Zahnschmerzen, verdammter Mist
© Damir Khabirov/iStock / Getty Images Plus 2019
(0)

Zahnschmerzen, verdammter Mist

Aber halb so schlimm. In den nächsten Minuten werden Sie erfahren, …

  • was alles Zahn- und Kieferschmerzen verursachen kann und was aus medizinischer Sicht einfach erklärt dahintersteckt.
  • wann Sie definitiv den Zahnarzt besuchen sollten (bevor es erst schlimmer wird).
  • was der Zahnarzt macht, damit die Schmerzen verschwinden (und dass das alles nicht so schlimm ist, wie Sie vielleicht denken)
  • ob Sie in Ihrem Fall vielleicht auch noch ein harmloses Hausmittel anwenden können.
  • und warum Sie Zahnschmerzen empfinden können, obwohl Sie keine haben.

Hört sich prima an? Dann lassen Sie uns locker starten.

Wie sehr können Sie sich mit dieser Situation identifizieren?

Mittwochabend, 20:30 Uhr, mit Freunden beim Italiener um die Ecke. Eine Gabel von der herzhaft-aromatischen Carbonara, dann noch ein kleines Dessert. Und das wäre ebenso lecker, wenn da nicht dieser leicht pochende Schmerz oben links an den Zähnen wäre. Er kommt stoßweise immer wieder und mindert den Genuss und den Spaß am süßen Schmankerl. Eher anders – Sie konzentrieren sich nur noch auf den Schmerz und versuchen, ihn mit jedem Löffelchen zu vermeiden. Und damit sind Sie nicht allein.  

Über 2,8 Millionen Deutsche leiden temporär oder dauerhaft unter Schmerzen im Kieferbereich. Aber warum denn, immerhin kann man in Deutschland doch ausreichend Zahnärzte aufsuchen, die den Unruhestifter behandeln und den Schmerzen ein Ende bereiten. Ok, das schon, aber dann ist da auch noch die weit verbreitete Zahnarzt-Phobie, die viele vom Zahnarztbesuch abhält. Oder es ist einfach die Annahme, dass man mit leichteren Schmerzen auch erst einmal leben kann. Dass das schon von selbst besser wird und dass man erst zum Zahnarzt muss, wenn es echt nicht mehr vermeidbar ist.

Das sind zwei wesentliche Aspekte.

Und nur nebenbei erwähnt (da hier konkreter beschrieben) – bevor Sie viel zu früh in Ihrem Leben schon unheimlich teuren Zahnersatz brauchen, sollten Sie lieber einmal auf dem Zahnarztstuhl Platz nehmen.  

Klären wir also zunächst, wann Sie um einen Zahnarztbesuch wirklich nicht mehr herumkommen.

Wenn es akut pocht, schmerzt und zieht, vor allem zunehmend statt abnehmend. Natürlich kann es sein, dass der Schmerz wieder besser wird. Aber hören Sie auf, sich einzureden, dass Sie „da eben nun einmal durch müssen“. Die abnehmenden Schmerzen bedeuten nicht immer, dass alles wieder fein ist.

Bedenken Sie beispielsweise, dass sich Bakterien ausbreiten können und der Schmerz verstärkt zurückkommen kann. Das wollen Sie nicht. Außerdem können ebendiese Bakterien auch einen dauerhaft schlechten Atem hervorrufen, wo selbst zehn Pfefferminzbonbons nur temporär wirken.

Gehen Sie ebenso zum Zahnarzt, wenn sich einzelne Zähne seltsam anfühlen sollten oder wenn Sie Probleme beim Kaufen feststellen. Etwa so wie bei einem Brötchen, wo der Kiefermuskel auf einer oder auf beiden Seiten mit jedem Abbeißen mehr aus der Puste wirkt. Oder wenn Sie einen unnormalen Druck feststellen.

Und dann ist da natürlich noch die vorhin beschriebene Italiener-Situation. Oder wenn Sie ein Eis essen und dabei tunlichst vermeiden, dass das Eis direkt an die Zähne kommt. Sprich bei einer Überempfindlichkeit für kalte, heiße, süße oder saure Speisen. Auch dann sollten Sie einen Zahnarzt zumindest mal nachschauen lassen.

