Eisenmangel beheben: Das hilft bei einer Unterversorgung
© sebra/fotolia.com
(0)

Eisenmangel beheben: Das hilft bei einer Unterversorgung

Was hilft gegen einen Eisenmangel? Die gute Nachricht: eine Unterversorgung mit dem lebenswichtigen Spurenelement lässt sich leicht therapieren. Wie die Behandlung mit Eisentabletten oder -infusionen funktioniert, erfahren Sie hier.

Eisenmangel beheben: Therapie mit dem Arzt abklären

Eisenmangel kann unterschiedliche Ursachen haben – manchmal liegt die Unterversorgung an einer fehlerhaften oder einseitigen Ernährung, in anderen Fällen sind Krankheiten des Verdauungstraktes oder Blutverluste für die Mangelerscheinung verantwortlich. Generell können Symptome wie Schlappheit und Abgeschlagenheit, Blässe und/oder brüchige Haare und Fingernägel darauf hindeuten, dass ein Eisenmangel vorliegt.

Nehmen Sie derartige Anzeichen nicht auf die leichte Schulter: Wenn Sie glauben, an einer Unterversorgung zu leiden, sollten Sie dies mit einem Arzt abklären. Der Mediziner kann über eine Blutuntersuchung feststellen, ob ein Eisenmangel vorliegt – darüber hinaus muss er analysieren, ob eine Grunderkrankung vorliegt, die den Mangel verursacht.

Ist ein Eisenmangel diagnostiziert, wird Ihnen der Arzt Medikamente verschreiben – denn mit Tabletten oder Infusionen lässt sich Eisenmangel beheben. Versuchen Sie jedoch nicht, sich auf eigene Faust mit Nahrungsergänzungsmitteln zu therapieren! Der Körper kann überschüssiges Eisen nicht ausscheiden – lagert sich das Element bei überfüllten Speichern in Leber, Bauchspeicheldrüse oder Herz an, kann es zu Organschäden kommen.

Eisenmangel ausgleichen mit Tabletten

In der Regel wird ein Eisenmangel mit Tabletten behandelt. Der Arzt verschreibt Eisentabletten, wenn bei einer Blutuntersuchung ein Eisendefizit auffällt. In diesem Fall übernimmt auch die Krankenkasse die Kosten für das eigentlich rezeptfreie Präparat. Die Vorteile: Das Nahrungsergänzungsmittel ist einfach zu konsumieren, über einen langen Zeitraum haltbar und die Dosierung lässt sich genau bestimmen. In einigen Fällen können die Tabletten jedoch zu Nebenwirkungen wie etwa Magenbeschwerden, Krämpfen, Verstopfung und Übelkeit führen.

Aber wie viel Milligramm Eisen pro Tag ist bei Eisenmangel zu empfehlen? Was die Dosierung angeht, können Sie sich am Beipackzettel oder an den Angaben ihres Arztes orientieren. In der Regel wird eine Einnahme von 100 Milligramm täglich empfohlen. Dabei sollten Sie die Eisentabletten täglich über mehrere Wochen oder sogar Monate einnehmen.

Um die Aufnahme zu verbessern, ist es ratsam, die Eisentabletten auf nüchternen Magen, etwa eine Stunde vor einer Mahlzeit einzunehmen. Ebenfalls empfehlenswert: die gleichzeitige Einnahme von Vitamin C – Ascorbinsäure sorgt dafür, dass das Eisen vom Körper besser verwertet wird. Den Eisenmangel können Sie auch mit Ihrer Ernährung entgegenwirken: Setzen Sie verstärkt auf Lebensmittel mit viel Eisen. Am besten kann der Körper tierisches Eisen verwerten, etwa Fleisch und Fisch.

Sechs bis acht Wochen nach der letzten Eisenbehandlung sollten Sie Ihre Werte erneut überprüfen lassen. So lässt sich feststellen, ob die Oraltherapie angeschlagen hat.

Eisenmangel schnell beheben: Mit der Eiseninfusion

Bei ausgeprägtem Eisenmangel wird Eisen bisweilen als Infusion verabreicht.
© Lumina Images/fotolia.com

Bei ausgeprägtem Eisenmangel wird Eisen bisweilen als Infusion verabreicht.

Ist der Mangel sehr ausgeprägt, besteht auch die Möglichkeit den Eisenmangel zu beheben durch eine Eiseninfusion. Eine solche Eisenmangeltherapie eignet sich zum Beispiel für Patienten, die eine Magen-Bypass-Operation hatten. Denn oftmals ist bei ihnen der Abschnitt des Darms, der für die Eisenaufnahme zuständig ist, nicht mehr aktiv, sodass oral eingenommenes Eisen gar nicht verwertet werden kann. Auch für Patienten, die Eisentabletten nicht gut vertragen, kann die Infusion eine Lösung sein.

Je nach Schwere des Mangels wird dem Patienten dabei ein bis zweimal wöchentlich Eisen per Injektion oder per Infusion verabreicht. Die Wirkung soll bereits nach der zweiten Infusion spürbar sein. Mögliche Nebenwirkungen sind allergische Reaktionen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?