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Folgen der Magersucht: Haarausfall und mehr - wie Anorexie den Körper zerstört
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Folgen der Magersucht: Haarausfall und mehr - wie Anorexie den Körper zerstört

Eine Essstörung wie die Magersucht ist eine ernsthafte Erkrankung und muss behandelt werden. Je früher die Therapie beginnt, desto größer ist die Aussicht auf Erfolg – und desto geringer ist das Risiko, dauerhafte gesundheitliche Schäden davonzutragen oder gar zu verhungern. Die gesundheitlichen Folgen von Magersucht: Haarausfall und mehr - wie Anorexie den Körper zerstört.

Magersucht Folgen: von der Euphorie hin zur Belastung

Zu Beginn erleben Betroffene die Magersucht (Anorexia nervosa) Folge des starken Verlusts von Körpergewicht, der mit dem Verzicht auf lebenswichtige Nahrung und häufig auch Erbrechen (Magersucht ist nicht mit Bulimie gleichzusetzen!) einhergeht, als positiv. Menschen, die unter der psychischen Krankheit leiden, empfinden Gefühle der Euphorie, der Disziplin und der Stärke als Folge der Gewichtsreduktion. Sie fühlen sich leicht und sind stolz auf die Kontrolle über den eigenen Körper.

Da bei einigen Betroffenen eine Körperschemastörung als Magersucht Ursache fungiert, nehmen Sie ihr Schönheitsideal des Untergewichts als gesunden Erfolg wahr. Doch die positiven Gefühle halten nicht lange an. Sie schlagen um in die quälende Angst zuzunehmen (Gewichtsphobie). Verbote, ständiges Hungergefühl und Magenschmerzen erweisen sich als langfristige Folgen. Weitere Magersucht Folgen sind ein Verhaltensweisen wie ein schlechtes Gewissen, Scham, Reizbarkeit und depressive Verstimmungen.

Magersucht Folgen: Schwindel und Kopfschmerzen

Die ersten Symptome bei Anorexia nervosa zeigen sich mit abfallendem Gewicht rasch: Die Betroffenen sind oft müde und frieren, leiden unter Kopfschmerzen und Schwindel. Möglich ist auch, dass Konzentrationsstörungen auftreten. Der Grund: Bei starkem Untergewicht fährt der Körper sämtliche Funktionen herunter – es kommt zum sogenannten Hungerstoffwechsel.

Magersucht Folge Haarausfall kommt meist früh

Für den Gewichtsverlust zahlen Anorexia nervosa Betroffene einen hohen ästhetischen Preis - Denn eine weitere frühe Magersucht Folge ist Haarausfall. Der Grund, warum Magersucht Haarausfall begünstigt: Durch den Nährstoffmangel bei Essstörungen wie dieser können die Haarwurzeln nicht mehr ausreichend mit Mineralstoffen und Vitaminen versorgt werden. Die Haarwurzel ist geschwächt und das Haar fällt aus. Während die Magersucht Folge vor allem Haarausfall am Kopf bedeutet, ist es möglich, dass es beim Rest des Körpers zu vermehrtem Haarwuchs kommt.

Es bilden sich die sogenannten Lanugohaare. Dabei handelt es sich um flaumartige Haare, die normal den Fötus im Mutterleib bedeckten. Sie helfen, den Körper zu wärmen, der aufgrund des Untergewichts und der fehlenden wärmenden Fettschicht ständig friert. Doch nicht nur Haarausfall ist eine frühe mögliche Magersucht Folge. Auch die Zähne leiden und verlieren an wertvoller Substanz, da der Körper benötigte Mineralstoffe aus ihnen herauszieht. Im schlimmsten Fall kann es, wie bei Bulimie, zum Zahnausfall kommen. Auch die Nägel werden brüchig. Eine trockene, juckende Haut ist ebenfalls eine Folge der Anorexia nervosa.

Herzrhythmusstörungen: Magersucht Folge macht dem Herzen zu schaffen

Bei krankhaft niedrigem Körpergewicht sinkt der Puls, der Blutdruck fällt ab, ebenso die Körpertemperatur. Das sorgt für Kreislaufprobleme und allgemeine Schwäche mit der Gefahr, in Ohnmacht zu fallen. Im weiteren Verlauf kann es bei Anorexie auch zu Herzrhythmusstörungen und im schlimmsten Fall zum plötzlichen Herztod kommen.

Ausbleibende Regel: Magersucht Folge greift in den Hormonhaushalt ein

Des Weiteren finden bei Anorexia nervosa Hormonveränderungen statt. Bei Mädchen und Jungen kann es zu einer Verzögerung der körperlichen Entwicklung und der Pubertät kommen. Das geringe Körpergewicht bewirkt, dass sich das Wachstum verlangsamt. Bei jungen Mädchen und Frauen ist es möglich, dass aufgrund einer nachlassenden Östrogenproduktion die Monatsblutung (Amenorrhoe) ausbleibt. Langzeitschäden wie Unfruchtbarkeit (bei Frauen) und Impotenz (bei Männern) können auftreten.

