Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) wirkt krampflösend, entspannend, verdauungsfördernd und antibakteriell. Die Heilpflanze ist daher ideal gegen Blähungen. Doch auch bei Menstruationsbeschwerden ist Kreuzkümmel ein guter Helfer.
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Heilpflanze Kreuzkümmel: Beugt Blähungen vor

Kreuzkümmel (Cuminum cyminum) wirkt krampflösend, entspannend, verdauungsfördernd und antibakteriell. Die Heilpflanze ist daher ideal gegen Blähungen. Doch auch bei Menstruationsbeschwerden ist Kreuzkümmel ein guter Helfer.

Kreuzkümmel und Wiesenkümmel: der Unterschied

Kreuzkümmel besteht aus den getrockneten Samenkörnern der Kümmelpflanze, die zur Familie der Doldenblütler zählt. Das verbindet ihn auch mit dem in Deutschland heimischen Kümmel, dem sogenannten Wiesenkümmel. Allerdings stammen die Pflanzen trotz der Namensähnlichkeit nicht voneinander ab und gehören auch nicht derselben Gattung an. Beide Kümmelsorten unterscheiden sich geschmacklich eindeutig: Kreuzkümmel verleiht Speisen einen intensiven und bitter-scharfen Geschmack. Der Wiesenkümmel sorgt hingegen für eine sanftere, würzigere Note.

Kreuzkümmel: Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Während Wiesenkümmel im europäischen Raum seit Jahrhunderten zum Verfeinern von schwer verdaulichen Gerichten wie Sauerkraut, Brot oder Hülsenfrüchten eingesetzt wird, gehört der Kreuzkümmel zu den überaus beliebten Gewürzen im arabischen und asiatischen Raum. Hier findet man ihn zum Beispiel in der Falafel.

Kreuzkümmel gehört ebenso zu den Heilpflanzen wie der Wiesenkümmel. In ihrer heilenden Wirkung unterscheiden sie sich nicht. Verantwortlich dafür sind die wertvollen ätherischen Öle, die beide Pflanzen enthalten.

Kreuzkümmel: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

Die heilende Wirkung des Kreuzkümmels steckt in seinen Samen. Die darin enthaltenen ätherischen Öle können:

  • den Appetit anregen.
  • den Stoffwechsel ankurbeln.
  • die Produktion der verdauungsrelevanten Gallen- und Magensäfte fördern.
  • krampflösend wirken.
  • eine antibakterielle Wirkung haben.
  • den Genesungsprozess bei Husten oder Atemwegserkrankungen vorantreiben.

Kreuzkümmel gegen Magen-Darm-Beschwerden

Um körperliche Beschwerden zu lindern, wird Kreuzkümmel in der Regel als Tee getrunken oder als Öl auf die Haut gerieben. Die heilende Wirkung von Kreuzkümmel-Tee bei Beschwerden im Magen-Darm-Trakt ist nicht zu unterschätzen. Das Getränk hilft bei:

  • Appetitlosigkeit
  • Blähungen
  • Völlegefühl
  • Darmkoliken
  • Magenkrämpfe
  • Reizmagen
  • Gallenbeschwerden
  • Krampfbedingte Menstruationsbeschwerden

Kreuzkümmel-Tee zubereiten

Für einen Kreuzkümmel-Tee übergießen Sie ein bis zwei Teelöffel leicht zerstoßene Kreuzkümmelsamen mit 250 ml kochendem Wasser. Der Tee sollte zehn Minuten ziehen. Kreuzkümmel und Wiesenkümmel unterscheidet sich nicht in der Wirkung. Beide helfen bei Verdauungsbeschwerden.

Kreuzkümmel fördert die Verdauung

Um Verdauungsbeschwerden wie Blähungen vorzubeugen, kann Kreuzkümmel als Gewürz in schwer verdauliche Speisen gegeben werden. Manch einer hat sogar immer ein paar Samen Kreuzkümmel dabei, um sie bei Bedarf zu zerkauen und Völlegefühl zu lindern.

Auch bei anderen Beschwerden und in anderer Darreichungsform hat sich Kreuzkümmel bewährt.

  • Kreuzkümmel-Tinktur:Klarer Schnaps in Kombination mit Kreuzkümmelsamen hilft bei Verdauungsproblemen.
  • Ätherisches Öl:Vertreibt als Badezusatz in einem Vollbad die Müdigkeit.
  • Kreuzkümmelwein:Weißwein vermischt mit Kreuzkümmelsamen hilft aufgekocht und gefiltert bei Fettverdauungsstörungen.
  • Kreuzkümmelsamen:Das Kauen der puren Samen bekämpft Mundgeruch.

Kreuzkümmel: Nebenwirkungen

Bei anhaltenden oder starken Beschwerden sollten Sie sich allerdings nicht ausschließlich auf die Heilpflanze verlassen, sondern zur Abklärung Ihren Hausarzt aufsuchen. In der Schwangerschaft und Stillzeit sollte Kümmel erst nach Absprache mit dem Arzt zur Anwendung kommen.

Kümmel sollte nicht in großen Mengen und über einen längeren Zeitraum hinweg eingenommen werden, da die ätherischen Öle auf die Leber- und Nierenfunktion einwirken können.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Svenja Hauke
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