Im Schwimmbad und in Saunen schützen Badeschuhe vor Warzenviren.
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Warzen vorbeugen: Badelatschen schützen die Füße

Warzenviren werden nicht nur über Hautkontakt weitergegeben. Auch an Gegenständen wie Handtüchern sind sie zu finden – ebenso in Schwimmbädern, Saunen und Turnhallen. Mit ein paar Schutzmaßnahmen reduzieren Sie Ihr Ansteckungsrisiko. Wie Sie Warzen vorbeugen.

Nicht jeder HPV-Kontakt führt zur Warzenbildung

Die meisten Warzen entstehen aufgrund einer Infektion mit humanen Papillomaviren (HPV). Mit Warzenviren kann man überall in Kontakt kommen. Häufig werden sie von Mensch zu Mensch übertragen, etwa über Händeschütteln. Doch auch in der Umwelt sind die Erreger zu finden: an Türklingen, Handtüchern oder Umkleidekabinen. Nicht jeder Kontakt mit den Viren führt automatisch zur Warzenbildung. Meist ist das Immunsystem stark genug und bekämpft die Erreger.

Humane Papillomaviren: gestörte Hautbarriere ist Eintrittspforte

Ist das Immunsystem geschwächt oder die Hautbarriere gestört, dringen die Viren in die Haut ein. Dort vermehren sie sich und regen die Haut zum Zellwachstum an. Feuchte, aufgequollene Haut zum Beispiel erleichtert es den Viren einzudringen. Auch kleine Verletzungen bieten den Viren eine Eintrittspforte. Das ist der Grund, warum bei Neurodermitis-Patienten das Warzen-Risiko erhöht ist. Rauchen und Diabetes mellitus erhöhen das Warzen-Risiko ebenso.

Warzen vorbeugen: Sieben Tipps senken Ihr Warzen-Risiko

Sie können einiges tun, um Ihr Warzen-Risiko zu senken:

1. Stärken Sie Ihr Immunsystem. Achten Sie auf eine gesunde und ausgewogene Ernährung mit viel frischem Gemüse und Obst. Auch die Eiweißzufuhr sollte passen – 1,5 bis 2 Gramm je Kilogramm Körpergewicht pro Tag – denn Eiweiß ist wichtig für das Immunsystem. Regelmäßige Bewegung versorgt den Körper mit Sauerstoff, regt das Herz-Kreislauf-System an und stärkt die Körpereigene Abwehr. Genügend Schlaf und Pausen im Alltag sind ebenfalls wichtig.

2. Sind Sie in Schwimmbädern, Saunen, Duschen in Turnhallen und Hotelzimmern unterwegs, tragen Sie Badeschuhe. So vermeiden Sie, dass die Viren auf Ihre Füße gelangen. Reinigen Sie Ihre Füße gründlich. Haben Sie Warzen, kleben Sie diese mit einem wasserfesten Pflaster ab oder tragen Sie Schuhe beziehungsweise Socken.

3. Trocknen Sie nach dem Duschen Ihre Füße immer gründlich ab. Feuchte Haut quillt auf und die Warzenviren haben es leichter einzudringen. Auch atmungsaktives Schuhwerk und Baumwollsocken helfen, die Füße trocken zu halten.

4. Trockene, rissige Haut bietet Warzenviren ebenfalls ein Schlupfloch. Cremen Sie Ihre Haut regelmäßig ein. Das hält sie geschmeidig und beugt Trockenheit vor.

5. Haben Sie wechselnde Sexualpartner, verwenden Sie immer ein Kondom, um Feigwarzen vorzubeugen. Gegen Feigwarzen und gegen die Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18, die das Risiko für Gebärmutterhalskrebs erhöhen, gibt es eine Impfung. Ein Informationsblatt mit den wichtigsten Fakten können Sie hier.

6. Haben Sie oder ein Familienmitglied Warzen, nutzen Sie immer getrennte Handtücher. Auch Rasierapparate sollten nicht gemeinsam verwendet werden. Handtücher, aber auch Kleidungsstücke, die mit der Warze in Berührung kommen, etwa Socken oder Unterwäsche, immer bei mindestens 60 Grad waschen.

7. Nach der Behandlung der Warze immer grünlich die Hände waschen und desinfizieren. So vermeiden Sie, die Viren zu verteilen. Und: Kratzen Sie nicht an den Warzen.

Diese Maßnahmen helfen, das Ansteckungsrisiko zu senken. Wie effektiv diese Maßnahmen sind, um Warzen vorzubeugen, wurde in Studien bislang nicht untersucht. Da HP-Viren ansteckend sind, ist ein vollständiger Schutz schwierig. Ein Trost aber ist: Warzen sind fast immer harmlos. 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Ann-Kathrin Landzettel
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