Heilpflanze Melisse: Hilft gegen Herpes
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Heilpflanze Melisse: Hilft gegen Herpes

Die Melisse (Zitronenmelisse, Melissa officinalis) wirkt antiviral, wundheilend und immunstimulierend. Sie wird unter anderem bei Herpes angewendet, hat eine ausgleichende Wirkung auf das Nervensystem und unterstützt die Verdauung.

Melisse: Inhaltsstoffe der Heilpflanze

Melissenblätter sind reich an ätherischem Öl, das sich unter anderem aus den Substanzen Citral, Geraniol, Citronellal, Neral und Linalool usammensetzt. Sie sorgen für den zitronigen Geruch. Des Weiteren finden sich in Melisse Rosmarinsäure, Flavonoide, Urolsäure sowie Eugenolglykosid. Besonders die ätherischen Öle der Melisse sind für die positive Wirkung der Heilpflanze verantwortlich.

Melisse: Anwendung und Wirkung der Heilpflanze

Melissenblätter kommen frisch oder getrocknet zur Anwendung. Bei vielen wächst Melisse im Garten oder auf dem Balkon. Da sind die Blätter schnell gepflückt und voller Wirkstoffe. Aber auch getrocknete Melisse entfaltet ihre heilende Wirkung. In konzentrierter Form finden sich die Wirkstoffe der Melisse in Melissenöl oder speziellen Melissepräparaten aus der Apotheke.

Melisse hilft gegen Herpes

Melissenöl hat sich vor allem bei Herpes bewährt. Wie Studien zeigen konnten, sorgen die Wirkstoffe in der Heilpflanze Melisse dafür, dass sich die schmerzhaften Bläschen nicht so stark ausbilden. Hautärzte raten, Melissenöl bei dem ersten Kribbeln am Mund aufzutragen und die Behandlung drei Mal am Tag duchzuführen. Dann könne Herpes vorgebeugt beziehungsweise die Heilung beschleunigt werden. Hierfür etwas verdünntes Melissenöl auf ein Wattestäbchen geben und das Öl vorsichtig auf die betroffene Stelle tupfen. Melissenöl sowie Cremes mit Melissenöl bekommen Sie in der Apotheke.

Gehen Sie mit Herpes zum Arzt, wennsich die Herpesbläschen stark ausbreiten, Schmerzen und Fieber hinzukommen, die Bläschen nicht abheilen oder am Auge auftreten.

Heilpflanze Melisse: innere und äußere Anwendung

Des Weiteren kommt Melisse bei folgenden Beschwerden zum Einsatz:

Innerlich:

  • Einschlafschwierigkeiten
  • Stress und überreizte Nerven
  • Verdauungsbeschwerden wie Blähungen und Völlegefühl
  • Magenschleimhautentzündung
  • Harnwegsentzündungen
  • Menstruationsbeschwerden

Äußerlich:

  • Herpes
  • Kopfschmerzen
  • Gelenbeschwerden

Melissentee zubereiten

Um einen Melissentee für die innere Anwendung zuzubereiten, überbrühen Sie zwei Teelöffel getrockenete oder frische Melissenblätter mit 300 Milliliter heißem Wasser und lassen die Heilpflanze 10 bis 15 Minuten ziehen. Sie können den Sud auch inhalieren oder in das Badewasser geben.

Melisse: Nebenwirkungen

Für Melisse gilt, wie auch bei anderen Heilpflanzen auch, dass sie nur für einen begrenzten Zeitraum Anwendung finden sollte - vor allem, wenn Melisse in konzentrierter Form zum Einsatz kommt. Da ätherische Öle pur angewendet stark hautreizend sind, sollten sie immer verdünnt werden. Bei Fragen zur Anwendung von Melisse wenden Sie sich an Ihren Arzt oder Apotheker.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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