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Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursachen: Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?
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Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursachen: Wie entsteht Bauchspeicheldrüsenkrebs?

Warum sich Krebs in der Bauchspeicheldrüse bildet, bleibt oft unbekannt. Bei vielen Krebspatienten lässt sich im Nachhinein keine Ursache für die Erkrankung finden. Bekannt sind bestimmte Einflussgrößen, die das Risiko erhöhen, an einem Pankreaskarzinom zu erkranken. Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursachen: Diese Faktoren sollten Sie vermeiden.

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursache: Rauchen

Rauchen ist der wichtigste Risikofaktor für die Entstehung eines Pankreaskarzinoms. Etwa ein Viertel aller Krebserkrankungen der Bauchspeicheldrüse stehen mit dem Rauchen in Zusammenhang, schätzen Krebsexperten. Der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. zufolge haben Raucher gegenüber Nichtrauchern ein etwa 3,5-fach höheres Risiko, an Bauchspeicheldrüsenkrebs zu erkranken.

Nicht nur aktives Rauchen, auch Passivrauchen kann die Krebsentstehung der Hormondrüse begünstigen. Vor allem bei Kindern- und Jugendlichen erhöht Passivrauchen das Risiko, an Krebs der Bauchspeicheldrüse zu erkranken.

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursache: Übergewicht

Starkes Übergewicht gilt als zweitwichtigster Risikofaktor für das Pankreaskarzinom. Und nicht nur das: Übergewicht wird generell als bedeutender Krebsrisikofaktor betrachtet. Als Ursache wird eine Schieflage in den Stoffwechselprozessen diskutiert. Übergewichtige produzieren beispielsweise häufig große Mengen an Insulin. Ein permanent hoher Insulinspiegel kann Rezeptoren aktivieren, die das Tumorwachstum fördern. Zudem sind die Fettzellen stoffwechselaktiv. Sie produzieren Hormone und Botenstoffe, die unter anderem Entzündungen fördern.

 Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursache: Alkohol

Alkohol gilt ebenfalls als Risikofaktor für Bauchspeicheldrüsenkrebs. Die Zusammenhänge sind noch nicht abschließend geklärt, dennoch raten Mediziner zu einem geringen Konsum – auch für die Gesundheit im Allgemeinen. Die Krebsexperten der Deutschen Krebsgesellschaft e.V. gehen davon aus, dass ein starker Alkoholkonsum das Pankreaskrebs-Risiko bei Frauen und Männern um das 2,5-fache erhöht. Kommen Rauchen und ein übermäßiger Alkoholkonsum zusammen, verstärkt sich der negative Einfluss.

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursache: Diabetes und Bauchspeicheldrüsenentzündung

Die Zuckerkrankheit Diabetes mellitus Typ 2 sowie chronische Entzündungen der Bauchspeicheldrüse (Pankreatitis) können ebenfalls das Erkrankungsrisiko steigern. Patienten mit erblicher Pankreatitis entwickeln bis zum 70. Lebensjahr in bis zu 40 Prozent der Fälle ein Pankreaskarzinom. Auch Menschen, deren Magen entfernt wurde oder die eine Magenoperation hatten – etwa aufgrund eines Magengeschwürs – haben nach derzeitigen Kenntnissen ein erhöhtes Risiko.

Bauchspeicheldrüsenkrebs-Ursache: genetische Faktoren

Das Erkrankungsrisiko steigt zudem, wenn Familienangehörige ersten Grades – Eltern oder Geschwister – bereits an Krebs der Bauchspeicheldrüse erkrankt sind. Die Deutsche Krebsgesellschaft e.V. schätzt den Anteil der genetisch bedingten Tumorerkrankungen der Bauchspeicheldrüse auf etwa fünf bis zehn Prozent.

Summe an Risikofaktoren besonders riskant

Je mehr Risikofaktoren zusammenkommen, desto größer ist das Erkrankungsrisiko. Aber nicht jeder Mensch, der einen oder mehrere Risikofaktoren aufzeigt, erkrankt automatisch an Bauchspeicheldrüsenkrebs. Umgekehrt bietet das Vermeiden bekannter Risikofaktoren keinen 100-prozentigen Schutz vor Pankreaskrebs. Dennoch trägt es dazu bei, das persönliche Erkrankungsrisiko zu senken. 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.
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