Genau wissen, was drin ist, und nur natürliche Zutaten verwenden – das sind gute Gründe, sein Deo selber zu machen. Doch funktioniert das DIY-Deo genauso gut wie die Produkte aus der Drogerie? Und ist es auch garantiert unbedenklich? Das erfahren Sie im Folgenden.
Hitze und Schweiß: Diese Gefahren birgt die extreme Sonne und so können Sie sie ertragen •

Deo selber machen: Was Sie über DIY-Deo wissen müssen

Genau wissen, was drin ist, und nur natürliche Zutaten verwenden – das sind gute Gründe, sein Deo selber zu machen. Doch funktioniert das DIY-Deo genauso gut wie die Produkte aus der Drogerie? Und ist es auch garantiert unbedenklich? Das erfahren Sie im Folgenden.

Die richtigen Zutaten: Woraus macht man DIY-Deo?

Ein gutes selbstgemachtes Deo überdeckt Schweißgeruch nicht nur, sondern beugt ihm auch vor. Schweißgeruch entsteht, wenn Bakterien anfangen, die ausgeschwitzte Flüssigkeit zu zersetzen. Wenn man die Bakterien abtötet, kann der Schweiß nahezu geruchlos verdunsten. Aus diesem Grund enthalten Rezepte für DIY-Deos in der Regel Zutaten, die desinfizierend wirken. Dazu zählen zum Beispiel:

  • Natron
  • Alkohol (90 %)
  • Teebaumöl
  • Salbeiöl
  • Zitronenessenz

Außerdem dürfen hautpflegende Zutaten im Deo nicht fehlen. Dafür eignen sich:

  • Kokosöl
  • Sheabutter
  • Bienenwachs
  • Mandelöl

Die Wirkung eines DIY-Deos lässt sich außerdem verbessern, wenn Sie Inhaltsstoffe hinzufügen, die die Feuchtigkeit aufsaugen und zugleich die Konsistenz des Produkts verfestigen. So zum Beispiel:

  • Speisestärke 
  • Heilerde 
  • Rosa Tonerde 

Für einen angenehmen Duft sorgen schließlich ätherische Öle, zum Beispiel:

3 Rezepte für selbstgemachtes Deo

Sie haben Lust bekommen, Ihr Deo selbst herzustellen und zu testen, wie gut es funktioniert? Jetzt, wo Sie die Grundlagen kennen, probieren Sie doch eines der folgenden Rezepte aus:

1. Deo mit Natron und Kokosöl

Für das Natron-Kokosöl-Deo brauchen Sie:

  • 1 El Natron
  • 3 El Kokosöl
  • 1 Tl Speisestärke (z. B. Maisstärke)
  • 10 Tropfen Teebaumöl (oder ein anderes ätherisches Öl, z. B. Minzöl, Lavendelöl oder Eukalyptusöl)

Verrühren Sie die Zutaten gründlich mit einem Stabmixer, bis eine gleichmäßige, feste Creme entstanden ist. Fertig! Zur Aufbewahrung füllen Sie Ihr selbstgemachtes Deo am besten in einen Tiegel mit Schraubdeckel.

Alle Zutaten für Ihr selbstgemachtes Deo erhalten Sie im Reformhaus und in der Apotheke.

Alle Zutaten für Ihr selbstgemachtes Deo erhalten Sie im Reformhaus und in der Apotheke.

2. Luxus-Deo mit Mandelöl, Sheabutter und Tonerde

Wenn Sie Ihre Achseln verwöhnen wollen, können Sie mit diesem Rezept ein besonders pflegendes Deo selber machen. Auf dem Einkaufszettel stehen dafür:

  • 50 g Kokosöl
  • 35 g Sheabutter
  • 15 g Bienenwachsperlen
  • 8 g Mandelöl
  • 10 g rosa Tonerde
  • 7 g Natron
  • 5 g Pfeilwurzpulver
  • 5 Tropfen Grapefruitöl
  • 2 Tropfen Salbeiöl

Schmelzen Sie das Kokosöl und Bienenwachs in einer Schüssel im Wasserbad. Anschließend rühren Sie die Sheabutter und das Mandelöl unter. Im Anschluss darf die Masse etwas abkühlen.

Nun kommen die trockenen Zutaten – Tonerde, Pfeilwurzpulver und Natron – dazu. Rühren Sie das Gemisch gut durch. Geben Sie danach noch Grapefruit- und Salbeiöl hinzu und rühren erneut sorgfältig um.

Danach können Sie das DIY-Deo in passende Tiegel umfüllen. Lassen Sie es vor der ersten Anwendung 12 Stunden im Kühlschrank, damit es aushärten kann.

Sheabutter pflegt die Haut und duftet angenehm.

Sheabutter pflegt die Haut und duftet angenehm.

3. Flüssiges Deo mit Alkohol & Zitrone

Unterwegs ist Sprühdeo manchmal einfach praktischer als Deocreme. Für ein selbstgemachtes Deo-Spray benötigen Sie:

  • 100 ml destilliertes Wasser
  • 20 ml Alkohol (90%)
  • 4 El Rosmarinzweige
  • 10 Tropfen Hamamelisextrakt
  • 5 Tropfen Zitronenessenz

Kochen Sie aus dem Wasser und den Rosmarinzweigen einen Sud und lassen Sie ihn erkalten. Dann vermischen Sie den Sud mit dem Alkohol, der Zitronenessenz und dem Hamamelisextrakt und schon können Sie Ihr hausgemachtes Deo in eine Sprühflasche füllen.

Deo selber machen: Welche Vorteile hat das?

Der größte Vorteil bei selbstgemachtem Deo ist, dass Sie selbst bestimmen können, welche Zutaten Sie verwenden. So kommen DIY-Deos zum Beispiel ohne Mikroplastik oder Aluminiumsalze aus. Außerdem produzieren Sie auf diese Weise weniger Verpackungsmüll und schonen die Umwelt. Hausgemachte Kosmetikprodukte müssen außerdem nicht in Tierversuchen getestet werden.

Achtung! Worauf Sie bei DIY-Deo achten sollten

Damit Ihr DIY-Deo wirklich umweltfreundlich ist, müssen Sie allerdings sehr genau auf die Herkunft der Zutaten achten: Stammen sie aus kontrolliert ökologischem Anbau? Wurden sie fair gehandelt? Das kann am Anfang zeit- und kostenintensiv werden – wobei sich das nach einer Weile etwas relativiert, da Sie nicht so oft neues Deo kaufen müssen.

Vorsicht! Nicht jeder verträgt ätherische Öle, Natron, Stärke und Alkohol auf der Haut – es kann zu Hautirritationen kommen, manchmal auch erst nach mehreren Anwendungen. Stellen Sie daher zu Beginn nur kleine Mengen Ihres DIY-Deos her und testen Sie es ein paar Tage. Sollte Ihre Haut anfangen, sich zu röten, zu brennen oder zu jucken, sollten Sie Ihr selbstgemachtes Produkt wieder absetzen.

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