Sie haben den Zahnarzt Ihres Vertrauens noch nicht finden können?

Gehen Sie einen Schritt auf die Zahnärzte zu, die im Gelben-Seiten-Branchenbuch vertreten sind. Bei uns finden Sie schnell einen Zahnarzt in Ihrer Nähe und können Kontakt aufnehmen, einen zeitnahen Termin vereinbaren sowie sich behandeln lassen.

Lassen Sie uns festhalten, dass Zahn- und Kieferschmerzen ziemlich tückisch sind. Aber woher kommen Sie, was sind die Ursachen zu den Symptomen

Gewiss ist dieser Artikel nicht von der Sorte „Arzt“. Was das bedeutet? Sie werden hiermit nicht konkret herausfinden, warum Sie Zahnschmerzen haben. Es sind nur kurz erklärte, denkbare Optionen, die zutreffen können. Ihr Zahnarzt wird Ihnen das deutlich besser erklären können und kann Ihnen sofort helfen.

Kommen wir also zur ersten Option.

Zahnwurzelentzündung

Eine Zahnwurzelentzündung entwickelt sich meist aus einem nicht oder nur unzureichend behandelten Fall von Karies. Nachdem die Bakterien zuerst das Zahninnere schwächten, machen Sie sich im fortschreitendem Krankheitsverlauf auch an den Zahnwurzeln zu schaffen. Dort lösen sie dann eine leichte bis schwere Entzündung aus, die zu starken Schmerzen führen kann.

Trifft dieses Stadium einmal auf Sie zu, besteht dringender Handlungsbedarf. Andernfalls drohen noch schmerzhaftere Nervenschäden sowie ein Absterben des betroffenen Zahns. Das wiederum kann dazu führen, dass Kieferzysten entstehen.

Es hört sich an, als könne man da nichts mehr tun – oder es kommt Ihnen sofort das Szenario der „Wurzelbehandlung“ in den Sinn. Hierbei wird meist (unter Narkose und nahezu schmerzfrei) die Zahnwurzel entfernt.

Es können aber auch andere Optionen bestehen, bei denen das Entfernen der Wurzel nicht erforderlich ist und die Funktionalität des Zahns erhalten bleiben kann. Es kommt nur darauf an, wie schnell Sie sich beim Zahnarzt einfinden.   

Zahnfleischentzündung

Bei einer Zahnfleischentzündung sind ebenfalls Bakterien oder Viren für die Beschwerden verantwortlich. Alternativ kann die Ursache sein, dass Sie sich verletzt haben – in diesem Fall dürfte die entsprechende Stelle abheilen. Das trifft etwa auch dann zu, wenn Sie sich das Zahnfleisch an etwas Heißem verbrüht haben. Zurück zu den Bakterien und Viren, sind Zahnfleischentzündungen auf unzureichendes Zähneputzen zurückzuführen.

Es schmerzt (manchmal schon beim Berühren mit der Zunge), blutet schnell (beispielsweise beim Zähneputzen) und kann anschwellen. Im ersten Moment hört sich das an, als werde man das schon überstehen. Es wirkt nicht besonders bedrohlich. Aber…

Oft führen Zahnfleischentzündungen im weiteren Verlauf zu schmerzempfindlichen Zähnen (also das mit dem kalten Eis und dem Süßen). Das wiederum kann zu einer Parodontitis führen. Dabei entzündet sich das Zahnbett – und die Zähne können sich lockern bis hin zum Ausfallen, wo wir wieder beim Thema teurer Zahnersatz sind.

Karies

Eine Karieserkrankung ist die Folge von beschädigtem Zahnschmelz. Beim Verstoffwechseln von Zucker im Mund entsteht Säure, die den Zahnschmelz reizt. Kann der Körper den Zahnschmelz mit den Enzymen im Speichel nicht reparieren (durch beispielsweise hohen Zuckerkonsum oder unzureichende Hygiene), dann fressen sich die Bakterien in den Zahn und zerstören ihn von innen. Bleibt Karies unbehandelt, ist er nicht nur Verursacher von Zahnschmerzen, sondern auch Vorbote dafür, dass sich die Zahnwurzel entzündet

