Auf dem Standesamt wird die Ehelizenz unterschrieben
Die Trauung

Trauung auf dem Standesamt

Nur wer standesamtlich heiratet, ist vor deutschem Gesetz offiziell verheiratet. Oftmals scheint eine Trauung auf dem Standesamt weniger romantisch als im großen Rahmen mit Gelübden der Ehepartner in einer prunkvollen Kiruche. Trotzdem haben Sie auch bei der standesamtlichen Trauung Raum für eigene Ideen. Im Vorgespräch können Sie mit dem Standesbeamten über persönliche Bezüge reden, die der Beamte oder die Beamtin in seine Trauung mit einfließen lassen kann. Eine Trauung auf dem Standesamt dauert circa 20 bis 30 Minuten.

Wann kann muss eine standesamtliche Trauung angemeldet werden?

Eine Trauung kann auf dem Standesamt frühestens sechs Monate vor der Eheschließung angemeldet werden. Dennoch gibt es die Möglichkeit schon früher mit dem zuständigen Standesbeamten zu sprechen, um einen möglichen Wunschtermin zu reservieren. 

Welches Standesamt ist zuständig? 

Die Anmeldung zur Eheschließung kann in jeder Stadt erfolgen, in der Sie oder Ihr Ehepartner einen Haupt- oder Nebenwohnsitz haben. Die eigentliche Trauung kann daraufhin jedoch in jedem Standesamt innerhalb Deutschlands stattfinden. Wichtig ist, dass Sie in einem solchen Falle bei der Anmeldung der Eheschließung bereits die Adresse des Standesamts, in welchem die Trauung vollzogen wird, weitergeben. So können alle notwendigen Unterlagen direkt zum gewünschten Standesamt gesendet werden. 

Welche Unterlagen benötigt man für die standesamtliche Trauung?

  • Gültigen Personalausweis oder Reisepass 
  • Beglaubigte Abschrift aus dem Geburtenregister (wenn die Trauung nicht am Geburtsort stattfindet)
  • Aufenthaltsbescheinigung (wenn ein Ehepartner nicht im Ort der Trauung gemeldet ist)
  • Zusätzlich müssen folgende Dokumente mitgebracht werden, wenn 
  1. ... einer der Ehepartner bereits verheiratet war - beglaubigte Abschrift aus dem Eheregister der Vorehe mit Auflösungsvermerk und Geburtsurkunde
  2. ... Kinder aus der Beziehung entstanden sind - Vaterschaftsanerkennung sowie Geburtsurkunde des Kindes / der Kinder
  3. ... ein Ehepartner verwitwet ist - Sterbeurkunde des Verstorbenen

Generell darf das Ausstellungsdatum der zusätzlich vorzulegenden Dokumente, nicht älter als sechs Monate sein. 

Mit welchen Kosten ist bei der standesamtlichen Trauung zu rechnen?

Das Standesamt ist neben dem offiziellen Akt der Eheschließung auch ein Kostenfaktor in der Hochzeitsplanung. Folgende Kosten fallen bei der Hochzeit auf dem Standesamt an: 

  • Kosten für Anmeldung der Eheschließung ca. 60 Euro 
  • Eheurkunde ca. 10 Euro - Geburtsurkunde ca. 10 Euro je Ehepartner
  • Stammbuch ca. 70-80 Euro 
  • Hinzu kommen in Einzelfällen Kosten für zusätzliche Dokumente (siehe oben) 

Wie ist der Ablauf einer standesamtlichen Trauung? 

Nach der Begrüßung und der Feststellung der Personalien der Braut sowie des Bräutigams durch den Personalausweis, folgt nach dem Betreten des Trauzimmers erneut eine offizielle Begrüßung des Brautpaares sowie der Gäste. Im Anschluss stellt der Standesbeamte einige Fragen zur Eheschließung. Auch der offizielle Ehenamen wird noch einmal genannt, etwaige Änderungen können so erneut festgestellt werden. Nachdem beide Partner die Frage nach der Eheschließung mit „Ja“ beantwortet haben, kann (nach Absprache) ein Ringwechsel folgen. Mit dem Jawort des Bräutigams sowie der Braut ist damit die offizielle Eheschließung besiegelt. Im Anschluss verliest der Standesbeamte oder die Standesbeamtin eine Niederschrift der Eheschließung, die daraufhin von den Ehepartnern (und wenn vorhanden) den Trauzeugen unterzeichnet wird. 

Sind Trauzeugen auf dem Standesamt Pflicht? 

Seit dem 1. Juli 1998 sind keine Zeugen zur Eheschließung in Deutschland mehr Vorschrift. Dennoch können zwei Zeugen nach § 1312 BGB benannt werden. 

Schmuck für das Standesamt

Oftmals wirken die Räumlichkeiten auf dem Standesamt kühl und formell. Von Haus aus werden die Räume auf den Standesämtern nicht für Hochzeiten geschmückt. Sprechen Sie mit Ihrem Standesbeamten eventuellen Blumenschmuck ab. Diesen muss jedoch selbst mitgebracht und möglicherweise nach der Trauung zeitnah wieder entfernt werden. Ebenfalls sollten Sie geplante Feierlichkeiten, wie das Werfen von Konfetti oder Blüten, mit dem zuständigen Amt absprechen. In zahlreichen Standesämtern sind unterdessen beispielsweise Heliumballons im Inneren verboten. 

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