Ist Bio gesünder? 3 Fakten über Biolebensmittel
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Ist Bio gesünder? 3 Fakten über Biolebensmittel

Die kurze Antwort auf die Frage, ob Bio gesünder ist als andere Lebensmittel, lautet nein. Allerdings können Biolebensmittel insgesamt zu einem gesünderen Lebensstil beitragen und bieten eine ganze Reihe guter Gründe, sie Produkten aus konventioneller Landwirtschaft vorzuziehen.

1. Bio ist nicht zwingend gesünder für Menschen

Betrachtet man Biolebensmittel losgelöst von ihrem ökologischen Kontext, sind sie nicht gesünder als andere Nahrungsmittel. Das heißt, Obst, Gemüse und tierische Produkte aus ökologischer Landwirtschaft enthalten die gleichen Mengen Nährstoffe wie die aus konventioneller Produktion. Allerdings kann Bio gesünder für Menschen sein, wenn sie dadurch bewusster mit ihrer Ernährung und den Produkten, die sie konsumieren, umgehen. Dies führt indirekt dazu, dass auch verstärkt auf eine gesunde Ernährung geachtet wird.

2. Ist Bio gesünder für die Tiere?

Wem das Tierwohl in der Landwirtschaft am Herzen liegt, ist mit Biolebensmitteln ebenfalls besser beraten. Da Ökobauern sich um eine möglichst artgerechte Haltung bemühen, ist Bio gesünder für die Tiere. Sie haben zum Beispiel mehr Platz als ihre Artgenossen aus konventioneller Landwirtschaft, haben Kontakt zu Artgenossen, bekommen Tageslicht ab und kommen an die frische Luft.

Das Futter der Kühe oder Schweine stammt in der Regel aus eigenem Anbau. Zudem sind die hygienischen Bedingungen in ökologischen Betrieben besser, sodass sich Krankheiten unter dem Viehbestand nicht so leicht ausbreiten können. In der Folge brauchen die Tiere nicht mit Antibiotika und anderen Medikamenten vorbeugend behandelt zu werden.

3. Bio ist besser für die Umwelt

Im Wesentlichen aber ist Bio besser für die Umwelt als konventionelle Landwirtschaft. Biobauern wechseln zum Beispiel auf ihren Äckern die Pflanzen, die sie anbauen, sodass der Boden fruchtbar bleibt. Monokulturen, bei denen jahrelang die gleichen Pflanzen in großer Menge angebaut werden, ziehen auf lange Sicht betrachtet die Nährstoffe aus der Erde. Das wiederum führt dazu, dass der Boden mit chemischen Düngern angereichert werden muss – und diese Chemikalien sickern schließlich ins Grundwasser und landen in den Gewässern. Diese Verkettung belastet das gesamte Ökosystem. Biolebensmittel kommen mit natürlichem Dünger wie Kompost oder Mist aus.

Des Weiteren bemühen sich Biobauern, die Pflanzengesundheit zu stärken, sodass sie keine Pestizide einsetzen müssen – die Schädlingsbekämpfung wird von Nützlingen übernommen, zum Beispiel Marienkäfern, die Blattläuse bekämpfen. Es gibt noch keine stichhaltigen wissenschaftlichen Belege dafür, ob mögliche Rückstände von Pestiziden und chemischen Düngern langfristig der Gesundheit schwer schaden. Dennoch: Wer auf Nummer sicher gehen will, sollte lieber Obst und Gemüse aus ökologischer Landwirtschaft bevorzugen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

SH
Autor/-in
Svenja Hauke
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