Gelöste Kronen, Füllungen oder Provisorien

Zahnkronen und Füllungen schützen kaputte Zähne vor Bakterien. Löst sich ein solches Provisorium ab, stört es beim Kauen und kann an den benachbarten Zähnen Schäden verursachen. Darüber hinaus erfährt ein befüllter oder verkronter Zahn an der entsprechenden Stelle keinen Zahnschmelz-Schutz. Das bedeutet, dass Bakterien direkt ins Zahninnere kommen, wenn Kronen oder Füllungen rausbrechen. Dann kommt es zu Karies und im weiteren Verlauf zu einer Zahnwurzelentzündung.

Sehen wir uns hiernach noch einmal den Kiefer an. Lokale Zahnschmerzen sind nämlich das eine Thema, Kieferschmerzen sind ein anderes.

Schäden durch Zähneknirschen

Nächtliches Zähneknirschen ist ein weit verbreitetes Phänomen, unter dem laut Statistik jeder zweite Deutsche leidet. Wer den sogenannten Bruxismus aber nur für eine doofe Angewohnheit hält, irrt sich. Denn das Zähneknirschen kann Belastungen von bis zu 480 Kilo pro Quadratzentimeter hervorrufen. Das entspricht etwa dem Zehnfachen des normalen Kaudrucks.

Eine dauerhafte Krafteinwirkung in diesem Ausmaß kann erhebliche Schäden am Kiefer verursachen. Kopf-, Kiefer- und Gesichtsschmerzen, Rückenbeschwerden und drohender Zahnverlust sind nur ein paar der denkbaren Konsequenzen. Woher das Zähneknirschen kommt? In den meisten Fällen ist privater und beruflicher Stress die Ursache.

Weitere Ursachen für Kieferschmerzen

Neben den bis hierhin erwähnten Beschwerden existieren weitere, aber eher selten auftretende Ursachen:

  • Kieferzysten und Abszesse (genetisch verursacht oder durch abgestorbene Zahnwurzeln hervorgerufen)
  • Barotrauma (Überdruck in Zahnlöchern durch zu schnelles Überbrücken zu vieler Höhenmeter, was man auch auf den Ohren spüren kann)
  • CMD (Craniomandibulare Dysfunktion – eine Fehlfunktion am Kiefergelenk)

Grüße vom Phantom – Gibt es Zahnschmerzen, die keine sind?  

Sie waren letztens erst beim Zahnarzt und der meinte, dass Ihre Zähne absolut wohlauf sind? Und trotzdem haben Sie Zahnschmerzen? Dann leiden Sie sehr wahrscheinlich unter Phantom-Zahnschmerzen – verursacht durch andere Einflüsse als Zahn und Kiefer.

So kann eine Nasennebenhöhlenentzündung beispielsweise auch Schmerzen im Kieferbereich auslösen. Die Ohren, der Mund und die Nase sind über Drüsen, Nerven sowie Nebenhöhlen miteinander verbunden. Das ist der Grund.

Ein ähnliches Phänomen kann bei Erkrankungen wie Gürtelrose, Ohrenentzündung, Migräne, Kopfschmerzen, Angina oder Trigeminusneuralgie auftreten. Auch ein Herzinfarkt kann sich in Form von Zahn- und Kieferschmerzen bemerkbar machen.

Bevor dieser Artikel aber zu einem „Es-könnte-auch-Krebs-sein-Artikel“ verkommt, machen wir es kurz: Der Zahnarzt wird Ihnen hier nicht viel weiterhelfen können. Stattdessen muss die verursachende Krankheit behandelt werden und Sie brauchen einen anderen Facharzt. Versuchen Sie es im ersten Schritt bei Ihrem Hausarzt.

Doch echte Zahnschmerzen oder Kieferschmerzen?

In Deutschland arbeiten beinahe 100.000 Zahnärzte. Wussten Sie das schon? Das Schöne ist, dass es zu fast denselben Anteilen Frauen und Männer sind. Aber was erzählen wir – wenn Sie Zahnschmerzen oder Kieferschmerzen haben, sollten Sie einen Blick auf unser Verzeichnis werfen. Dort finden Sie einen Zahnarzt oder eine Zahnärztin in Ihrer Nähe.

