Das Hepatitis-C-Virus lässt sich zuverlässig mit einem Bluttest nachweisen.
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Hepatitis C wird in den meisten Fällen chronisch

Eine Hepatitis C ist eine Entzündung der Leber, die durch das Hepatitis-C-Virus ausgelöst wird. Die akute Infektion zeigt häufig keine Symptome und heilt in 20 bis 50 Prozent der Fälle allein aus. Wesentlich häufiger bleibt das Virus allerdings im Körper und die Erkrankung wird chronisch. Bei bis zu 30 Prozent der Betroffenen kommt es nach Jahrzehnten zu schweren Folgeerkrankungen wie Leberzirrhose oder Leberkrebs. Seit wenigen Jahren lässt sich Hepatitis C effektiv behandeln.

Ansteckung und Schutz vor Hepatitis C

Weltweit erkranken etwa drei bis vier Millionen Menschen jährlich neu an Hepatitis C. In Deutschland liegt die Zahl der Neuerkrankungen bei unter 5000 pro Jahr. Die Übertragung erfolgt fast ausschließlich durch Kontakt mit infiziertem Blut, aber auch durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und bei der Geburt. Hepatitis C wird nicht durch Alltagskontakte wie Händeschütteln oder Anhusten übertragen.

Ein erhöhtes Risiko, sich mit Hepatitis C zu infizieren, haben:

  • Drogenabhängige
  • Empfänger von Blutspenden
  • Empfänger von Organspenden
  • Medizinische Berufe (z.B. Nadelstichverletzung)

Risikogruppen schützen sich am besten durch die Verwendung von Kondomen und Einmalhandschuhen. Drogenabhängige sollten nur ihr eigenes Spritzbesteck benutzen. 

Symptome einer Hepatitis C

Da eine akute Hepatitis C meist keine Symptome zeigt, merken Betroffene oft lange nichts von ihrer Erkrankung. Auch bei chronischem Verlauf sind die Symptome oft unspezifisch. Es können Müdigkeit, leichte Übelkeit, heller Stuhl oder grippeähnliche Symptome auftreten. Eine Gelbsucht ist bei Hepatitis C eher selten. Im späten Stadium leiden Erkrankte häufig unter den Symptomen einer Leberzirrhose. 

Diagnose der Leberkrankheit

Etwa sechs bis neun Wochen nach der Infektion sind im Blut Antikörper gegen das Hepatitis-C-Virus zu finden. Diese lassen sich mit einem Test nachweisen. Ist der Antikörpertest positiv, wird in der Regel eine weitere Untersuchung durchgeführt, der sogenannte PCR-Test. Dieser kann das Erbmaterial des Virus nachweisen. Fallen beide Tests positiv aus, hat der Betroffene Hepatitis C. Ist nur der Antikörpertest positiv und der PCR-Test negativ, ist die Hepatitis C ausgeheilt.

Therapie der Hepatitis C-Erkrankung

Seit wenigen Jahren lässt sich Hepatitis C gut behandeln. Je nach Virustyp werden zwei bis drei verschiedene antivirale Medikamente kombiniert. Das Virus kann sich dadurch nicht mehr vermehren. Patienten gelten als geheilt, wenn sich drei und sechs Monate nach dem Ende der Therapie keine Hepatitis-C-Viren mehr im Blut nachweisen lassen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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