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Was tun gegen Mitesser auf der Nase? 5 Tipps

Mitesser auf der Nase sind einer gesteigerten Talgproduktion im Gesicht geschuldet. Um die unschönen schwarzen Punkte zu entfernen, braucht es keine teuren Produkte. Schon mit einfach Hausmitteln und einer guten Gesichtspflege, lassen sich Mitesser auf der Nase wirksam bekämpfen.

Was genau sind eigentlich Mitesser?

Mitesser, auch Komedonen genannt, sind die kleinen schwarzen Punkte in den Poren. Mitesser auf der Nase entstehen aufgrund einer gesteigerten Talgproduktion im Gesicht. In den meisten Fällen sind Hormonumstellungen der Auslöser von unreiner Haut. Daher treten Mitesser vor allem in der Jugend, in den Tagen vor der Menstruation, in der Schwangerschaft sowie in den Wechseljahren auf.

Wie bilden sich Mitesser auf der Nase?

Zu der verstärkten Talgproduktion kommt meist eine Verhornungsstörung der Pore. Es bildet sich zu viel Haut auf der Pore und das Hautfett kann nicht abfließen. Es staut sich in der Pore und ein Mitesser entsteht. Dieser zeigt sich durch einen schwarzen Punkt in der Pore.

Jeder Pickel ist zuerst ein Mitesser

Aus einem Mitesser wird ein Pickel, wenn sich Bakterien in der Talgdrüse vermehren und eine Entzündung verursachen. Die Haut schwillt an, ist gerötet und manchmal bildet sich Eiter in der Pore, da der Schutzmechanismus der Haut versucht, die Bakterien loszuwerden. Der Pickel ist da.

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Heilerde kann bei Mitessern auf der Nase wahre Wunder bewirken.

Was tun gegen Mitesser auf der Nase? Fünf Tipps

  1. Peelen: Nehmen Sie etwas Natron aus der Backabteilung und tragen Sie etwas davon auf das angefeuchtete Gesicht auf. Jetzt sanft verteilen. Der Peelingeffekt löst Verhornungen von der Nase und unterstützt den Talgabfluss. Da Natron zudem basisch ist, bekämpft es zugleich Bakterien.
  2. Heilerdemaske: Tragen Sie eine Heilerdemaske auf die Nase auf und lassen Sie diese trocknen. Die Heilerde zieht den Talg aus den Poren und wirkt beim Abwaschen ebenfalls als sanftes Peeling.
  3. Gesichtsreinigung: Verzichten Sie auf fettende Lotionen und Cremes. Reinigen Sie Ihr Gesicht mit einem milden Waschsyndet oder einem seifenfreien Waschschaum und versorgen Sie Ihre Haut anschließend mit einer Feuchtigkeitspflege.
  4. Nasenpflaster: In Drogerien und Apotheken gibt es sogenannte Nasenpflaster (Nosestrips). Diese werden auf die angefeuchtete Nase geklebt und nach dem Trocknen abgezogen. So können eine Menge Mitesser auf der Nase aus den Poren gezogen werden.
  5. Auf die Ernährung achten: Viele Mitessergeplagte berichten, dass bei ihnen die Mitesser auf der Nase durch den Verzehr bestimmter Lebensmittel zunehmen. Das können Milchprodukte sein, Kaffee, Alkohol, süße und fettige Speisen. Eine gesunde Ernährung kann das Hautbild positiv beeinflussen. Achten Sie darauf, ob bestimmte Lebensmittel Ihr Hautbild verschlechtern.

Wann mit Mitessern auf der Nase zum Arzt?

Zum Hautarzt (Dermatologen) sollten Sie mit Mitessern auf der Nase dann gehen, wenn sich das Hautbild zunehmend verschlechtert und sich aus den kleinen Mitessern entzündete Pickel entwickeln, die kaum abheilen und sich immer großflächiger ausbreiten. Auch bei größeren Entzündungen unter der Haut, schmerzhaften Pickeln und starker Eiterbildung ist es ratsam, einen Hautarzt aufzusuchen und mit einer gezielten Akne-Therapie die Poren zu öffnen, den Talgabfluss zu unterstützen und Bakterien gezielt zu bekämpfen.

Mitesser-Tipp: Haben Sie schon sehr viel ausprobiert und bekommen die unreine, pickelige Haut nicht in den Griff? Sprechen Sie Ihren Hautarzt auf den Hautpilz Malassezia an. Dieser kann pickelähnliche Symptome verursachen. Ist der Hefepilz die Ursache, helfen antibakterielle Präparate nicht. Dann muss mit pilztötenden Mitteln behandelt werden. Unreine Haut, die durch den Hefepilz Malassezia verursacht wird, nennen Mediziner Malassezia Folliculitis oder Pityrosporum Folliculitis. 

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter. https://www.ann-kathrinlandzettel.de
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