Feigwarzen: 6 Fakten zu den Hautwucherungen
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Feigwarzen: 6 Fakten zu den Hautwucherungen

Feigwarzen, auch Feuchtwarzen genannt, bilden sich überwiegend im Genital- und Analbereich. Sie werden durch Sexualkontakt übertragen und sich hochansteckend. Sechs Fakten zu Feigwarzen.

1. Feigwarzen: Ansteckung durch HPV

Feigwarzen werden üblicherweise durch ungeschützten Geschlechtsverkehr und intimen Kontakt übertragen und zählen zu den sexuell übertragbaren Infektionen. Auslöser von Feigwarzen sind humane Papillomaviren, kurz HPV. Sowohl Männer als auch Frauen können betroffen sein. Das Risiko für eine Ansteckung ist sehr hoch.

2. Betroffene Körperstellen: der Intimbereich

Feigwarzen treten einzeln oder in kleinen Gruppen auf. Sie bilden sich vor allem an Scheide, Penis und am Anus. Obwohl sie in etwa 30 Prozent der Fälle spontan abheilen, sollten Feigwarzen immer von einem Arzt behandelt werden. In seltenen Fällen sind die Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18 auslöser der Feigwarzen. Diese HPV-Typen erhöhen das Risiko für Gebärmutterhalskrebs.

3. So sehen Feigwarzen aus

Feigwarzen sind flache Knötchen, die etwa so groß wie ein Stecknadelkopf sind. In den ersten Wochen nach der Infektion sind sie eher flach und unauffällig. Im weiteren Verlauf können die Hautwucherungen an Größe zunehmen und mehrere Zentimeter groß werden. Sie entwickeln eine rötliche, bräunliche oder auch weißliche Farbe. Die Warzen der Geschlechtskrankheittreten häufig in großer Zahl auf, sie bilden sogenannte Warzenbeete.

4. Symptome und Beschwerden von Feigwarzen

Feigwarzen bereiten häufig keine Beschwerden. Doch es kann sein, dass sie beim Sex Schmerzen verursachen und unangenehm jucken. Manchmal können Feigwarzen brennen und leichte Blutungen hervorrufen.

5. Vorbeugen: So können Sie sich vor Feigwarzen schützen

Das Risiko einer Ansteckung mit Feigwarzen lässt sich senken. Die Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) rät, beim Geschlechtsverkehr Kondome zu benutzen. Kondome sollten auch dann Anwendung finden, wenn Sexspielzeug geteilt wird. Feigwarzen sollten nicht berührt werden – weder mit den Fingern noch mit dem Mund. Den sichersten Schutz bietet allerdings eine Impfung. Sie schützt nicht nur vor Feigwarzen, sondern auch vor den Hochrisikotypen HPV 16 und HPV 18, die Gebärmutterhalskrebs auslösen können. Am besten lässt man sich bezüglich der Impfung von einem Arzt beraten. 

6. Feigwarzen behandeln

Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten der Behandlung von Feigwarzen. Cremes, Zäpfchen oder Lösungen können sie verschwinden lassen. Ist der Befall sehr hartnäckig, kann sich ein Entfernen der Warzen durch eine Laserbehandlung anbieten. Feigwarzen können sehr hartnäckig sein und immer wieder auftreten. Regelmäßige Kontrolluntersuchungen beim Gynäkologen beziehungsweise Urologen sind daher ratsam.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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Autor/-in
Ann-Kathrin Landzettel

Ann-Kathrin Landzettel M. A. ist Gesundheitsjournalistin aus Leidenschaft. Vor allem zwei Fragen treiben die geprüfte Gesundheits- und Präventionsberaterin an: Wie können wir lange gesund bleiben – und wie im Krankheitsfall wieder gesund werden? Antworten findet sie unter anderem im intensiven Austausch mit Ärztinnen und Ärzten sowie in persönlichen Gesprächen mit Patientinnen und Patienten. Seit fast zehn Jahren gibt sie dieses Wissen rund um Gesundheit, Medizin, Ernährung und Fitness an ihre Leserinnen und Leser weiter.

 

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