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Kind offene Wunde am Knie
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Offene Wunde versorgen: die besten Tipps

Ein Schnitt mit dem Messer, eine Schürfwunde nach einem Sturz oder eine Brandblase: Verletzungen der Haut brauchen eine gute und hygienische Pflege, damit sie ohne Entzündung und unschöne Narben heilen können. Wundsalben, Pflaster und kaltes Wasser: Wie Sie offene Wunden versorgen, damit sie rasch heilen.

Offene Wunde versorgen: Was hilft am besten gegen offene Wunden?

Trocken oder feucht heilen lassen? Bei kleineren offenen Wunden, etwa Schnitten oder Schürfwunden, stellt sich oft die Frage nach der richtigen Methode der Wundversorgung. Hautärzte raten, kleinere Wunden möglichst trocken zu versorgen. Die Wundkruste bietet nicht nur einen Schutz gegen Stöße und erneute Verletzungen. Sie ist zudem ein Schutzschirm gegen Bakterien. Das senkt das Risiko für eine Entzündung.

Wie heilt die Schürfwunde am Knie?

Zwei Ausnahmen gibt es allerdings bei der trockenen Wundheilung: das Knie und die Ellenbogen. An diesen Körperstellen muss die Haut elastisch sein. Heilt die Schürfwunde am Knie trocken, kann es passieren, dass die Kruste immer wieder einreißt und das darunterliegende, heilende Gewebe immer wieder erneut Schaden nimmt. Am Knie sowie am Ellenbogen kann die Verwendung einer Wund- und Heilsalbe den Heilungsverlauf positiv beeinflussen. Diese halten die Wunde feucht und elastisch.

Wundsalbe bei offenen Wunden: Weniger ist mehr

Wundsalben mit heilenden Wirkstoffen wie Panthenol sind beliebt. Sie unterstützen die Wundheilung, halten die verletzte Haut elastisch und helfen, unschönen Narben vorzubeugen. Wer eine Wundsalbe zur Wundbehandlung anwenden möchte, sollte sie möglichst dünn und immer nur auf die zuvor desinfizierte Wunde auftragen. Zu viel Wundsalbe schließt die offene Wunde luftdicht ab – was das Bakterienwachstum begünstigt.

Nutzen Sie bei der Wundbehandlung ein atmungsaktives Pflaster. So ist die Luftzirkulation gewährleistet und die Wunde geschützt. Wichtig ist bei Schürfwunden zudem, diese vorsichtig zu reinigen – am besten unter fließendem, kaltem Wasser. Häufig gelangen durch den Sturz Sand und anderer Schmutz in die Wunde. Eine Alternative zu heilungsfördernden Wundsalben sind antiseptische Wundsalben, beispielsweise mit Jod, wenn Sie die Wundbehandlung durchführen.

Was bedeutet es, wenn die Wunde juckt?

Juckt die Wunde, ist das ein gutes Zeichen: Eine juckende Wunde deutet auf eine heilende Wunde hin. Histamin wird ausgeschüttet. Pocht die Wunde hingegen, deutet das auf eine Entzündung im Gewebe hin.

Wie heilt eine Schnittwunde am besten?

Wer sich geschnitten hat, sollte bei der Versorgung auf eine gründliche Reinigung und Desinfektion der offenen Wunde achten. Aus der blutenden Wunde werden Keime recht gut rausgespült. Dennoch sollte zusätzlich kaltes, fließendes Wasser zur Wundreinigung verwendet werden. Das spült Schmutz und Keime aus der Wunde und durch die Kälte ziehen sich die Blutgefäße zusammen. Die Blutung lässt nach. Außerdem wirkt Kälte schmerzstillend.

Wie lange dauert es, bis ein Schnitt verheilt ist?

Desinfizieren sollten Sie den Schnitt entweder mit Jod oder einem anderen für die Haut geeigneten Mittel. Bringen Sie die Schnittkanten möglichst gut zusammen und fixieren Sie diese. Ein etwas engeres Pflaster oder ein Tapeverband leisten gute Dienste. So kann der Schnitt zusammenwachsen. Kleine Schnitte sind so nach etwa zwei Tagen verheilt. Länger dauert es bei größeren Schnitten. Lassen Sie größere Schnitte immer ärztlich versorgen.

Pflaster richtig aufkleben

Achten Sie darauf, dass das Pflaster den Finger nicht abschnürt. Fängt der Finger an zu kribbeln, wird er rötlich-bläulich oder fühlt er sich gar taub an, sollten Sie das Pflaster oder den Tapeverband rasch lösen und lockerer anbringen.

Was tun bei Verbrennungen?

Bei Verbrennungen muss die Wundbehandlung schnell gehen: Lassen Sie kaltes Wasser über die Verbrennung laufen. Das verhindert, dass die Verletzung noch tiefer in das Gewebe vordringt und größeren Schaden anrichtet. Das gilt bei kleinen wie bei größeren Verletzungen. Bei größeren Verbrennungen sollten Sie immer ein Arzt aufsuchen und die offene Wunde behandeln lassen. Kleine Brandblasen heilen in der Regel unkompliziert von selbst aus. Spezielle Salben helfen auch hier. Lassen Sie sich von Ihrem Hautarzt oder in Ihrer Apotheke bei der Wundversorgung beraten.

Wie Brandwunden versorgen? Finger weg von Kühlpads

Achtung: Kühlpads sind für die Versorgung von Verbrennungen ungeeignet. Über die Kompresse können nicht nur Keime in die offene Wunde gelangen. Es kann zu Erfrierungen des Gewebes kommen. Eingewickelt in ein Tuch ist das Kühlpad zwar nicht so kalt, doch Sie laufen Gefahr, dass Fussel bei der Versorgung der offenen Wunde ins Gewebe gelangen. Das Infektionsrisiko bei der Verwendung von Kühlkompressen steigt entsprechnd. Besser ist es, die Brandwunde mit fließendem Wasser zu kühlen und die anschließende Versorgung von einem Dermatologen vornehmen zu lassen. Bei großflächigen Verbrennungen immer den Notarzt unter 112 rufen.

Wann mit einer Wunde zum Arzt?

Gehen Sie mit einer Wunde immer zum Arzt, wenn sie Ihnen komisch vorkommt. Schmerzt sie stark? Ist sie sehr tief? Blutet sie stark oder kommt Eiter aus ihr heraus? Dann sollte immer ein Arzt draufschauen. Auch wenn die Wunde stark pocht und gerötet ist, ist das ein Zeichen für eine Infektion der Wunde. Lassen Sie diese von einem Arzt behandeln. Und: Haben Sie sich verletzt, schauen Sie nach, ob Ihre Tetanusimpfung noch Schutz bietet.

Quellen:

https://www.drk.de/hilfe-in-deutschland/erste-hilfe/wundbehandlung/wundversorgung-und-verbaende/

https://www.gesundheitsinformation.de/wie-werden-chronische-wunden-behandelt.2706.de.html?part=behandlung-ko

https://www.kinderaerzte-im-netz.de/erste-hilfe/sofortmassnahmen/schnitt-schuerfwunden/

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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