Gehen Sie vor allem nicht erst, wenn es schon wehtut. Sondern schon vorher, bevor es erst wehtut.

Es ist irrelevant, ob Sie an einer Parodontitis, an Karies oder an einer anderen Krankheit leiden. Oder ob Sie nichts von dem haben. Gehen Sie mindestens zwei Mal im Jahr zum Zahnarzt und lassen Sie sich prophylaktisch untersuchen. Das macht sich auch bei der Krankenkassegut. Denn brauchen Sie trotz ausreichender Vorsorge einmal Zahnersatz, dann erstattet die Krankenkasse eine höhere Summe als ohne die Zahnarztbesuche. Und was erleichternd hinzukommt: Sie sparen es sich, mit akuten Zahnschmerzen noch im Wartezimmer zu sitzen und mindestens zwei Leute kommen vor Ihnen dran.

So viel also zu den Ursachen von Zahn- und Kieferschmerzen. Wie werden die Symptome behandelt?

Natürlich ist es nicht schön, den Zahnarzt aufzusuchen. Wenn Sie denken, dass Sie so etwas wie eine Zahnarztphobie haben, das kann sicherlich hinkommen. Denn wenn die Deutschen an den Besuch beim Zahnarzt denken, haben …

  • 60 % von ihnen ein unschönes Gefühl,
  • 20 % von ihnen eine absolute Phobie und
  • 5 % von ihnen vermeiden den Besuch komplett.

Die restlichen 15 % haben kein Problem damit, auf dem Zahnarztstuhl Platz zu nehmen.

Warum ist das so? Das hat viele Gründe und einer davon ist sicherlich, dass das Behandeln der Zähne nicht die schönste Sache ist. Wir möchten Ihnen trotzdem nicht vorenthalten, was der Zahnarzt macht – und Ihnen mitteilen, dass das vielleicht kein schönes Gefühl, aber eben auch kein Horrorszenario ist.

Zahnwurzelbehandlung

Der Zahnwurzelbehandlung eilt ein überaus schlechter Ruf voraus – aber am Ende ist es zu einem Großteil doch nur Panikmache. Durch örtliches Betäuben (manchmal ist auch eine Vollnarkose machbar) lässt sich der Schmerz auf ein Minimum reduzieren.

Die meisten Patienten merken kaum etwas davon, dass der Zahnarzt den Wurzelkanal des Zahns Stück für Stück von schadhaftem Gewebe befreit. Und dass er danach den erweiterten Wurzelkanal auffüllt, um ihn wieder mit dem Zahn zu verbinden.  

Falls Sie trotzdem starke Bedenken dabei haben, sehen Sie es doch am besten positiv. Immerhin sind Sie nach der Wurzelbehandlung dauerhaft schmerzfrei (an dem Zahn) und der Zahn selbst ist wieder voll belastbar und somit funktional.

Bohren und Füllen bei Karies

Bei Kindern ist Karies ist die am meisten auftretende Zahnkrankheit. Das ist hinsichtlich der denkbaren Konsequenzen eine Gefahr. Kinder mit schlechten Zähnen haben ein Risiko, den Rest des Lebens an diesen zu leiden. Aber auch Erwachsene haben mit Karies zu kämpfen.

Sofern der Zahnarzt Karies im Frühstadium erkennt, kann er entsprechende Stellen mit Fluoridpaste behandeln. Das tut nicht einmal weh. Ist der Karies schon ein Stadium weiter, muss der Zahnarzt vorher poröse Zahnschmelzstellen reaktivieren, damit sie wieder Mineralstoffe aufnehmen können. Für danach wird empfohlen, eine Fluorid-enthaltende Zahnpasta zu benutzen.

Bohren und füllen muss der Arzt erst dann, wenn der Karies schon ziemlich weit entwickelt ist. Auch das tut dank örtlichem Betäuben normalerweise nicht weh, nur das ruckelnde Gefühl des Bohrers am Zahn bleibt. Das entstandene Loch wird mit Kronen und Füllungen ausgefüllt, um den Zahn vor erneutem Kariesbefall zu schützen.  

