Heilpflanzen für das Immunsystem: 3 Tees lindern Erkältungsbeschwerden
(0)

Heilpflanzen für das Immunsystem: 3 Tees lindern Erkältungsbeschwerden

Sie möchten Ihr Immunsystem stärken und Erkältungsbeschwerden lindern? Drei Heilpflanzentees können Ihnen dabei helfen, Ihre Abwehrkräfte zu unterstützen. Wie Ingwer, Salbei und Hagebutte den körpereigenen Schutzschild kräftigen.

Heilpflanzen für das Immunsystem: Ingwer wirkt antibaktieriell

Ingwer ist reich an ätherischen Ölen, darunter Curcumen, Zingiberen und beta-Eudesmol. Zu den Scharfstoffen, die in der Heilpflanze Ingwer enthalten sind, gehören Gingerole und Shogaole. Die Kombination aus ätherischen Ölen und Scharfstoffen ist eine echte Geheimwaffe gegen Erkältungsbeschwerden. Sie können Schmerzen lindern, Entzündungen hemmen, den Körper wärmen und die Durchblutung fördern. Sogar gegen Reiseübelkeit und Verdauungsbeschwerden hilft Ingwer. 

Struktur ähnelt ASS

Die Struktur der Gingerole ähnelt der Zusammensetzung der Acetylsalicylsäure (ASS), dem Hauptbestandteil von Aspirin. Dieser Wirkstoff lindert Schmerzen und wirkt entzündungshemmend. 

Ingwertee lindert Erkältungsbeschwerden

Viele schwören auf Ingwer-Tee, um Erkältungssymptome zu lindern. Geben Sie einige Scheiben Ingwer oder etwas geriebenen Inger in eine Tasse und übergießen Sie die Wurzel mit heißem Wasser. Je länger Sie den Tee ziehen lassen, desto schärfer wird er. 

Inwiefern Ingwer Erkältungen vorbeugen kann, ist wissenschaftlich noch nicht abschließend erforscht. Bekannt aber ist: Trinken Sie in der kalten Jahreszeit und bei trockener Heizungsluft ausreichend - sei es Ingwertee oder ein anderer Heilpflanzentee - halten Sie Ihre Schleimhäute feucht. Das stärkt deren natürliche Abwehr und Erkältungserreger haben es schwerer, sich festzusetzen.

Ingwer erhöht das Blutungsrisiko

Es ist nicht auszuschließen, dass Ingwer das Blutungsrisiko erhöht. Wer Blutverdünner einnehmen muss oder ein erhöhtes Blutungsrisiko hat, sollte Ingwer nicht ohne Absprache mit seinem Arzt anwenden. Ingwer kann zudem Wehen auslösen.

Heilpflanzen für das Immunsystem: Hagebutte ist reich an Vitamin C

Die Hagebutte enthält mit rund 1250 Milligramm pro 100 Gramm weit mehr Vitamin C als jede Zitrusfrucht. Da Vitamin C wichtig für verschiedene Immunfunktionen des Körpers ist, kann die Hagebutte Ihre Abwehrkräfte gut unterstützen. Zudem enthalten Hagebutten Flavonoide, B-Vitamine sowie Vitamin A und ätherische Öle. Zudem wird der Hagebutte eine entzündungshemmende Wirkung nachgesagt. 

Hagebuttentee zubereiten

Sie können getrocknete Hagebutten kaufen oder die Früchte ab September selbst pflücken, entkernen und trocknen. Überbrühen Sie einen Teelöffel der getrockneten Hagebutten mit heißem Wasser und lassen Sie den Tee zehn Minuten ziehen. Tipp: Da Hagebuttentee sauer schmeckt, können Sie einen Teelöffel Honig hinzugeben, wenn der Tee etwas abgekühlt ist. Honig sorgt nicht nur für Süße. Er wirkt leicht desinfizierend, hustenreizlindernd und legt sich wie ein schützender Film über trockene, gereizte Schleimhäute. 

Achtung: Hagebutten sind nicht zum rohen Verzehr geeignet. 

Heilpflanzen für das Immunsystem: Salbei wirkt desinfizierend

Salbeiblätter enthalten ätherische Öle. In Salbeiöl sind unter anderem die Wirkstoffe Thujon und Kampfer enthalten, außerdem Lamiaceengerbstoffe, Flavonoide und Ursolsäure. Diese Wirkstoffkombination ist antibakteriell, antiviral und leicht desinfizierend. Salbei kann einer Erkältung somit nicht nur vorbeugen, sondern Erkältungsbeschwerden auch lindern. Bei Halsschmerzen, Husten, Heiserkeit und Schnupfen kann Salbei als Tee aufgebrüht entweder getrunken oder inhaliert werden. Für unterwegs können Sie frische Salbeiblätter kauen.

Salbeitee zubereiten

Für die Zubereitung von Salbeitee übergießen Sie einen Teelöffel Salbeiblätter mit heißem Wasser. Lassen Sie den Tee 10 bis 15 Minuten ziehen. Sie können zusätzlich etwas Ingwer in die Tasse geben und den Tee mit etwas Honig abrunden. 

Tipp: Nicht nur als Mittel gegen Erkältung ist Salbei einsetzbar. Auch bei leichten Verdauungsproblemen, Blähungen und Krämpfen kann Salbei hilfreich sein. In höherer Dosierung soll Salbei sogar gegen starkes Schwitzen helfen.

Vergiftungserscheinungen möglich!

Wird das Kraut in zu hoher Konzentration über einen längeren Zeitraum hinweg verwendet, kann das enthaltene Thujon zu Vergiftungserscheinungen führen. Für Schwangere, Stillende und Kleinkinder ist Salbei nicht geeignet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

A L
Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
Wie finden Sie diesen Artikel?