Das Öl der Bergamotte (Citrus bergamia) wird aus der Schale der Zitrusfrüchte gewonnen. Teefreunde kennen das Aroma der Bergamotte aus Earl-Grey-Teemischungen. Darüber hinaus wird dem ätherischen Öl aber auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es hilft bei Erschöpfung, Ängsten und Schlaflosigkeit.
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Heilpflanze Bergamotte: Löst Ängste und hebt die Stimmung

Das Öl der Bergamotte (Citrus bergamia) wird aus der Schale der Zitrusfrüchte gewonnen. Teefreunde kennen das Aroma der Bergamotte aus Earl-Grey-Teemischungen. Darüber hinaus wird dem ätherischen Öl aber auch eine gesundheitsfördernde Wirkung nachgesagt. Es hilft bei Erschöpfung, Ängsten und Schlaflosigkeit.

Bergamotte: Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Die Bergamotte ist nicht zum Verzehr geeignet. Zu sauer schmeckt das grünliche, schwer von der Schale zu lösende und fast kernlose Fruchtfleisch. Begehrt ist hingegen das ätherische Öl der Bergamotte. Es findet in der Aromatherapie Anwendung, kommt aber auch in der Lebensmittelindustrie zum Einsatz – etwa in schwarzem Tee (Earl-Grey) oder als Zusatz in Konfitüren. Auch für die Hautpflege ist es geeinget.

Bergamotte: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

Das ätherische Öl der Bergamotte wird gern in der Aromatherapie verwendet, um Ängste zu lösen und die Stimmung aufzuhellen. Der zitronige Duft entspannt die Nerven und wirkt bei Stimmungsschwankungen ausgleichend. Insofern kann eine Duftlampe mit ein paar Tropfen Bergamotteöl bei Stress eine beruhigende Wirkung haben und Menschen, die unter Schlaflosigkeit leiden, helfen.

Bergamotte in der Duftlampe hilft gegen Unruhe

Das Bergamotteöl kann überdies die Wirkung anderer ätherischer Öle verstärken. So wirkt es etwa mit ein paar Tropfen Lavendel– und Neroliöl zusammen noch besser gegen Nervosität und innere Unruhe. Ärger und Druck lassen sich mit Römischer Kamille, Bergamotte und süßer Orange vertreiben. Wer zum Grübeln oder Grollen neigt, fühlt sich möglicherweise durch die Duftmischung aus Römischer Kamille, Bergamotte und Strohblumenöl besser.

Die innere Anwendung von Bergamotte

Zur inneren Anwendung empfiehlt es sich, etwa zwei Tropfen Bergamotteöl mit einem Teelöffel Honig zu vermischen und in einem Becher lauwarmem Kräutertee oder einem Glas lauwarmem Wasser aufzulösen. Die Mischung können Sie bis zu zweimal am Tag trinken, um zum Beispiel Blähungen zu lindern, Bauchkrämpfe zu lösen oder die Verdauung zu unterstützen. Die Wirkung des ätherischen Bergamotteöls ist außerdem entzündungshemmend: Es eignet sich daher gut als Gurgellösung gegen Halsschmerzen und Entzündungen im Mundbereich.

Bergamotteöl unterstützt die Hautfunktion

Das ätherische Bergamotteöl sollten Sie stets verdünnen, wenn Sie es auf der Haut anwenden wollen. Auf 20 bis 30 Milliliter Trägeröl kommt ein Tropfen Bergamotteöl; als Trägeröle sind unter anderem Olivenöl, Traubenkernöl, Mandelöl oder Walnussöl geeignet. Die antibakterielle Wirkung der Bergamotte lindert Hautbeschwerden:

  • Abszesse
  • Ekzeme
  • Furunkel
  • Pickel
  • Psoriasis

Außerdem hilft das Naturheilmittel gegen Akne und fettige Haut, wenn Sie einen Tropfen davon in Wasser auflösen und das Gesicht damit reinigen. Für wohltuende Massagen ist es ebenfalls bestens geeignet, zumal sich die hautpflegende Wirkung und der positive Effekt des Duftes auf die Stimmung gut ergänzen.

Bergamotte: Nebenwirkungen

Wenn Sie Bergamotteöl auf die Haut auftragen, sollten Sie die entsprechenden Hautpartien 72 Stunden lang nicht dem Sonnenlicht aussetzen und auch nicht ins Solarium gehen. Die Zitrusfrucht erhöht die Lichtempfindlichkeit der Haut und kann sie anfälliger für Sonnenbrand und andere Hautschäden durch Sonnenlicht machen.

Bergamotteöl nicht unverdünnt anwenden

Auch ist dringend davon abzuraten, das Öl unverdünnt aufzutragen, da es pur stark hautreizend wirkt. Testen Sie verdünntes Bergamotteöl zuerst an einer kleinen, verdeckten Hautstelle. Wenn sich Unverträglichkeitssymptome oder allergische Reaktionen zeigen, sehen Sie von der Anwendung ab.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Gisèle Schneider
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