Was Sie über Depressionen wissen sollten •

Hilfe bei Depressionen: 5 Arten, wie Sie depressive Menschen unterstützen können

Wer an Depressionen leidet, braucht die Hilfe seiner Nächsten und Liebsten. Diese können nie den Therapeuten oder die richtigen Medikamente ersetzen, aber die Erkrankten bauen und vertrauen auf diese Menschen. Das ist für Sie als Freund oder Familienmitglied nicht immer einfach, denn Sie müssen nicht nur auf das Wohlergehen des Kranken achten, sondern auch auf Ihr eigenes.

1. Zuhören ohne Ratschläge

Es ist nicht leicht, nur zuzuhören, wenn der Erkrankte von seinen Depressionen erzählt. Aber es ist ihm eine große Hilfe, von daher sollten Sie sich ab und zu die Zeit nehmen. Verkneifen Sie sich auf jeden Fall Sätze wie “Reiß dich mal zusammen” oder “Komm, lach mal”. Wäre das so einfach, würde der Betreffende es tun.

2. Informieren und erinnern

Lassen Sie sich vom Arzt oder Therapeuten des Betroffenen genau erklären, was alles zum Krankheitsbild gehört. In dunklen Stunden, wenn die depressive Person Sie zurückweist oder aggressiv wird, können Sie sich so besser vor Augen halten, dass dieses Verhalten zur Krankheit gehört und nichts mit Lieblosigkeit zu tun hat.

3. Unterstützung bei Depressionen

Manche Menschen sträuben sich gegen den Besuch beim Therapeuten. Setzen Sie dem Betroffenen auseinander, dass es sich bei Depressionen wirklich um eine Krankheit handelt und dass die Hilfe eines Spezialisten notwendig ist. Lassen Sie ihn spüren, dass Sie da sind und da bleiben.

4. Zwischen Hilfe und Motivation

Bei manchen Dingen brauchen Menschen, die an einer Depression leiden, im Alltag Hilfe – sie können einige Aufgaben einfach nicht mehr allein bewältigen. Bieten Sie Ihre Unterstützung an, aber nehmen Sie dem Betroffenen nicht alles ab! Sonst kommt er sich nutzlos vor und versinkt noch tiefer in Lethargie. Herauszufinden, was Sie ihm zumuten können und was zu viel ist, ist allerdings stets ein Balanceakt.

5. Auf sich selbst achten

Das Zusammenleben oder die enge Freundschaft mit einer Person, die an Depressionen leidet, verlangt Ihnen viel ab. Scheuen Sie sich daher nicht, auch selbst Hilfe anzunehmen. Es gibt zum Beispiel Selbsthilfegruppen für Angehörige psychisch Erkrankter, in denen Sie sich mit Menschen austauschen können, die in derselben Situation sind. Hier bekommen Sie Tipps und Unterstützung.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Svenja Hauke
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