Hackfleisch auftauen: So machen Sie es richtig!
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Hackfleisch auftauen: So machen Sie es richtig!

Beim Auftauen von Hackfleisch ist Geduld gefragt, sonst kann es schnell gefährlich werden. Denn: Das beliebte Fleisch ist aufgrund seiner Struktur besonders anfällig für krankheitsverursachende Keime wie Salmonellen. Hier erfahren Sie, wie Sie Hackfleisch am besten auftauen.

Warum ist das Hackfleisch auftauen so eine heikle Sache?

Um Hackfleisch herzustellen, wird Muskelfleisch durch den Fleischwolf gedreht, was dafür sorgt, dass sich die Oberfläche um ein Vielfaches vergrößert.

Dadurch bietet das Fleisch besonders viel Angriffsfläche für Bakterien und Viren, welche beim Hackfleisch auftauen freigesetzt werden. Diese können unter anderem lebensgefährliche Vergiftungen auslösen.

Gefrorenes Hackfleisch auftauen: Am besten im Kühlschrank

Am sichersten ist es, wenn Sie im Kühlschrank Ihr Hackfleisch auftauen. 500 Gramm Hackfleisch brauchen etwa 24 Stunden, um aufzutauen. Denken Sie also rechtzeitig daran, das Fleisch aus dem Gefrierschrank zu nehmen – am besten am Tag, bevor Sie es zubereiten wollen.

Ehe Sie das Hackfleisch in den Kühlschrank stellen, berücksichtigen Sie folgende Tipps:

• Vakuumverpacktes und eingeschweißtes Hackfleisch lassen Sie dabei in der Verpackung.

• Beim Hackfleisch auftauen füllen Sie das gefrorene Hack idealerweise in ein Porzellangefäß, welches Sie mit Frischhaltefolie abdecken. 

• Gießen Sie die Auftauflüssigkeit, die sich beim Hackfleisch auftauen unter dem Fleisch sammelt, regelmäßig ab.

Noch besser ist es, das Hackfleisch in ein Sieb zu geben und dieses in eine kleine Schüssel zu stellen. So kann das Tauwasser abtropfen, ohne dass das Fleisch darin "schwimmt".

Schnell das Hackfleisch auftauen? Besser nicht!

Auch, wenn Sie es eilig haben: Hackfleisch auftauen bei Zimmertemperatur sollten Sie Ihrer Gesundheit zugunsten lieber unterlassen. Denn die Wärme kurbelt das Bakterienwachstum, das im Gefrierfach gestoppt wurde, wieder an. Das Hack mag bei Zimmertemperatur etwas schneller auftauen – dafür bilden sich aber auch umso mehr - möglicherweise krankmachende - Bakterien im Fleisch.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SB
Autor/-in
Sarah Berger
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