Manche Zahnarztpraxen arbeiten dabei mit einer neuen und sehr effizienten Methode, die sich Infiltration nennt. Was sich im ersten Moment auch nicht schön anhört, ist recht harmlos. Löcher und poröse Stellen werden mit flüssigem Kunststoff aufgefüllt. Dieser härtet aus und bildet den wahrscheinlich effektivsten Schutzschild, den ein Zahn haben kann.  

Zahnfleischtaschenreinigung bei Zahnfleischentzündungen (Parodontitis)

Warum nimmt man die Kälte eines Eises so schmerzhaft wahr? Warum zieht die Süße eines Kuchens vom Gefühl her direkt in den Nerv? Parodontitis äußert sich darin, dass sich das Zahnfleisch zurückbildet und Zahnfleischtaschen bildet. Dadurch kommen die Zahnhälse hervor und hier ist der Grund des Schmerzes.

Zahnersatz braucht es nicht, um die Zahnfleischtaschen zu behandeln. Tatsächlich muss der Zahnarzt sie nur säubern und desinfizieren. Zuerst werden die Zähne und anschließend die Taschen an sich von Zahnstein, Ablagerungen sowie Bakterien befreit. Das ist normalerweise komplett schmerzfrei und es braucht auch keine Einschnitte oder ähnliches, mit denen man das Zahnfleisch verletzten würde.

Vor einer Zahnfleischtaschenreinigung müssen Sie also keinerlei Bedenken haben.

Versiegelung bei freiliegenden Zahnhälsen

Die inzwischen nach der Zahnfleischtaschenreinigung sauberen Zahnhälse müssen noch versiegelt werden, um das Infektionsrisiko zu senken. Normalerweise passiert dies, indem der Zahnarzt eine Kunststoffbeschichtung aufträgt, die dann für drei bis sechs Monate hält. Alternativ könnte man auf eine Lasermethode zurückgreifen, bei der das Dentin-Gewebe (Zahn-Gewebe) sich kurz aufweicht und sich die offenen Kanälchen verschließen. Beide Varianten rufen normalerweise keinerlei Schmerzen hervor.

Zystektomie

Kieferzysten sind mit Flüssigkeit ausgefüllte Hohlräume im Kieferknochen, die starke Schmerzen hervorrufen sowie im schlimmsten Fall die Zähne verschieben können. Im Rahmen der Zystektomie können Zahnärzte die Zysten entfernen. Dafür zieht man ein ultraschallbasiertes und schonendes Verfahren heran, das sich Piezochirurgie nennt. Örtliches Betäuben vermindert Schmerzen. Je nach Größe des entstandenen Hohlraums kann es sein, dass der Zahnarzt diesen mit Knochenersatzmaterial auffüllt.

Zähneknirschen und Bissschiene

Die Bissschiene zum Vermeiden von Schäden durch Zähneknirschen muss nicht weiter erklärt werden. Damit nachts nichts mehr passieren kann, erhalten Sie eine individuell zu Ihrem Gebiss passende Schiene. Diese besteht aus Kunststoff und verhindert, dass wenn Sie knirschen, sich die Zähne direkt berühren. Die Schiene bietet der Zahnsubstanz Schutz.

Chirurgie bei Zahnfleischschwund und beim Rückbilden von Knochen

Kommt es bei Ihnen zu einem starken Zahnfleischschwund oder zu einem Rückbilden der Knochen, braucht es sehr wahrscheinlich einen chirurgischen Eingriff – mit dem Ziel, freiliegende Zahnhälse wieder in funktionales Gewebe einzubetten. Es existieren verschiedene Optionen.

In vielen Fällen transplantiert man lokales Gewebe (beispielsweise vom Gaumen) an die betroffene Stelle. Oder man gestaltet den vorhandenen Zahnfleischverlauf neu. Der Eingriff selbst ist, da der Zahnarzt Ihnen Schmerzmittel verabreicht, nicht schmerzhaft. Danach kann es sein, dass Sie leichte Schmerzen haben, die aber nach kurzer Zeit nachlassen.  

Und wo wir schon bei Zahnschmerzen nach dem Behandeln sind, kommen wir doch nun einmal zu Hausmitteln, die Sie anwenden können. Auch, um akute Schmerzen zu lindern, ehe Sie einen Zahnarzt aufsuchen, sind die Hausmittel anwendbar.

