gehören Glutenunverträglichkeit (Zöliakie), Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Risikofaktor Calcium- und Vitamin D-Mangel

Bei einer ausgewogenen Ernährung ist Calciummangel relativ unwahrscheinlich. Wichtiger ist eine ausreichende Versorgung mit Vitamin D, das die Osteoblasten für das Einlagern des Calciums in den Knochen benötigen. Das Sonnenvitamin bildet die Haut nur unter UV-Bestrahlung. Das hat zur Folge, dass die Reserven im Winter und bei älteren und gebrechlichen Menschen, die wenig an die frische Luft kommen, schnell erschöpfen.

Osteoporose-Risiko: Rauchen hemmt den Knochenaufbau

Rauchen hemmt den Knochenaufbau. Man nimmt an, dass das maßgeblich auf die durch Nikotin verursachte Arterienverkalkung (Arteriosklerose) zurückzuführen ist. Sie beeinträchtigt die feinen Blutgefäße, die den Knochen versorgen. Fehlt es an Sauerstoff, Nährstoffen und Calcium, verschiebt sich das Gleichgewicht von Abbau und Aufbau zugunsten des Abbaus.

Alkohol ist Risiko für Osteoblasten

Alkohol wirkt wie Nikotin hemmend auf die neue Knochensubstanz bildenden Osteoblasten. Zudem führt er zu einer vermehrten Urinausscheidung, mit dem Calcium ausgeschwemmt wird und verlorengeht. Ähnlich wie beim Rauchen erweist man mit einem Übermaß an Alkohol seinem Körper keinen Gefallen.

Osteoporose häufig Nebenwirkung von Cortisonpräparaten

Osteoporose ist eine häufige Nebenwirkung von Cortisonpräparaten. Längere Behandlungen und hohe Dosierungen führen zu dramatisch schwindender Knochensubstanz. Daher muss im Verlaufe einer Cortisontherapie die Knochendichte regelmäßig kontrolliert werden. Ähnlich wirkt sich krankhaft erhöhter Cortisolspiegel im Blut aus, wie er beim Hypercortisolismus auftritt. Besser bekannt ist diese Erkrankung als Cushing-Syndrom.

Osteoporose kann Nebenwirkung von Medikamenten sein

Weitere Arzneimittel verursachen Knochenschwund als mögliche Nebenwirkung. Dazu gehören Protonenpumpenhemmer gegen Sodbrennen und Magengeschwüre oder blutgerinnungshemmendes Heparin, das viele als "Bauchspritze" aus dem Krankenhaus kennen. Epilepsiemedikamente wie Phenobarbital oder das immunsupprimierende Ciclosporin tragen ebenfalls zu Osteoporose bei.

Risikofaktor Krebstherapie

Zytostatika und Strahlenbehandlungen schädigen schnell wachsende Zellen. Dazu gehören nicht nur Tumorzellen, sondern die Osteoblasten, die den Knochenaufbau aufbauen. Vergleichbar sind die Auswirkungen einer Hormontherapie mit Tamoxifen und ähnlichen Präparaten bei Brustkrebs oder Prostatakrebs.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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