Bei Röteln dauert es bis zu drei Wochen, bis sich erste Anzeichen der Krankheit zeigen.
Röteln •

Rubella: Was sind Röteln?

Röteln sind eine milde verlaufende Viruserkrankung. Zwei bis drei Wochen nach Infektion erscheint ein kleinfleckiger Hautausschlag, begleitet von grippeähnlichen Symptomen. Die Behandlung erfolgt rein symptomatisch und kümmert sich um die Linderung der Beschwerden. Gefährlich wird die an sich harmlose Kinderkrankheit, wenn sie während der Schwangerschaft auftritt. Dann drohen schwerwiegende Schädigungen des Embryos, die Fehl- und Totgeburten verursachen.

Wer ist der Erreger der Röteln?

Verursacht wird die Kinderkrankheit durch das Rötelnvirus (Rubellavirus). Der Mensch ist sein einziger Wirt, sodass eine Übertragung durch Tiere nicht möglich ist.

In welchem Alter und wie häufig treten Röteln auf?

Der Altersgipfel der Erkrankung liegt zwischen dem dritten und zehnten Lebensjahr. Ohne Impfung sind Infektionen in jedem Lebensalter möglich. 2018 wurden dem Robert-Koch-Institut (RKI) 58 Rötelnfälle gemeldet.

Wie werden Röteln übertragen?

Husten und Niesen setzen die in den Schleimhäuten sitzenden Viren in Sekrettröpfchen frei, die andere Personen einatmen. Über die oberen Atemwege gelangen die Erreger in die regionalen Lymphknoten, in denen sie sich vermehren.

Wie lange ist die Inkubationszeit?

Röteln halten sich lange im Hintergrund - es dauert zwei bis drei Wochen, bis sich die ersten Krankheitszeichen entwickeln.

Welche Symptome treten bei Röteln auf?

Röteln beginnen mit unspezifischen Anzeichen grippaler Infekte: Die Lymphknoten schwellen an, hinzu kommen leichtes Fieber, Husten und Schnupfen, häufig Bindehautentzündungen. 

Nach ein paar Tagen zeigen sich linsenförmige rosarote Flecken auf der Haut. Der Ausschlag breitet sich ausgehend vom Gesicht über den ganzen Körper aus. Im Gegensatz zu Masern bleiben die Flecken des Exanthems vereinzelt und fließen nicht zusammen.

Nach zwei bis drei Tagen geht der Hautausschlag zurück.

Wie lange ist ein Patient mit Röteln ansteckend?

Infektiös ist der Patient zwei bis vier Tage vor Erscheinen des Ausschlages und bleibt es, bis dieser verschwindet. Im Vergleich zu Masern und anderen Infektionskrankheiten des Kindesalters sind Röteln weniger ansteckend. 

Wie werden Röteln behandelt?

Normalerweise beeinträchtigen Röteln das Allgemeinbefinden nur wenig. Die Therapie mildert die auftretenden Beschwerden. Komplikationen machen eine eingehendere Versorgung notwendig.

Welche Komplikationen treten bei Röteln auf?

In der Hälfte der Fälle vergrößert sich vorübergehend die Milz (Splenomegalie). Weitere Beeinträchtigungen sind selten und treten vorwiegend bei Jugendlichen und Erwachsenen auf. Gelangen die Viren in großer Zahl ins Blut, rufen sie Entzündungen hervor, etwa in Mittelohr, Bronchien und Gelenken, vereinzelt in Herz oder Gehirn.

Wieso sind Röteln in der Schwangerschaft gefährlich?

Die an sich harmlose Kinderkrankheit ist wegen der Gefahr einer Rötelnembryopathie gefürchtet. Während der Schwangerschaft schädigen die Viren das ungeborene Kind. Fehlbildungen sorgen für eine hohe Rate an Spontanaborten und Frühgeburten. Daher sehen die Routineuntersuchungen im Mutterpass eine Überprüfung der Immunität vor.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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