Kann Sport Krebs vorbeugen?
(0)

Kann Sport Krebs vorbeugen?

Sport und Bewegung sind wichtige Säulen der Krebsvorbeugung, betonen Krebsexperten. Doch wie viel Sport sollte es sein? Sind Ausdauersport und Krafttraining gleich gut? Und welchen Krebsschutz können Sportler überhaupt erwarten? Kann Sport Krebs verhindern?

Welche Sportarten senken das Krebsrisiko?

Menschen, die sich regelmäßig bewegen und in Form von Sport und Alltagbewegung aktiv sind, können ihr Krebsrisiko für bestimmte Krebsarten senken. Dazu gehören Dickdarmkrebs, Brustkrebs und Gebärmutterhalskrebs. Krebsforscher gehen davon aus, dass Bewegung auch bei anderen Krebsarten eine vorbeugende Wirkung hat, hierzu sind allerdings weitere Forschungen notwendig.

Warum hilft Sport Krebs vorzubeugen?

Als Schutzfaktor gilt nicht allein die körperliche Aktivität, sondern auch die Kalorienbilanz: Aktive Menschen haben weniger Übergewicht. Und Übergewicht gilt als bedeutender Risikofaktor für Krebs. Auch das Risiko für bestimmte Erkrankungen wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes mellitus Typ 2 und eine Reihe psychischer Erkrankungen wie Depressionen kann Bewegung senken. Muskeln und Knochen profitieren ebenfalls von der regelmäßigen Beanspruchung.

Mit Sport Krebs vorbeugen: Wie viel Training sollte es sein?

Wie viel Sport sollte es sein, damit Bewegung Krebs vorbeugen kann? Faustregel eins ist: Seien Sie regelmäßig aktiv, möglichst jeden Tag. Jeder Schritt zählt auf dem Bewegungskonto: der Spaziergang zur Mittagspause ebenso wie die Treppe und die Gartenarbeit. Haben Sie Spaß an Ausdauersport und Kraftsport? Umso besser! Das Aktivitätskonto sollte am Ende der Woche bei mindestens 150 Minuten liegen, rät das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). Weniger als 75 Minuten sollten es nicht sein, wenn Sport Krebs vorbeugen helfen soll.

Die Deutsche Herzstiftung e.V. empfiehlt einen Schrittzähler, um die körperliche Aktivität einzuschätzen. Dieser bietet Ihnen nicht nur eine gute Orientierung über Ihren Bewegungsstatus – er motiviert Sie möglicherweise auch, noch ein paar Schritte mehr zu tun. Zwischen 7000 bis 10.000 Schritte sollten es pro Tag sein.

Alltagsbewegung oder Sport zur Krebsvorbeugung:  Was ist am besten?

Krebsexperten unterscheiden nicht zwischen Alltagsbewegung und Sport im eigentlichen Sinne. Ob eine bestimmte Art der Bewegung besonders gut zur Krebsvorbeugung geeignet ist, ist bislang nicht erforscht. Es gilt: Jeder Schritt zählt. Dennoch geht die Forschung davon aus, dass die Bewegung, die das Herz-Kreislauf-System mit aktiviert, günstiger ist. Sie sollten also ruhig etwas ins Schnaufen kommen und auch Schwitzen – das können Sie sogar bei der Haus- und Gartenarbeit erreichen. Am besten für die Gesundheit ist es, wenn Ausdauertraining, Krafttraining und möglichst wenig Sitzen im Alltag eine ausgewogene Balance haben.

Gegen Krebs: Sport tut dem Körper immer gut

Wer regelmäßig aktiv ist, kann Untersuchungen zufolge sein Krebsrisiko für die Krebsarten Dickdarmkrebs, Brustkrebs, Prostatakrebs, Gebärmutterhalskrebs und Bauchspeicheldrüsenkrebs um bis zu 50 Prozent senken. Auch Krebspatienten profitieren von Bewegung. Bei ihnen wird die Art und das Maß der Bewegung im Rahmen der Krebstherapie individuell zusammengestellt. Wichtig ist, dass sie ihren Körper bei Kräften halten, ihn aber nicht überfordern. Auch nach einer Krebserkrankung kann regelmäßige Bewegung helfen, einer erneuten Krebserkrankung (Rezidiv) vorzubeugen.

Erst der Gesundheitscheck, dann das Training

Wer länger keinen Sport getrieben oder bereits vorliegende Erkrankungen hat, sollte vor dem Sport zum Arzt gehen und einen Gesundheitscheck durchführen lassen. Das kann der Hausarzt sein, ein Kardiologe oder bei einer bestehenden Krebserkrankung der behandelnde Onkologe. Gibt der Mediziner sein OK, gilt es zudem zu wissen, welche Sportarten, welche Intensität und welche Dauer für den aktuellen Gesundheitszustand am besten geeignet sind. Beliebte Sportarten wie Walken, Joggen, Radfahren, Tanzen und Schwimmen sind in den meisten Fällen problemlos möglich. Wichtig ist, dass Sie Ihren Körper langsam an die neue Anstrengung gewöhnen und ihm nicht zu viel abverlangen.

Tipp: Fragen Sie bei Ihrer Krankenkasse nach, welche Sportkurse sie anbietet und ob diese bezuschusst oder die Kosten sogar ganz übernommen werden

Sport mit Krebs: Wie kann ich als Krebspatient aktiv sein?

Auch Krebspatienten profitieren von regelmäßiger Bewegung. Allerdings strengt sie die Krebsbehandlung meist extrem an, sodass Bewegung in einem eher geringen Pensum möglich ist. Sie müssen sich nicht unter Leistungsdruck setzen. Entspannte Spaziergänge tun dem Körper ebenfalls gut und helfen, bei Kräften zu bleiben.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?