Hanföl - Alles wichtige zu dem aus Nutzhanf gewonnenen Pflanzenöl
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Hanföl - Alles wichtige zu dem aus Nutzhanf gewonnenen Pflanzenöl

Hanf (Cannabis sativa) hat seinen schmuddeligen Ruf als Drogenpflanze längst abgeschüttelt - nun treten seine positiven Eigenschaften in den Vordergrund. Tatsächlich können nahezu alle Bestandteile des vielfältigen Gewächses genutzt werden. Aus den Fasern lassen sich Seile und Korbmöbel herstellen, die speziellen Inhaltsstoffe leisten in der Pharmazeutik wertvolle Dienste und die unterschiedlichen Öle können in Speisen und Kosmetika eingesetzt werden. Doch was genau macht das Öl so wertvoll und wie kann es angewendet werden? Wenn Sie diese und andere Fragen interessieren, lesen Sie weiter.

Wie wird Hanföl gewonnen?

Es existieren zwei Sorten Hanföl: Das einfache Hanföl aus den Samen sowie das ätherische Hanföl, das aus Blättern und Blüten destilliert wird. Letzteres wird durch das Einleiten von Wasserdampf zwischen die Pflanzenteile von diesen getrennt und ist ausgesprochen selten. Es wird zur Aromatisierung von Schokolade, Bier, Tee und Bonbons genutzt.
Wesentlich üblicher ist die Nutzung des Öls aus Hanfsamen. Dazu werden die reifen Samen behutsam geerntet und geschält. Als Nächstes werden sie mithilfe einer Ölmühle gepresst und das Öl anschließend gefiltert, wobei die kalte Pressung dafür sorgt, dass die empfindlichen Bestandteile keinen Schaden nehmen.

Welche Nährstoffe hat Hanföl?

Bei Hanföl handelt es sich um ein sogenanntes fettes Öl, in Unterscheidung zu ätherischen Ölen. Es besteht zu etwa 70 % aus unterschiedlichen Triglyceriden, die ein homogenes Gemisch bilden. Weitere Bestandteile sind verschiedene Vitamine, Carotinoide, Chlorophyll, Phytosterine und Tocopherol. Nennenswerte Mengen Tetrahydrocannabinol sind nicht enthalten, weshalb es keine berauschende Wirkung entfaltet. Ernährungsphysiologisch interessant sind insbesondere die ungesättigten Fettsäuren, die in ungewöhnlich großer Menge enthalten sind. Zu ihnen zählen Stearidonsäure, Alpha-Linolensäure, Linolsäure (Omega-n-Fettsäuren) und Gamma-Linolensäure (eine Omega-6-Fettsäure). Letztere ist vor allem deshalb bedeutsam, da sie sonst nur selten vorkommt. Die enthaltenen Omega-n-Fettsäuren wiederum sind für den menschlichen Körper essenziell, er kann sie also nicht selbst produzieren. Ungesättigte Fettsäuren werden für die korrekte Funktion menschlicher Zellwände ebenso benötigt wie für das Gehirn.

Hanföl kann als leckere Zutat für zahlreiche Gerichte verwendet werden - beispielsweise für ein Salatdressing.

Hanföl kann als leckere Zutat für zahlreiche Gerichte verwendet werden - beispielsweise für ein Salatdressing.

Wozu kann Hanföl angewendet werden?

Hanföl weist einen nussigen, leicht grün-krautigen Geschmack auf. Es kann sehr divers in der Küche eingesetzt werden, beispielsweise in Dressings oder Marinaden sowie Soßen und Aufstrichen. Auch Suppen mit dem würzigen Öl werden geschätzt. Besonders häufig findet es als Bestandteil von Salaten Verwendung. Es kann auch gut erwärmt werden, beispielsweise zum Dünsten. Hanföl sollte jedoch keinesfalls zum Frittieren oder Braten genutzt werden, da es über einen niedrigen Rauchpunkt von ca. 165° C verfügt. Bei höheren Temperaturen verändern sich Geschmack und Bestandteile in zumeist unerwünschter Weise. 

Wo kann Hanföl gekauft werden?

Hanföl ist weit verbreitet und kann daher an vielen Stellen erworben werden, darunter gut ausgestattete Drogerie- und Supermärkte und Reformhäuser. Auch einige Onlinehändler bieten das beliebte Öl an. Beim Einkauf sollte auf Bio-Qualität geachtet werden, um Rückstände, beispielsweise von Pestiziden, zu vermeiden.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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