Kranke Nieren: Magersucht Folge schädigt das Nierengewebe

Weitere Magersucht Folgen sind Verdauungsbeschwerden wie Verstopfung sowie Bauchschmerzen. Auch die Speiseröhre im fortschreitenden Verlauf Schaden. Dies kann unter anderem auch dann erfolgen, wenn die Betroffenen Erbrechen. Störungen im Wasser- und Elektrolythaushalt sowie Störungen und Krankheiten der Nierenfunktion und Schäden am Nierengewebe sind ebenfalls Magersucht Folgen. Blasenschwäche ist möglich.

Ein vorliegender Kaliummangel beeinträchtigt nicht nur die Nierenfunktion, sondern kann auf Dauer auch zu einem kranken Herzen führen. Da durch die körperlichen Veränderungen wichtige Nährstoffe fehlen, sind Magersüchtige meist sehr krankheits- und infektanfällig.

Blutarmut (Anämie)

Eine weitere Folge der Essstörung kann Blutarmut sein. Aufgrund des Nährstoffmangels fehlt es dem Körper unter anderem auch an Eisen, weshalb die Produktion des Blutfarbstoffes Hämoglobin nachhaltig gestört wird. Die Folge ist, dass der menschliche Körper weniger rote Blutkörperchen produzieren kann, was sich in einer Unterversorgung mit Blut bemerkbar macht.

Heißhungerattacken und Essanfälle

Bei einigen Magersüchtigen kommt es infolge der Unterernährung zu körperlichen Reaktionen wie Heißhungerattacken, die in regelrechte Essanfälle münden können. Darauffolgend kann es zu einem schlechten Gewissen aufgrund der Nahrungsaufnahme - und beabsichtigtem Erbrechen kommen.

Osteoporose: Magersucht Folge greift die Knochen an

In Folge des Vitamin- und Mineralstoffmangels durch die Unterernährung kommt es zu negativen Veränderungen im Knochenstoffwechsel. Anorexia nervosa ruft Mangelerscheinungen wie die Abnahme der Knochendichte hervor – die Knochen werden brüchig. Im fortgeschrittenen Verlauf der Krankheit können zum Beispiel kleine Stürze Knochenbrüche nach sich ziehen. Manche Betroffene leiden infolge ihrer Essstörung schließlich an einem Abbau der Knochengrundsubstanz (Osteoporose).

Magersucht Folgen äußern sich auch im soziokulturellen Bereich

Nicht nur die körperlichen Magersucht Folgen sind verheerend. Viele Betroffene der Anorexie haben tiefgreifende Probleme, ihr Sozialleben zu bewältigen. Diese können bis zur vollständigen sozialen Isolation reichen, da viele Aspekte des sozialen Lebens, wie Essen gehen mit Freunden, Eltern und weiteren Angehörigen, nicht mit der Essstörung vereinbar sind. Familiäre Konfliktsituationen können sowohl eine Magersucht Folge als auch die Ursache für die Entstehung der psychischen Krankheit darstellen. Eine Behandlung der Erkrankung durch eine Therapie ist unbedingt notwendig, da die therapeutischen Behandlungsinstanzen oftmals eine neutrale, unabhängige Stellung im Leben der Betroffenen einnehmen, die sie nicht für ihre Erkrankung verurteilen.

Spätfolgen der Essstörung: Auswirkungen auf die Psyche

Auch nach Überwindung der Magersucht haben viele Betroffene noch lange Zeit mit Spätfolgen wie psychischen Problemen zu kämpfen. Manche Patienten haben auch nach der Verbesserung ihres physischen Gesundheitszustandes ein problematisches Verhältnis zur Nahrungsaufnahme, weshalb eine Psychotherapie über einen weitreichenden Zeitraum oftmals unerlässlich ist.

Menschen mit Magersucht haben ein mehr als 5-fach höheres Risiko zu sterben als Gleichaltrige ohne Erkrankung. Eine Auswertung von Patientenakten zeigte, dass die meisten Menschen mit Magersucht an gesundheitlichen Störungen verstorben waren, die die Magersucht verursacht hatte. Jeder fünfte Todesfall war ein Suizid. Die Todesrate bei Magersucht steigt vor allem, wenn andere Erkrankungen vorliegen - insbesondere andere psychische Erkrankungen. Menschen mit Magersucht haben im Vergleich zu Gesunden ein 18-fach höheres Risiko, sich selbst das Leben zu nehmen.

— Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.
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