Krebs-Symptome: Was sind die häufigsten Anzeichen für Krebs?
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Krebs-Symptome: Was sind die häufigsten Anzeichen für Krebs?

Krebs-Symptome treten meist erst in einem fortgeschrittenen Erkrankungsstadium auf und sind in den meisten Fällen sehr unspezifisch, da sie häufig auch im Zusammenhang mit anderen, harmloseren Krankheiten auftreten. Welche Anzeichen für Krebs Sie untersuchen lassen sollten.

Krebs-Symptome sind unspezifisch

Gleich vorweg: Krebs-Symptome sind meist unspezifisch, was ihre Einordnung so schwierig macht. So kann es sein, dass bestimmte Beschwerden an Krebs denken lassen, obwohl eine harmlose Ursache hinter den Beschwerden steckt. Andererseits ist es möglich, dass Anzeichen für Krebs übersehen werden, da man harmlose Auslöser für den Verursacher hält. Das Wichtigste ist daher, dass Sie mit unklaren, neu auftretenden und länger andauernden Beschwerden immer einen Arzt aufsuchen.

Krebs-Symptome erst im fortgeschrittenen Stadium

Zusätzlich riskant bei einer Krebserkrankung ist, dass sich Krebs-Symptome meist erst in einem fortgeschrittenen Stadium zeigen. Dann ist der Tumor groß genug, dass er zu Beschwerden führen kann, beispielsweise indem er Organfunktionen beeinträchtigt. Im frühen Stadium bemerkt der Erkrankte in der Regel nichts.

Mit welchen Krebs-Warnzeichen zum Arzt?

Es gibt bestimmte Anzeichen für eine möglicherweise vorliegende Krebserkrankung, bei denen Krebsexperten der Deutschen Krebsgesellschaft zu einer ärztlichen Abklärung raten. Ein Allgemeinmediziner ist ein guter erster Ansprechpartner. Er kann bei Bedarf zu entsprechenden Fachärzten überweisen, beispielsweise zu einem Onkologen. Zu den Krebs-Symptomen, die Sie ernst nehmen sollten, gehören:

  • Tastbare Schwellungen, Knoten und Verhärtungen, die Sie auf oder unter der Haut, auf der Schleimhaut oder in den Weichteilen ertasten. Häufig sind diese schmerzlos.
  • Plötzlich auftretende länger andauernde Schmerzen, deren Ursache Sie sich nicht erklären können.
  • Veränderungen an den Brüsten oder an den Hoden. Das können knotige Veränderungen sein, aber auch Veränderungen der Hautstruktur, Einziehungen, Schwellungen, Absonderungen und Schmerzen.
  • Vergrößerte Lymphknoten in den Achselhöhlen, am Hals oder in der Leiste
  • Anhaltender starker Husten, (blutiger) Auswurf, Heiserkeit, Schluckbeschwerden und Atemnot
  • Veränderungen an Leberflecken und Muttermalen in Größe, Form, Farbe, Erhabenheit sowie Juckreiz, Nässen und Blutungen sind Hinweise auf Gewebeveränderungen.
  • Schlecht heilende Wunden
  • Unklare Blutungen. Dazu gehören Zwischenblutungen bei Frauen, Blutungen nach den Wechseljahren, Blut im Urin, Blut in der Samenflüssigkeit, Blut im Stuhl.
  • Verdauungsbeschwerden wie Sodbrennen, Blähungen, Bauchbeschwerden, Völlegefühl, Verstopfungen, Durchfälle, Unverträglichkeiten, anders gefärbter Stuhl, Bleistiftstuhl und intensiver Geruch
  • Übelkeit und Erbrechen
  • Blässe, anhaltende Müdigkeit und Erschöpfung
  • Klären Sie auch die Ursache von anhaltenden Knochenschmerzen.
  • Neurologische Beschwerden wie Sprachstörungen, Lähmungserscheinungen und Krampfanfälle 
  • Schweißausbrüche, Nachtschweiß, Schwindel, Fieber und Herzrasen
  • Probleme beim Wasserlassen 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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