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Nasenkrebs: Ursachen und Behandlung von Nasentumoren

Nasenkrebs gehört zu den sehr seltenen bösartigen Tumoren. Nasentumoren machen etwa ein Prozent aller Krebserkrankungen aus. Meist tritt Nasenkrebs ab dem 50. Lebensjahr auf – häufiger bei Männern als bei Frauen. Nasenkrebs: Ursachen, Symptome und Behandlung von Nasentumoren.

Was ist Nasenkrebs?

Der Begriff Nasenkrebs bezeichnet die Bildung bösartiger Tumoren in der Nase. In den meisten Fällen handelt es sich bei Nasenkrebs um sogenannte Plattenepithelkarzinome. Sie entwickeln sich an der Schleimhaut, welche die Nase und die Nasennebenhöhlen im Inneren auskleidet.

Bei Nasenkrebs mutieren, genau wie bei anderen Krebsarten, gutartige Zellen in bösartige Zellen. Diese teilen sich ohne Unterlass und sterben nicht ab, da bei ihnen das Signal zum natürlichen Zelltod gestört ist. In Folge verdrängt und zerstören die Krebszellen gesundes Gewebe. In manchen Fällen muss bei Nasenkrebs die Nase amputiert werden, um eine weitere Ausbreitung der Zellen zu stoppen.

Risikofaktoren für Nasenkrebs: Warum Krebs in der Nase entsteht

Ein bedeutender Risikofaktor für die Entstehung von Nasenkrebs ist das Rauchen. Die im Tabakrauch enthaltenen krebserregenden Stoffe kommen beim Rauchen immer wieder mit den Schleimhäuten in der Nase in Kontakt und das Risiko für eine bösartige Entartung der Zellen steigt. Das gilt auch für das Passivrauchen. Forscher gehen zudem davon aus, dass lokale Entzündungsprozesse, wie sie zum Beispiel zusammen mit allergischen Reaktionen auftreten, das Risiko für Nasentumoren erhöhen.

Weitere mögliche Auslöser sind schädliche chemische Dämpfe aus verschiedenen Industriezweigen, etwa in der Nickel- und Chromverarbeitung. Auch bei Schreinern ist das Nasenkrebs-Risiko aufgrund der eingeatmeten Holzstäube erhöht. In diesem Bereichen gehört Nasenkrebs zu den anerkannten Berufskrankheiten. 

Nasenkrebs-Symptome: Wie Krebs in der Nase erkennen?

Es gibt verschiedene Symptome, die auf eine bösartige Veränderung der Nasenschleimhäute hindeuten und die von einem Hals-Nasen-Ohrenarzt abgeklärt werden sollten. Je früher Nasentumoren erkannt werden, desto besser sind die Heilungschancen. Werden Sie bei folgenden Nasenkrebs-Symptomen aufmerksam:

  • krustige Stellen auf oder in der Nase, die nicht heilen
  • Wunden auf oder in der Nase haben, die nicht heilen
  • häufiges Nasenbluten 
  • Behinderungen der Nasenatmung 
  • andauernde Symptome einer Nasennebenhöhlenentzündung ohne vorliegende Erkältung
  • Schwellungen in der Nase
  • Geruchsstörungen
  • wiederkehrender Juckreiz an oder in der Nase
  • Fremdkörpergefühl in der Nase

Wichtig: Alle diese genannten Symptome können auch bei harmlosen Nasenerkrankungen auftreten und bedeuten nicht automatisch, dass Sie Nasenkrebs haben. Lassen Sie die Symptome ärztlich abklären.

Nasenkrebs behandeln: Säulen der Nasenkrebs-Therapie

Die wichtigste Maßnahme bei der Behandlung von Nasenkrebs ist die Operation. Sie hat das Ziel, den Tumor vollständig zu entfernen. Bei ausgedehnteren Nasentumoren wird die Behandlung nach der Operation mit einer Strahlentherapie fortgesetzt, um möglicherweise verbliebene Tumorzellen abzutöten. Möglich ist auch, dass die Strahlentherapie mit einer Chemotherapie kombiniert wird.

Bei der Chemotherapie erhält der betroffene Patient krebshemmende Medikamente, sogenannte Zytostatika. Diese wirken systemisch, also im gesamten Körper. Die Strahlentherapie wirkt lokal am Ort der Krebsentstehung. Welche Therapiemaßnahmen ergriffen werden, ist abhängig davon, wie weit der Nasenkrebs bereits fortgeschritten ist, wo genau er sich gebildet hat und ob er möglicherweise bereits in Lymphknoten oder den Körper gestreut und Metastasen (Tochtergeschwulste) gebildet hat.

Nasenkrebs: Muss die Nase amputiert werden?

Ist der Krebs bereits weiter fortgeschritten, kann es notwendig sein, größere Teile der Nase zu entfernen, um den Nasenkrebs behandeln zu können. Die Ärzte werden dann versuchen, die Nase plastisch-chirurgisch wiederherzustellen. Manchmal gelingt dies nicht. Dann wird eine künstliche Nase aus Kunststoff (Prothese) angefertigt. Diese wird Epithese genannt. Wie umfangreich die Operation bei Nasenkrebs ist, wird der behandelnde Arzt (Onkologe) im Vorfeld mit dem Betroffenen besprechen. Auch wird er beraten, welche Möglichkeiten es gibt, die Nase wiederaufzubauen.

Profilbild von Ann-Kathrin Landzettel
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter. https://www.ann-kathrinlandzettel.de
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