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Bärentraubenblätter: Wogegen das Heilkraut helfen kann

In der Bärentraube, Arctostaphylus uva-ursi, schlummert eine erstaunliche Heilkraft. Bärentraubenblätter können vor allem bei der Heilung von Harnwegsinfektionen unterstützend wirken. Wie das Heilkraut wirkt – und wann Sie es lieber nicht einnehmen sollten.

Bärentraubenblätter: Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Die Bärentraube ist ein immergrüner Zierstrauch. In ihren Blättern stecken einige wertvolle Heilstoffe. Zu den wichtigsten zählen der Pflanzenstoff Arbutin, Gerbstoffe und Flavonoide. Insbesondere Arbutin und die Gerbstoffe haben eine desinfizierende und antibakterielle Wirkung.

Bärentraubenblätter helfen, eine unkomplizierte Blasenentzündung zu bekämpfen. Sie kommen zum Einsatz in Form von:

  • Tee
  • Kapseln
  • Dragees
  • Tropfen
  • Tabletten

Bärentraubenblätter: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

Eine Infektion der Harnwege oder der Blase entsteht in den meisten Fällen, wenn Bakterien aus der Analregion die Harnröhre hinaufwandern, sich in den Schleimhäuten einnisten und dort vermehren. Auf das Eindringen der Bakterien reagiert der Körper mit Entzündungen – er schickt Immunzellen zu der infizierten Körperregion, die die Bakterien abtöten sollen. Bärentraubenblätter helfen dem Körper bei diesem Abwehrkampf, indem sie die angegriffenen Schleimhäute desinfizieren und so das Wachstum der Krankheitserreger bremsen.

Als Tee getrunken spülen die Wirkstoffe die Nieren durch, durchlaufen die Blase und werden über die Harnröhre wieder ausgeschieden. Auf diesem Weg durchströmen die Extrakte der Bärentraubenblätter die entzündeten Regionen und entfalten ihre antibakterielle Wirkung.

Bei einer Blasenentzündung viel trinken

Damit Ihnen das Heilkraut bei einer Harnwegsentzündung oder einer Blasenentzündung effektiv helfen kann und sich die Bakterien nicht weiter ausbreiten, müssen Sie die Bärentraubenblätter bereits bei den ersten Symptomen einer solchen Erkrankung zu sich nehmen. Achten Sie darauf, bei einer Entzündung der Harnwege ausreichend zu trinken. Das spült die Harnwege und transportiert Bakterien mit dem Urin heraus. Neben Tee ist Bärentraubenblätterextrakt auch in Kapselform in der Apotheke erhältlich. Der Vorteil: Sie sind hochdosiert und man hat nicht den bitteren Geschmack des Tees.

Bärentraubenblätter: Nebenwirkungen

Die Behandlung mit Bärentraubenblättern ist nur bei sehr leichten Symptomen einer Blasenentzündung empfehlenswert. Bessern sich die Beschwerden innerhalb der nächsten drei Tage nicht oder nehmen sie gar zu, sollten Sie immer einen Arzt aufsuchen. Blut im Urin, starke Schmerzen, Fieber und ein Ziehen in den Flanken (Nieren) sind Warnzeichen, dass sich die Blasenentzündung bereits in Richtung Nieren ausgebreitet hat. Dann kommen Sie ohne ein Antibiotikum nicht weiter. Sonst droht eine Nierenbeckenentzündung. Im schlimmsten Fall nimmt das Nierengewebe Schaden.   

Bärentraube nur eine Woche einnehmen

Als Genussmittel zwischendurch eignet sich die Bärentraube nicht. Übermäßig konsumiert kann ein Abbauprodukt des Arbutin – das Hydrochinon – die Leber schädigen. Länger als eine Woche am Stück und öfter als fünf Mal im Jahr sollte die Heilpflanze daher nicht zum Einsatz kommen. Während der Anwendung kann sich der Urin leicht grünlich verfärben, dies ist aber unbedenklich. Kinder unter zwölf Jahren, Stillende und Schwangere sollten Bärentraubenblätter prinzipiell nicht einnehmen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Svenja Hauke
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