Häufig wird bei Magengeschwüren auf eine medikamentöse Behandlung zurückgegriffen.
Magengeschwür •

So werden Magengeschwüre behandelt

Wurde der Verdacht auf ein Magengeschwür durch den Internisten oder den Gastroenterologen gesichert, kann die Magengeschwür-Behandlung entsprechend den Auslösern und der Symptome individuell erfolgen. Die Ursachen für das Magengespür spielen für die optimale Förderung des Heilprozesses eine wichtige Rolle. Dabei sollte die Behandlung stets mit einer Überprüfung und gegebenenfalls sinnvollen Verbesserung der Lebensführung einhergehen. 

Behandlung von Magengeschwüren durch Medikamente

Sind Medikamente mit Acetylsalicylsäure, Diclofenac oder Ibuprofen als Wirkstoff an der Entstehung des Magengeschwürs beteiligt, sollten diese möglichst abgesetzt werden. Sind diese aufgrund anderer Erkrankungen notwendig, wird im Gespräch mit dem Arzt im besten Fall eine alternative Medikation vorangebracht.

Zudem besteht die Möglichkeit, der medikamentösen Behandlung für das Magengeschwür. Dabei verschreibt der Arzt zumeist einen Säureblocker / Protonenpumpenhemmer, der die übermäßige Produktion von Magensäure eindämmt und somit die Belastung für den Magen reduziert. Die Magenwände können hierdurch besser heilen, während der Aufbau der Magenschleimhaut gefördert wird. 

Durch Helicobacter-Bakterien ausgelöste Magengeschwüre behandeln

Wurde bei den Untersuchungen ein starker Befall an Bakterien vom Stamm Helicobacter pylori als Auslöser ermittelt, wird der Arzt sehr wahrscheinlich ein Antibiotikum verschreiben. In der sogenannten Eradikationstherapie kombiniert der Arzt ein geeignetes Antibiotikum mit einem Protonenpumpenhemmer, welches die Magensäuremenge reduzieren hilft. Das Antibiotikum greift die Bakterienpopulation in der Magenschleimhaut an, während der Säureblocker als Magenschutz die Schleimhäute stärken hilft.

Selten erforderlich: Operation als Behandlung bei Magengeschwüren

Ist das Magengeschwür bereits weit fortgeschritten oder drohen besondere Komplikationen durch Blutungen sowie eine Gefahr eines Magendurchbruchs, kann eine Operation nötig werden. Bei der operativen Therapie wird das Magengeschwür sowie bei Bedarf ein Teil des Magens entfernt und die restliche Magenwand mit einer Naht zusammengeführt. Nur noch selten zum Einsatz kommt die sogenannte "Gastrale Vagotomie". Bei dieser Operation wird der Vagus-Nerv in der Partien durchtrennt, welche die Verbindung zwischen dem Magen und dem Gehirn darstellt. Hierdurch wird die Produktion der Magensäfte verringert. 

Veränderungen in der Lebensführung als Behandlung und Prophylaxe bei Magengeschwüren

Da die Lebensführung einen maßgeblichen Anteil an der Entwicklung von Magengeschwüren hat, sollte die Behandlung stets mit einer Überprüfung des eigenen Alltags auf magenreizende Genuss- und Nahrungsmittel (Alkohol, Zigaretten, Kaffee, fettige Speisen) einhergehen. Nehmen diese eine Rolle im Leben des Patienten ein, sollte der Verzicht zeitnah und umfassend geübt werden. Statt dessen kann eine leichte, magenschonende Kost mit ausgewogenen Ernährungsgewohnheiten sowie der Wechsel auf fünf kleine statt drei große Mahlzeiten am Tag förderlich sein. 

Auch Stress und Hektik sollten nachhaltig vermieden und Entspannungstechniken in den Alltag eingeführt werden. Die durch den Konsumverzicht erzielten Vorzüge gehen dabei bis weit über die Förderung der Magengeschwür-Behandlung hinaus. Die gesündere Lebensweise mindert das Risiko einer Neuerkrankung und stärkt die Abwehrkräfte für den ganzen Körper.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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