Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen bei einer Detox-Kur
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Nebenwirkungen und Begleiterscheinungen bei einer Detox-Kur

Wenn Sie sich zu einer Detox-Kur entschieden haben, bedeutet das einen erheblichen Eingriff in Ihren Stoffwechsel. Das steckt bereits in dem Word Detox . "De" ist die lateinische Vorsilbe für "weg" und "tox" die Kurzform von "toxicum", was soviel wie Gift bedeutet. Sie führen also Gifte aller Art ab. Jedoch ist eine Detox-Kur ebenfalls öfter eine große Umstellung ihres Alltages und birgt ebenso Nebenwirkungen. Doch mit welchen Detox Nebenwirkungen müssen Sie rechnen?

Nebenwirkungen sind Teil des Reinigungsprozesses von Detox

Ihr Körper hat über die Jahre hinweg Gifte und Schwermetalle im Gewebe eingelagert. Unter einer Detox-Kur werden diese schädigenden Substanzen nach und nach gelöst und schließlich ausgeschieden. Demnach wie viel und wie lange Sie diese Toxine eingelagert haben, können sich bei Ihnen von dieser Entgiftung Nebenwirkungen einstellen. Abhängig von Ihrem Allgemeinzustand zu Beginn der Kur fallen die Begleiterscheinungen mehr oder weniger heftig aus. Verständlich, dass Sie das irritiert, denn vermutlich haben Ihnen eine Menge Leute erzählt, Sie würden sich beim Entgiften so frei und schwerelos wie nie zuvor fühlen. Aber so unangenehm die Begleiterscheinungen auch sein mögen - Sie sind das Zeichen eines Reinigungs- und Heilungsprozesses. Sie sind zudem kein Einzelfall. Nebenwirkungen einer Detox-Kur treten verhältnismäßig häufig auf.

Die Schadstoffe verlassen Ihren Körper Schritt für Schritt

Schwermetalle und andere Umweltgifte lagern sich in Ihrem Fettgewebe an. Erst, wenn dort gar nichts mehr geht, reichern sich die Toxine auch in anderen Bereichen des Körpers an. Während die ersten Tage bei einer Detox Kur für die einen eine starke Umstellung sind, die anderen sich jedoch geradezu beschwingt fühlen, kommt es um den dritten, vierten Tag herum bei vielen zu Nebenwirkungen der Kur. Denn ab diesem Zeitpunkt muss der Organismus seine Fettreserven anzapfen, um genug Energie zu erhalten. Die Giftstoffe werden so in Bewegung gesetzt und gelangen zuerst in den Blutkreislauf. Hier kann es bereits zu ersten Entgiftungssymptomen wie Kopfschmerzen kommen. Im nächsten Schritt arbeiten Leber und Gallenblase auf Hochtouren, um die Toxine endgültig zu entsorgen. Via Gallenblase landen die Schadstoffe im Dünndarm. Hier wird ein Teil direkt an den Dickdarm zur Ausscheidung geschickt. Was nicht mitgeht, wird über die Leber erneut resorbiert. Der Kreislauf beginnt von vorne. Die gelösten Toxine zirkulieren so lange im Körper, bis sie endgültig ausgeschieden werden. Diese umherwandernden Gifte sind schuld an den Beschwerden, die während einer Detox-Kur auftreten können. Manche spüren davon nur wenig, andere reagieren sehr empfindlich.

Diese Detox Nebenwirkungen können auftreten

Aus der Homöopathie ist die sogenannte Erstverschlimmerung bekannt. Das bedeutet, wenn Sie mit etwas beginnen, das Ihren Körper heilen soll, kann es vorkommen, dass bestehende Symptome sich verstärken. Bei einer Detox-Kur ist das ähnlich. Bereits existierende Beschwerden können sich kurz nach dem Start verstärken. Daneben arbeitet der Körper auf Hochtouren, um alle Giftstoffe loszuwerden. Auch Ihre Leber hat nur begrenzte Kapazitäten zum Abbau zur Verfügung. Während einer Detox Kur wird sie förmlich mit Toxinen geflutet und braucht Ihre Zeit, um wieder Herr der Lage zu werden. Sie dürfen auch nicht vergessen, dass Ihr Körper diesen Zustand der Vergiftung jahrelang als normal empfunden hat. Somit fällt es ihm schwer, plötzlich davon abzulassen. Die gute Nachricht ist, dass diese Heilreaktionen nur wenige Stunden bis Tage anhalten. Die typischen Nebenwirkungen der Detox-Kur sind:

  • Kopfschmerzen
  • allgemeines Schwächegefühl
  • Konzentraitonsprobleme
  • Schwindel 
  • Kältegefühl
  • trockene oder unreine Haut
  • Haarausfall oder stumpfes, glanzloses Haar 
  • Verdauungsprobleme wie Blähungen und Durhcfall
  • Magenprobeleme
  • schlechter Körpergeruch

Da viele der Giftstoffe auch über die Haut ausgeschieden werden, müssen Sie sich über einen eventuellen schlechteren oder intensiveren Körpergeruch keine Gedanken machen, dieser ist völlig normal. Selbst der Urin riecht beim Detoxen anders. Denn nach ein paar Tagen wird Aceton, ein Endprodukt der Verbrennung von Ketonen, ausgeschieden. Das sorgt für einen etwas strengen Geruch und eine Verfärbung des Urins. Es ist möglich, dass bei Ihnen mehrere oder nur eines dieser Symtome auftreten.

So kommen Sie durch die Entgiftungskrise

Es gibt während jeder Detox-Kur diesen Moment, indem die freigesetzten Toxine am höchsten konzentriert sind. Dementsprechend stark können dann auch die Detox Nebenwirkungen ausfallen. Bleiben Sie ruhig, entspannt und akzeptieren dieses Unwohlsein als Heilreaktion auf dem Weg zur Besserung. Gönnen Sie sich noch mehr Erholung und unterstützen Sie Ihren Stoffwechsel mit Ballaststoffen. Leinsamen oder Flohsamenschalen regen die Darmtätigkeit an und helfen mit, die Toxine auszuscheiden. Auch Heilerde kann hilfreich sein, denn sie bindet Schadstoffe. Erhöhen Sie gegebenenfalls Ihre Trinkmenge. Autogenes Training und geführte Meditationen helfen Ihnen ebenfalls, mit dieser Entgiftungskrise leichter umzugehen. Sollten Sie jedoch merken, dass die Beschwerden übermäßig stark werden oder länger anhalten, sollten Sie unbedingt den Rat Ihres Hausarztes suchen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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