Nüsse könnenals Hausmittel gegen Sodbrennen helfen.
Sodbrennen •

So behandeln Sie Sodbrennen mit Hausmitteln

Ein stressiger Tag, zu fettiges Essen oder ein alkoholisches Getränk am Abend sorgen bei vielen Menschen für Sodbrennen. Um die Belastung schnell und gut wieder loszuwerden, können einige Hausmittel schon ausreichen, um die Linderung zu bringen, oder als Ergänzung zu Fertigarzneimitteln eine gesunde Basis zu schaffen. Verzichten Sie dann zudem auf weiteren Stress, sorgen Sie für Entspannung und ausgewogene Kost, um schnell wieder fit zu werden.

Natron - der Klassiker

Natriumhydrogencarbonat, im Volksmund auch Natron genannt, gilt seit Generationen als natürlicher Helfer bei Sodbrennen. Ein Teelöffel wird hierfür in einem Glas Wasser aufgelöst und getrunken, um die überschüssige Magensäure zu neutralisieren. Da der Körper überschüssiges Natron nicht verwenden kann und sich der pH-Wert des Körpers durch die Einnahme verändert, sollte Natron nicht zu oft zum Einsatz kommen. Häufige Nutzung kann zu Magenschmerzen, Durchfall und seinerseits zu Aufstoßen führen, was wiederum die Speiseröhre erneut reizt.

Getränke, welche die Magensäure verdünnen

Leichtes Sodbrennen kann auch ohne Natron durch die Zufuhr von neutralisierenden Flüssigkeiten gelindert werden. Greifen Sie zu lauwarmem, stillem Wasser, säurearmen Säften oder Tees (z.B. Bananensaft bzw. Kamille, weißer Tee, Melisse, Anis u.a.). Milchgetränke werden mitunter ebenfalls empfohlen, sind jedoch nur eingeschränkt und abhängig von der Ursache sinnvoll, da diese Milchsäure enthalten. Pflanzenmilch wie z.B. Hafer- oder Mandelmilch können hingegen zielführend sein.

Kerne, Nüsse und Getreide

Viele Kernsaaten sind in der Lage, überschüssige Magensäure zu binden. Hierzu zählen unter anderem Floh- und Leinsamen, Haselnüsse, Mandeln und Haferflocken. Möchten Sie diese Variante der Hausmittel bei Sodbrennen ausprobieren, nehmen Sie einen Teelöffel der gewählten Kerne und Getreide in den Mund, kauen diese langsam und sorgfältig vor dem Schlucken zu einem sämigen Brei. Die Inhaltsstoffe des Breis legen sich schützend über die Schleimhaut und nehmen aufgestiegene Magensäure mit zurück in den Magen.

Säurearmes Obst und Gemüse

Gesunde Ernährung mit ausgewogener Kost wirkt der Entstehung von Sodbrennen entgegen, kann in Maßen jedoch auch bei der Beseitigung leichter Beschwerden helfen. Wählen Sie säurearme Früchte wie Äpfel, Birnen, Aprikosen oder Bananen, welche die Magensäure binden helfen und den Speichelfluss anregen. Verzichtet werden sollte hingegen auf Säurebildner, zu denen unter anderem Zitrusfrüchte, Ananas, Beerenobst und Kiwis zählen. Gemüse lässt sich zudem auch farblich auf Eignung hin unterscheiden: Grünes Gemüse wie Gurken und Grünkohl, aber auch Kartoffeln können Sodbrennen lindern helfen, während rote und gelbe Gemüsesorten meist den Säuregehalt der Magensäure aktivieren.

Kaugummis und zuckerfreie Bonbons

Das Kauen von Kaugummi und das Lutschen von Bonbons spricht bei leichtem Sodbrennen mechanisch die Selbstregulationsfähigkeit des Körpers an. Durch die Bewegung der Kaumuskulatur wird die Speichelproduktion angeregt, welcher als leicht basische Flüssigkeit geringe Mengen an Magensäure in der Speiseröhre neutralisieren hilft. 

Vorbeugen statt behandeln - auch bei Sodbrennen sinnvoll

Neigen Sie zu Sodbrennen, sollten Sie Ihren Lebens- und Ernährungsstil nach Ursachen erforschen und diese in Zukunft bestmöglich meiden. Achten Sie auf ein ausgewogenes Verhältnis an säurebildenden und säurearmen Lebensmitteln, verzichten Sie auf süße und fettige Speisen sowie auf Genussmittel wie Zigaretten, Alkohol, Kaffee und kohlensäurehaltige Getränke. Zudem sollten statt drei großer Tagesmahlzeiten fünf kleine Portionen täglich verzehrt werden. 

Darüber hinaus können Sie auf enge Kleidung verzichten, die auf den Magenbereich drückt, bestmöglich den Stress im Alltag reduzieren oder durch Entspannungsphasen einen Ausgleich schaffen. Belastet Sie das Sodbrennen vorrangig oder verstärkt in der Nacht, kann es hingegen helfen, den Oberkörper höher zu lagern, damit der Magensäure der Weg in die Speiseröhre erschwert wird.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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