Lungenentzündung: So erkennen Sie die Symptome
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Lungenentzündung: So erkennen Sie die Symptome

Die Lungenentzündung ist eine relativ häufig auftretende Infektionskrankheit. Das Problem: Ihre Symptome lassen sich oft nicht von denen einer Erkältung unterscheiden. Wie Sie die Anzeichen rechtzeitig erkennen, lesen Sie im Folgenden.


Lungenentzündung: Formen und Ursachen


Laut Angaben des Städtischen Klinikums München erkranken in Deutschland jährlich etwa eine halbe Million Menschen an einer Lungenentzündung. Bei der auch als Pneumonie bekannten Krankheit handelt es sich um eine Entzündung des Lungengewebes, die den Gasaustausch in der Lunge beeinträchtigen kann.


Grundsätzlich wird zwischen einer infektiösen und einer nicht infektiösen Lungenentzündung unterschieden. Ursachen der infektiösen Form können die Ansteckung mit Bakterien, Viren, Pilzen oder Parasiten sein. Für die nicht infektiöse Lungenentzündung kommen als Auslöser Schadstoffe, verschluckte Gegenstände oder eine hohe Strahlenbelastung infrage.


Symptome einer infektiösen Pneumonie


Gerade in der kalten Jahreszeit tritt die bakterielle Form der Lungenentzündung besonders häufig auf. Eine Ansteckung erfolgt in der Regel über eine Tröpfcheninfektion durch Husten oder Niesen. Die klassische bakterielle Pneumonie erkennen Sie an Symptomen wie Schüttelfrost, Fieber und erschwerter Atmung. Hinzu kommt bei fortschreitendem Krankheitsverlauf ein Husten mit braunem Auswurf. Die beeinträchtigte Atmung kann in schweren Fällen auch zu einer reduzierten Sauerstoffaufnahme führen, was sich durch blau verfärbte Lippen und Nägel äußern kann.


Von einer atypischen Pneumonie ist die Rede, wenn bei einer Erkrankung durch Viren oder andere Erreger relativ wenige Symptome auftreten. Die schleichende Entwicklung einer solchen Infektion äußert sich durch einen geringen Anstieg der Körpertemperatur und trockenen Husten.


Behandlung der Lungenentzündung


Wenn Sie eines oder mehrere dieser Symptome bei sich bemerken, sollten Sie in jedem Fall einen Arzt aufsuchen. Eine infektiöse Lungenentzündung lässt sich gemeinhin medikamentös erfolgreich behandeln. Unterstützen Sie Ihre Genesung mit ausgiebiger Bettruhe und einer hohen Flüssigkeitszufuhr. Bei rechtzeitiger Behandlung kann die Krankheit so in der Regel wirksam bekämpft werden.


Vorsicht bei Risikopatienten


Besonders anfällig für die Ansteckung mit Pneumonie sind Menschen mit schwachen Abwehrkräften. Darunter fallen ältere Menschen und auch Säuglinge oder Kleinkinder, deren Immunsystem noch nicht voll ausgebildet ist. Auch bei Vorerkrankungen wie beispielsweise Diabetes oder Leukämie erhöht sich das Risiko für eine Ansteckung. Daher bietet sich bei diesen Gruppen möglicherweise eine Schutzimpfung an. Lassen Sie sich von Ihrem Hausarzt beraten.


Symptome einer verschleppten Lungenentzündung


Es ist ganz wichtig, dass Betroffene möglichst frühzeitig zum Arzt gehen und die Lungenentzündung richtig auskurieren. Gehen Sie mit einer ausklingenden, aber noch nicht vollständig geheilten Pneumonie zum Beispiel wieder arbeiten oder strengen sich körperlich an. Sonst kann das eine Herzmuskelentzündung (Myokarditis) zur Folge haben – und die ist unter Umständen lebensbedrohlich.


Problematisch kann es werden, wenn bei einer atypischen Pneumonie oder einer sogenannten kalten Lungenentzündung nur leichte Symptome zeigen und kein Fieber auftritt. Dann wird die Erkrankung zu Beginn nicht erkannt oder unterschätzt und eventuell verschleppt. Ohne frühzeitige Behandlung von ausreichender Dauer kann sich die Entzündung auf andere Körperteile ausbreiten, zum Beispiel als Pleuritis auf das Lungenfell, als Meningitis auf die Gehirnhäute oder als Otitis media aufs Mittelohr.


Darüber hinaus kann es zu Flüssigkeitsansammlungen zwischen Lungen- und Brustfell, einem sogenannten Pleuraerguss, kommen. Bei einem Lungenabzess bilden sich Hohlräume, die mit Eiter gefüllt sind, in der Lunge. Eine weitere Komplikation verschleppter Pneumonien ist die Blutvergiftung (Sepsis). All diese Symptome und Folgeerkrankungen müssen dringend im Krankenhaus behandelt werden!

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SM
Autor/-in
Sascha Müller
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