Flüssige Medikamente: Wie Sie Saft und Sirup richtig einnehmen
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Flüssige Medikamente: Wie Sie Saft und Sirup richtig einnehmen

Bei Säften und Sirup liegen die Medikamentenwirkstoffe in flüssiger Form vor. Saft und Sirup lassen sich leicht schlucken und wirken rasch. Aber Vorsicht: Mit dem Teelöffel sollte man die Arznei besser nicht dosieren. Säfte richtig einnehmen: So dosieren Sie flüssige Medikamente richtig.

Flüssige Medikamente: Saft und Sirup sind leicht zu schlucken

Säfte und Sirup sind flüssige Arzneiformen zum Einnehmen. Sie sind für Menschen gut geeignet, die schlecht schlucken können und sich mit Tabletten schwertun. Auch Kinder bekommen häufig Säfte, etwa Hustensaft, verabreicht. Die Einnahme ist einfach und Saft und Sirup schmecken angenehm.

Was ist ein Sirup?

Dickflüssige Zuckerlösungen, die Arzneimittel enthalten, werden Sirup genannt.

Saft richtig dosieren: Messlöffel oder Messkappe verwenden

Saft und Sirup sind geringer konzentriert als Tropfen. Dennoch kommt es auch bei ihnen auf eine genaue Dosierung an. Möchten Sie Saft und Sirup dosieren, nutzen Sie den kleinen Messlöffel, der dem Medikament meist beiliegt. Viele Präparate haben auf der Verschlusskappe einen kleinen Becher, auf dem die Milliliter-Angabe abzulesen ist. Mediziner raten davon ab, zu einem Teelöffel zu greifen. Die Größe kann stark variieren und somit auch die Menge und Wirkung des Medikaments.

Flüssige Medikamente vor Gebrauch schütteln?

Nicht jeder Saft oder Sirup muss vor dem Gebrauch geschüttelt werden. Ob dies notwendig ist, steht in der Packungsbeilage des Medikaments. Einen weiteren Hinweis gibt die Optik: Hat das Arzneimittel mehrere Flüssigphasen, muss es geschüttelt werden, um eine gleichmäßige Verteilung des Arzneistoffs im Saft zu gewährleisten.

Was sind Suspensionen?

Suspensionen sind Mischungen aus festen und flüssigen Stoffen. Um die Stoffe zu durchmischen und die festen Bestandteile in der Flüssigkeit zu lösen, muss das Präparat vor der Anwendung geschüttelt werden.

Saft und Sirup wirken rasch

Saft und Sirup haben zudem den Vorteil, dass sie rasch wirken. Sie müssen sich nicht wie Tabletten und Kapseln auflösen. Die Wirkstoffe können direkt von den Schleimhäuten aufgenommen werden. In Form von Hustensaft legen sie sich wie ein schützender Film über die gereizten Bereiche und entfalten direkt am Ort des Geschehens ihre Wirkung.

Flüssige Arzneimittel richtig lagern

Wie Saft und Sirup nach Anbruch gelagert werden müssen, ist ebenfalls im Beipackzettel nachzulesen. In der Regel sollte das Medikament dunkel und kühl gelagert werden. Der Kühlschrank ist häufig der empfohlene Aufbewahrungsort.

So lange sind Saft und Sirup haltbar

Saft und Sirup sind nicht so lange haltbar, wie Tabletten. Je nach Medikament variieren die Zeiträume zwischen mehren Tagen und wenigen Wochen. Nehmen Sie das Medikament nach Ablauf des Verwendungszeitraums nicht mehr ein. Die Wirksamkeit ist nicht mehr gewährleistet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel
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