Die Alkaline-Diät: Was ist das und funktioniert sie wirklich?
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Die Alkaline-Diät: Was ist das und funktioniert sie wirklich?

Ein neuer Diät-Trend hat uns aus Hollywood erreicht: Was ist die Alkaline-Diät und hält sie wirklich, was sie verspricht? Wir haben uns den neuen Hype einmal näher für Sie angeschaut.

Was bedeutet Alkaline?

Die Alkaline-Diät beruht vor allem auf alkalischen (basischen) Lebensmitteln. Die Flüssigkeit in unseren Zellen und unser Blut sind leicht basisch (bei einem pH-Wert von etwa 7,4). Entsprechend, so die Überlegung, ist es besser, wenn wir überwiegend basische Nahrungsmittel zu uns nehmen und auf Säure bildende Lebensmittel weitestgehend verzichten. Sonst könnte der Körper zu leicht übersäuern, und das macht ihn anfälliger für Krankheiten aller Art.

Was verspricht die Alkaline-Diät?

Nehmen Sie eine Ernährungsumstellung nach den Regeln der Alkaline-Diät vor, sollen Sie Gewicht verlieren. Außerdem verbessert sich angeblich Ihr Hautbild und Sie beugen Krankheiten wie Osteoporose, Herzerkrankungen, Depressionen und Krebs vor – soweit zumindest die Theorie.

Ist die basische Diät wirklich gesund?

Ist es tatsächlich empfehlenswert, fast gänzlich auf Säure bildende Lebensmittel zu verzichten? Dafür ist es wichtig zu wissen, welche Nahrungsmittel überhaupt als Säure bildend gelten. Das sind zum Beispiel:

  • Fleisch
  • Eier
  • Zucker
  • Weißmehl
  • Nudeln
  • Käse
  • Fast Food
  • Cola
  • Alkohol
  • Kaffee

Auffällig: All das sind Nahrungsmittel, bei denen auch nach herkömmlichen Ernährungsregeln empfohlen wird, sie nicht in zu großen Mengen zu konsumieren.

 Bye-bye, Burger und Pommes: Fast Food sollten Sie bei der Alkaline-Diät möglichst vermeiden.
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Bye-bye, Burger und Pommes: Fast Food sollten Sie bei der Alkaline-Diät möglichst vermeiden.

Basische Lebensmittel sind dagegen beispielsweise:

  • Obst
  • Gemüse
  • Soja
  • Nüsse
  • Mandeln
  • Pilze

Im Rahmen der Alkaline-Diät sollten 70 bis 80 Prozent des Speiseplans aus basischen Lebensmitteln bestehen, 20 bis 30 Prozent aus Säure bildenden. Weitestgehend stimmen die Diätregeln daher mit den üblichen Ernährungsrichtlinien überein. Hier hat also niemand das Rad neu erfunden: Die basische Diät ist gesund – doch überraschend ist das nicht.

Nicht übers Ziel hinaus

Wenn Sie möchten, können Sie die Alkaline-Diät bedenkenlos ausprobieren. Sie ist eine Ernährungsumstellung, die auf gesunde Lebensmittel setzt. Allerdings besteht wie bei jeder hochgelobten Diät das Risiko, dass man es im Überschwang übertreibt. Aus 20 bis 30 Prozent werden so schnell nur noch fünf bis zehn, wenn Sie bestimmte Nahrungsmittel plötzlich zu meiden versuchen. Das ist auch nicht gut: Sie sollten stattdessen versuchen, sich möglichst ausgewogen zu ernähren.

Bei der Alkaline-Diät besteht außerdem das Risiko, dass Sie nicht genügend Eiweiß und essenzielle Fettsäuren zu sich nehmen. Beides brauchen Sie aber für Ihre Stoffwechselabläufe und zum Aufbau und Erhalt der Körperzellen. Setzen Sie daher auch ab und zu Fisch oder Fleisch auf Ihren Speiseplan, schlemmen Sie Pasta und genießen Sie einen leckeren Kaffee mit einem süßen Snack. In geringen Mengen schaden diese Dinge nicht: Sie helfen Ihnen im Gegenteil bei einer ausgewogenen Ernährung. Denn nur die kann Ihr Immunsystem wirklich schützen und stärken.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

GS
Autor/-in
Gisèle Schneider
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