Ohrenhaare entfernen: Feuer, Trimmer und Co. – was ist am besten?
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Ohrenhaare entfernen: Feuer, Trimmer und Co. – was ist am besten?

Sprießen Haare an und in den Ohren, ist das den Betroffenen mitunter unangenehm. Nicht nur, weil das plötzliche Wachstum ein untrügliches Zeichen fortschreitenden Alters ist. Was da plötzlich wuchert, stört oft auch das ästhetische Empfinden. Also: Ohrhaare entfernen. Aber wie geht das am besten?

Ohrläppchen – die haarige Problemzone älterer Herren

Grundsätzlich gilt: Haare in den Ohren sind normal. In jedem menschlichen Gehörgang gibt es sie. Und das ist auch gut so. Sie erschweren nämlich, dass Fliegen, andere ungebetene Gäste oder Fremdkörper dort eindringen und die empfindlichen Organe traktieren. Haare in den Ohren haben also einen Sinn.

Haare an den Ohren, genauer gesagt an den Ohrläppchen und rund um die Ohrmuscheln, haben keine gesundheitliche Funktion. Auch optisch liegen sie nicht gerade im Trend. Junge Menschen haben eher selten Probleme mit starken Haarwuchs im Ohrbereich. Im Alter aber wird das Phänomen stärker – vor allem bei Männern.

Warum haben Männer Haare in den Ohren?

Ursache für den Ohrbewuchs ist das Hormon Dihydrotestosteron (DHT): Es steuert im männlichen Organismus unter anderem den Haarwuchs und -ausfall. Wie es sich auswirkt, hängt jeweils von der genetischen Veranlagung ab: Manchen Männern macht es eine Glatze, anderen nicht. Aber bei fast allen sorgt es mit den Lebensjahren für äußere Ohrenhaare. 

Das Vertrackte an der Sache ist, dass die oft gekräuselten, büschelweise, krumm und schief wachsenden Ohrenhaare schlecht zu sehen sind. Besonders dann, wenn sie hell beziehungsweise grau sind, was bei der hauptsächlich betroffenen Altersgruppe häufig der Fall ist. Das macht es schwer, Ohren zu enthaaren – aber nicht unmöglich.

Ohrenhaare mit einem Ohrenhaartrimmer entfernen: Schnell und schmerzlos 

Ein Ohrenhaartrimmer ist im Grunde ein Mini-Elektrorasierer. Seine Scherfläche ist so klein, dass sie in schmale Löcher und Spalten passt – zum Beispiel auch ins menschliche Riechorgan. Deshalb wird ein Ohrenhaartrimmer auch als Nasenhaartrimmer und umgekehrt bezeichnet. Je nach Einsatzgebiet liefern die Hersteller gegebenenfalls spezielle Aufsätze mit.

Er funktioniert mit Batterien oder Akkus. Wegen des kabellosen Betriebs ist er für eine Person leicht zu handhaben: Einschalten, einführen, Ohrenhaare entfernen. Das geht schnell und schmerzlos. Weil die rotieren Messer durch ein Schutzgitter arbeiten, besteht bei der Rasur praktisch keine Verletzungsgefahr durch die Klingen. Nur zu tief ins Ohr gesteckt werden darf er nicht.

Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Oder besser gesagt: Nicht sehen lassen, denn nach dem Einsatz bleiben von den Ohrenhaaren nur ein paar kurze Stoppeln übrig.

Ein elektrischer Nasenhaar- oder Ohrenhaartrimmer ist ein praktisches und risikoarmes Instrument. 
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Ein elektrischer Nasenhaar- oder Ohrenhaartrimmer ist ein praktisches und risikoarmes Instrument. 

Ohrenhaare mit einer Schere entfernen: Schnittgefahr 

Hier ist das Prozedere etwas verzwickter als mit dem elektrischen Ohrenhaartrimmer. Wer nicht blind damit arbeitet, tut das in der Regel vor einem Spiegel – schnibbelt also seitenverkehrt. Klappt es dann nicht optimal mit der Hand-Auge-Koordination, ist so ein Schnitt  in die Haut schnell passiert. Das tut nicht nur weh, sondern birgt auch ein Infektionsrisiko.

Wer sich auf dieses Verfahren einlässt, sollte deshalb keine spitze Schere benutzen. Ungefährlicher sind spezielle Modelle mit gebogenen, vorne abgerundeten Klingen. Aber auch damit ist das Ohrenenthaaren nicht gerade ein Kinderspiel.

Wer das alleine tut, wird seine Hände und Finger ziemlich verdrehen müssen und trotzdem kaum alle unerwünschten Büschel kappen können. Ratsamer ist, sich von einer anderen Person helfen zu lassen. Die hat einen besserer Über- und Einblick und braucht sich bei der Enthaarung nicht so anzustrengen. In jedem Fall sollte eine Schere nicht zu tief in den Gehörgang eingeführt werden.

Ohrenhaare mit einer Pinzette entfernen: Autsch! 

Mit einer Pinzette lassen sich einzelne Haare gezielt zupfen. Allerdings gelten hier ähnliche Hinweise wie für die Scherenmethode: Abgerundete Spitzen und eine helfende Hand sind ratsam. Andernfalls wird das Ergebnis eher unbefriedigend ausfallen.

Abgesehen davon ist dieses Vorgehen mit Schmerzen verbunden: Bei jedem ausgerupften Haar tut es weh. Außerdem hinterlässt die Methode offene Haarkanäle, die sich entzünden und unangenehme Furunkel bilden können.

Pinzetten und Scheren eignen sich, um Ohrenhaare loszuwerden. Sie sind allerdings nicht sehr anwendungsfreundlich. 
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Pinzetten und Scheren eignen sich, um Ohrenhaare loszuwerden. Sie sind allerdings nicht sehr anwendungsfreundlich. 

Ohrenhaare mit Wachs entfernen: Lieber nicht allein

Wer glatte Beine haben will, greift zwecks Haarentfernung gern zu Wachs. Das geht grundsätzlich auch bei Ohrenhaaren. Dazu wird das Wachs erwärmt, bis es weich wird und anschließend mit einem Spatel an den betroffenen Stellen aufgebracht. Beim Abkühlen verhärtet es sich und wird dann mit einem Ruck abgezogen.

Auch dieses Verfahren ist schmerzhaft. Und weil es oft beim ersten Mal nicht perfekt klappt, muss es ein- oder mehrmals wiederholt werden. Für bessere Ergebnisse und damit auch weniger Anläufe empfiehlt sich eine Assistenz.

Ohrenhaare mit Feuer entfernen: Nur beim Profi

Diese Methode sollte man auf jeden Fall Profis überlassen. Besonders fit in der Technik sind türkische Friseure, die sie täglich anwenden. Dabei brennen sie die Ohrenhaare mit einem entzündeten, in hochprozentigen Alkohol getränkten Wattestäbchen ab. 

Bei Könnern geht das schnell und gefahrlos. Die Kunden merken höchstens, dass es in ihren Ohren etwas warm wird. Und, dass es etwas streng nach verbranntem Haar riecht, Verbrennungen sind nicht zu erwarten. Es versteht sich von selbst, dass hier niemand selbst Hand anlegen sollte.

Wer möchte, kann sich seine Ohrenhaare – vom Profi – mit Feuer versengen lassen. 
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Wer möchte, kann sich seine Ohrenhaare – vom Profi – mit Feuer versengen lassen. 

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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