Ist die Darmflora gesund, funktioniert die Verdauung.
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Darmsanierung: Gesunde Darmflora aufbauen

Ist die Darmflora gesund, funktioniert die Verdauung. Eine Darmsanierung kann helfen, die Darmfunktion zu stärken. Wie Sie Ihren Darm selbst in Schwung bringen können.

Die neue Darmflora aufbauen

Im Zuge der Darmsanierung helfen Milchsäure bildende Bakterien wie Laktobazillen und Bifidobakterien, die Darmflora aufzubauen. Die Einnahme der Bakterienkulturen, sogenannte Probiotika, erfolgt meist in Tropfen- oder Tablettenform. Die Menge der eingenommenen Bakterien wird Stück für Stück erhöht, bis sich das Bakterienmilieu im Darm normalisiert hat. Kommt es zu Beschwerden wie Blähungen oder Magendruck, muss die Menge wieder reduziert werden. Wenn Sie eine Darmsanierung in Betracht ziehen, sollten Sie unbedingt auf eine vollwertige, gesunde Ernährung achten, die Sie auch nach Abschluss des Prozesses beibehalten.

Vollkornprodukte und Hülsenfrüchte: Hausmittel zur Darmsanierung

Wenn Sie eine gesunde Darmflora aufbauen und erhalten wollen, finden Sie die besten Hausmittel in der Küche. Der Darmflora ist es sehr zuträglich, wenn Sie viel trinken – am besten Leitungs- oder Mineralwasser sowie ungesüßte Kräutertees. Eine ballaststoffreiche Ernährung mit viel Obst und Gemüse, Vollkornprodukten und Hülsenfrüchten unterstützt den Darm zusätzlich.

Milchsäurebakterien, die für ein saures Darmmilieu förderlich sind, sind zudem in sauer vergorenen Lebensmitteln enthalten. Dazu gehören:

  • rohes Sauerkraut
  • milchsauer vergorene Gurken
  • Gemüsesäfte

Auch Sauermilchprodukte tragen zur Versorgung mit probiotischen Bakterien bei. Mitunter sind das:

  • Quark
  • Joghurt
  • Kefir
  • Buttermilch

Den Genuss von Weißmehl und stark zuckerhaltigen Lebensmitteln sollten Sie zum Wohle Ihrer Darmflora einschränken.

Wie kommen die Bakterien eigentlich in den Darm?

Der Mensch wird nicht etwa mit einer vorhandenen Darmflora geboren – im Gegenteil: Der Embryo im Mutterleib verfügt noch über keinerlei Bakterien im Darm. Die Fruchtblase der Mutter ist steril.

Die für die Gesundheit so wichtigen Untermieter erhält der Säugling bei der Geburt von seiner Mutter. Es dauert nur etwa sieben Tage, bis sich die Bakterien, die das Neugeborene während der Entbindung über Mund und Nase aufgenommen hat, im Darm zu Billionen vermehrt haben.

Im Anschluss sorgen sowohl das Stillen als auch die feste Nahrung dafür, dass die Darmflora sich weiterentwickelt. Über die Muttermilch bekommt das Baby zum Beispiel Laktobazillen und Bifidobakterien. Sobald ein Kleinkind beginnt, feste Nahrung zu essen, wird der Aufbau einer gesunden Darmflora weitergeführt.

Disclaimer: Dieser Artikel enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Darmgesundheit oder zu Darmerkrankungen haben, besprechen Sie bitte mit Ihrem behandelnden Arzt.

Gisèle Schneider
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