Eingerissene Mundwinkel: 4 Ursachen
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Eingerissene Mundwinkel: 4 Ursachen

Sie sind unangenehm, brennen und schmerzen: eingerissene Mundwinkel. Ursachen dafür gibt es viele, die meisten davon zum Glück harmlos und nur vorübergehend. Doch was tun, damit die Wunden schnell verheilen und sich nicht entzünden?

1. Eingerissene Mundwinkel durch Reizung der Haut


In den meisten Fällen sind eingerissene Mundwinkel beim Kind oder bei Erwachsenen die Folge von Hautreizungen. Diese Reizungen können im Alltag durch ganz verschiedene harmlose Umstände passieren, zum Beispiel:


  • längere Zahnarztbehandlung
  • kalte Luft und Wind
  • trockene Heizungsluft
  • schlecht sitzende Zahnprothesen oder -spangen
  • Kieferfehlstellungen

Dann genügt teilweise ein Gähnen, Lachen oder ein zu großer Bissen beim Essen und die Mundwinkel reißen ein.


Was tun gegen eingerissene Mundwinkel? Widerstehen Sie der Versuchung, die Lippen mit Speichel zu befeuchten – das reizt die Haut noch weiter und kann zu Entzündungen führen. Tragen Sie lieber rückfettenden Lippenbalsam auf, damit sich die wunden Stellen schneller erholen. Achten Sie darauf, dass der Lippenbalsam vollständig einzieht. Wenden Sie ihn außerdem wirklich nur bei Bedarf an, damit kein Gewöhnungseffekt entsteht.


2. Nährstoffmangel als Grund für eingerissene Mundwinkel


Sind Ihre Mundwinkel ständig eingerissen, kann ein Nährstoffmangel die Ursache sein. Infrage kommen:



Gründe für den Mangel können sein:


  • einseitige Ernährung
  • Stoffwechselerkrankung
  • Schwangerschaft

Machen Ihnen eingerissene Mundwinkel immer wieder zu schaffen oder brauchen die Wunden ungewöhnlich lange, bis sie verheilen, sollten Sie das vom Arzt abklären lassen. Er sagt Ihnen anhand seiner Diagnose, was Sie tun können.


Bei einem diagnostizierten Nährstoffmangel können Sie zum Beispiel die Ernährung entsprechend umstellen oder Nährstofftabletten zur schnellen Besserung einnehmen.


3. Infektionen als Ursache und Folge eingerissener Mundwinkel


Eingerissene Haut in den Mundwinkeln kann sowohl infolge einer Infektion entstehen als auch weitere Infektionen begünstigen. Lippenherpes sorgt für eingerissene Mundwinkel und kann sich auf der wunden Haut zudem besonders gut einnisten. Gegen Herpes erhalten Sie Cremes in der Apotheke.


Gleiches gilt für eine Infektion mit Pilzen wie dem Candida albicans, der Mundsoor auslöst. Dieser macht sich unter anderem durch weißlich-gelblichen Zungenbelag bemerkbar. Lutschtabletten und Mundspülungen gegen den Pilz verschreibt der Arzt.


Eine Erkältung geht häufig mit trockenen Lippen und eingerissenen Mundwinkeln einher. Pflegen Sie die strapazierte Haut mit fettreichen Pflegeprodukten. Nach dem Abklingen der Erkältung erholt sich auch die Haut.


4. Eingerissene Mundwinkel als Symptom chronischer Krankheiten


Einige chronische Erkrankungen führen zu sogenannten Rhagaden – eingerissener Haut – an den Mundwinkeln. Dazu gehören:



Chronische Krankheiten müssen Sie in Abstimmung mit Ihrem Arzt behandeln und parallel dazu die Lippen mit Fett und Feuchtigkeit versorgen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

C K
Autor/-in
Christopher Kiel
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