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Schnarchen: Operation als Hilfe gegen den nächtlichen Lärm

Schnarchen ist für die Betroffenen – und ihre Partner – oft sehr lästig. In welchen Fällen kann eine Operation gegen das  Schnarchen helfen? Und welche Möglichkeiten und Risiken bestehen bei einem operativen Eingriff? Antworten darauf gibt es hier.

Wann ist eine Operation gegen Schnarchen empfehlenswert?

In der Regel ist Schnarchen nicht gesundheitsgefährdend. Die nächtlichen Geräusche können allerdings den Schlaf stark beeinträchtigend und sich unter anderem belastend auf die Beziehung auswirken. In der Regel wird das Schnarchen durch eine Verengung der Atemwege hervorgerufen. Je nachdem, welche Bereiche verengt sind, kann eine Operation in Betracht gezogen werden.

In einigen Fällen ist Schnarchen ein Symptom für das Schlaf-Apnoe-Syndrom, bei dem es zu gefährlichen Atemaussetzern kommt. Sollten Sie den Verdacht haben, darunter zu leiden, sprechen Sie Ihren Arzt direkt darauf und auf Behandlungsmöglichkeiten an.

Anatomische Ursachen

Ergeben die Untersuchungen des Arztes, dass das Schnarchen anatomische Ursachen hat, kann eine Operation die nächtlichen Geräusche unterbinden oder zumindest stark eindämmen. So besteht etwa die Möglichkeit, eine verkrümmte Nasenscheidewand mit einem operativen Eingriff zu begradigen. Liegt die Ursache bei Mandeln oder Polypen, welche die Atemwege verengen, lassen sich diese mit einer Operation verkleinern oder entfernen.

Eine weitverbreitete Ursache für das Schnarchen ist die Erschlaffung von Weichgewebe im Gaumen. Hier gibt es mehrere operative Verfahren, die Anwendung finden.

Gaumensegel-Operation gegen das Schnarchen

Das Weichgewebe im Gaumen - das sogenannte Gaumensegel - lässt sich nicht nur mit dem Skalpell, sondern auch mit Radiowellen oder dem Laser straffen oder verkleinern. Bei der Radiofrequenz-induzierten Thermotherapie (RFITT) wird das Weichgewebe durch gezielte Wechselstromstöße gestrafft.

Einen anderen Ansatz verfolgt die Laser-assistierte Uvula-Palato-Plastik (LAUP), bei der ein Laser das störende Gewebe entfernt. Dies kann für die Betroffenen allerdings sehr schmerzhaft sein. Auch bei der Uvulo-Palato-Pharyngo-Plastik (UPPP) werden Teile des Gaumens und des Zäpfchens entfernt, entweder mit dem Skalpell oder mit dem Laser.

Risiken einer Operation gegen das Schnarchen

Wie alle Operationen bergen auch Eingriffe im Mund oder Rachen verschiedene Risiken. So kann das Weichgewebe nach einem Eingriff erneut wuchern und zu Schluckbeschwerden führen. In jedem Fall sollten Betroffene den Schritt zu einem operativen Eingriff detailliert mit ihrem Arzt besprechen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Gisèle Schneider
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