Kühlen, Nelken kauen und Tee trinken – und dann auf zum Zahnarzttermin, um die Zahnschmerzen behandeln zu lassen.

Fast 100.000 Zahnärzte in Deutschland – das hatten wir schon. Aber doch haben diese vielen Zahnärzte nicht immer sofort einen Termin frei. Zum Glück können ein paar Hausmittel und Tricks dabei helfen, die Schmerzen temporär zu unterbinden, bis der Termin endlich stattfindet. Die Zahn- und Kieferschmerzen rauben zwar trotzdem noch buchstäblich den Nerv, aber sie werden aushaltbarer.

  1. Kühlen: Das hört sich vielleicht obsolet an, aber es hilft unwahrscheinlich. Tauchen Sie ein Tuch in eiskaltes Wasser oder nehmen Sie sich etwas Eis aus der Kühltruhe. Auch Kühlpacks aus der Apotheke (die blauen Beutelchen) helfen.
  2. Gewürznelken: Sie zählen zu den effektivsten Hausmitteln zum Bekämpfen von Kieferschmerzen. Nehmen Sie eine Nelke in den Mund und kauen Sie darauf herum. Die ätherischen Öle wirken wohltuend besonders auf entzündete Stellen. Alternativ können Sie auch direkt Nelkenöl verwenden, das Sie auf einen Wattebausch träufeln und dann im Mund drapieren. Gehen Sie aber sparsam mit dem Öl um.
  3. Teetrinken: Nicht abwarten und Tee trinken, sondern bestimmte Tees aussuchen, die sich ebenfalls zum Lindern von Schmerzen bewährt haben. Dazu zählen Kamillentee, Pfefferminztee oder Salbeitee. Trinken Sie den Tee einfach (in einer Temperatur, die keine „neuen“ Schmerzen verursacht) oder nutzen Sie auch hier einen Wattebausch.
Vertrauen Sie nicht allein auf die Hausmittel. Sie helfen temporär, aber ersetzen keinen Zahnarztbesuch.

Wenn Sie noch auf der Suche nach einem Zahnarzt sind, dem Sie ebenso wie den Hausmitteln vertrauen können, nutzen Sie doch unser Branchenverzeichnis. Hier finden Sie einen Zahnarzt in Ihrer Nähe, den Sie zeitnah aufsuchen können.

Das ist alles kein Hexenwerk.

Gewiss sind Zahnschmerzen keine schöne Sache, aber auch kein Grund, in den Kopf in den Sand zu stecken und das auf eine Weise durchzustehen. Gehen Sie zum Zahnarzt und wenden Sie bis dahin die Hausmittel an, um die Schmerzen zu lindern.

Machen Sie aber auch, dass es am besten nicht erst zu Zahnschmerzen kommt.

  1. Prophylaktische Besuche beim Zahnarzt sind super, um potenzielle Brandherde früh zu erkennen und zu vermeiden, dass das Feuer erst ausbricht. Auch die Krankenkasse freut es, wenn Sie sich kümmern und nicht erst dann handeln, wenn es zu spät ist.
  2. Korrektes Zähneputzen ist essenziell und das mindestens nach dem Aufstehen und vor dem Schlafen, am besten aber nach allen Mahlzeiten. Vermeiden Sie dabei zu starkes Schrubben und putzen Sie in Kreisen vom Zahnfleisch hin zur Zahnkrone.
  3. Nutzen Sie idealerweise eine Zahncreme mit Fluorid und vielleicht auch eine Mundspülung zum Desinfizieren und Erfrischen. Benutzen Sie außerdem Zahnseide für die Zahnzwischenräume oder alternativ Interdentalbürsten.
  4. Ernähren Sie sich idealerweise ohne zu viel Zucker, da Kristallzucker Karies verursachen kann. Essen Sie zwei bis drei Mal etwas mehr, statt viele kleine Mahlzeiten einzunehmen und trinken Sie viel Wasser.

So werden Sie um Zahnschmerzen und Kieferschmerzen sehr wahrscheinlich herumkommen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Wie finden Sie diesen Artikel?