Safran (Crocus sativus) ist nicht nur ein Gewürz, das den Kuchenteig intensiv gelb färbt. Safran ist auch ein Heilmittel und stärkt unter anderem das Immunsystem. Hier erfahren Sie, wie Sie Safran für Ihre Gesundheit nutzen können.
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Heilpflanze Safran: Stärkt das Immunsystem

Safran (Crocus sativus) ist nicht nur ein Gewürz, das den Kuchenteig intensiv gelb färbt. Safran ist auch ein Heilmittel und stärkt unter anderem das Immunsystem. Hier erfahren Sie, wie Sie Safran für Ihre Gesundheit nutzen können.

Safran: echte Handarbeit

Safran bezeichnet die Fäden aus den Blütenkelchen der Krokuspflanze Crocus Sativus, die seit Jahrtausenden als Gewürz und Färbemittel genutzt werden. Schon der Name deutet auf die Färbewirkung der Pflanze hin, “za’faran” bedeutet im Arabischen “gelb sein”. Seit Beginn seiner kulturellen Nutzung hat Safran jedoch auch seinen Preis. Weil das Gewürz so mühsam zu gewinnen ist, kann ein Gramm der Blütenfäden bis zu 20 Euro kosten.

Die Krokuspflanzen werden vor allem in Afghanistan, im Iran und im Mittelmeerraum angebaut. Sie müssen von Hand gepflückt werden. Anschließend werden die Fäden aus der Blüte gezupft. Für ein Kilo Safran, das beim Trocknen noch einmal zusammenschrumpft, müssen Pflückerinnen mehrere Hunderttausend Krokusblüten sammeln.

Safran: Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Die positiven Wirkungen von Safran sind vor allem den sekundären Pflanzenstoffen, darunter Carotinoide, zuzuschreiben. Safran wirkt schmerzlindernd, entzündungshemmend und Immunsystem unterstützend. Zudem werden Safran antientzündliche Eigenschaften nachgesagt.

Safran: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

So kann sich Safran zum Beispiel positiv auf die Verdauung und auf das Immunsystem auswirken, den Kreislauf anregen und entkrampfend bei Menstruationsbeschwerden wirken. Die im Gewürz enthaltenen ätherischen Öle besitzen außerdem antibakterielle Eigenschaften und können so schädliche Mikroorganismen am Wachstum hindern.

Safran soll antidepressiv wirken

Auch eine antidepressive Wirkung wird Safran nachgesagt. Das im Safran enthaltene Safranal soll den Serotoninspiegel im Körper ansteigen lassen, während sich das ebenfalls enthaltene Crocin ausgleichend auf den Pegel der Hormone Dopamin und Noradrenalin auswirkt. Um den positiven Effekt von Safran auf die Stimmungslage zu nutzen, können Sie zu einer Tinktur greifen. Dreimal täglich 20 Tropfen mit etwas Wasser gemischt sollen stimmungsaufhellend wirken. Sprechen Sie die Anwendung zuvor aber mit einem Arzt ab.

Safran kann den Magen beruhigen

Ein Tee mit Safran kann helfen, den Magen zu beruhigen. Gegen Übelkeit und Erbrechen geben Sie jeweils einen Teelöffel getrocknete Pfefferminzblätter, Fenchel und Zitronenmelisse in einen Teebeutel und ergänzen die Mischung mit drei Safranfäden.

Zu den in verschiedenen Studien medizinisch erforschten Wirkungsbereichen von Safran kommt zudem eine psychologische Komponente. Durch seinen Duft, seinen Geschmack, die warme, strahlende Farbe und nicht zuletzt durch den Preis, der Luxus impliziert, kann der Verzehr eines mit Safran gewürzten Gerichts bereits dazu beitragen, die Stimmung und das allgemeine körperliche Wohlbefinden leicht zu verbessern.

Safran: Nebenwirkungen

Nicht nur aufgrund des hohen Preises sollten Sie mit Safran sparsam umgehen. Denn in hohen Dosen ist das Gewürz giftig. Wenn Sie mehr als 20 Gramm an einem Tag zu sich nehmen, kann es zu Lähmungserscheinungen und sogar zum Herzstillstand kommen. Zudem besteht bei einer Schwangerschaft das Risiko einer Fehlgeburt. 

Safranmengen von bis zu 1,5 Gramm täglich, wie sie in der Küche verwendet werden, sind jedoch völlig unbedenklich. Um ein Risotto oder eine Pfanne Paella zu verfeinern, genügt bereits eine Messerspitze – das ist nicht mehr als ein Viertel Gramm.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Christopher Kiel
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