ächst sei gesagt: Cholesterin ist wichtig. Denn seine Aufgabe ist es, als Zellbaustein zu fungieren. Doch ein Zuviel der wachsartigen Substanz kann schwerwiegende Probleme bereiten. 
Ratgeber: Cholesterin

So gefährlich ist Cholesterin wirklich

ächst sei gesagt: Cholesterin ist wichtig. Denn seine Aufgabe ist es, als Zellbaustein zu fungieren. Doch ein Zuviel der wachsartigen Substanz kann schwerwiegende Probleme bereiten. 

Cholesterin: Die Masse ist gefährlich 

Daher ist das Wort Cholesterin allein für viele etwas, dass mit böse, schädlich und gar giftig assoziiert wird. Doch wie bei so vielen Dingen gilt auch hier: Die Masse macht das Gift. Denn Cholesterin wird erst dann gefährlich, wenn es in zu hoher Konzentration im Körper vorkommt. Der menschliche Organismus ist nämlich nicht in der Lage, einen Überschuss der fettähnlichen Substanz einfach abzubauen und auszuscheiden. Der Aufwand dafür wäre zu groß. Daher wurden zur Risikobewertung Normalwerte für Cholesterin festgesetzt. Diese liegen bei einem Erwachsenen bei 130 bis 150 mg/dl.

Normalwert sollte nicht überschritten werden 

Wird der Wert überschritten und das über einen längeren Zeitraum hinweg, kann dies zu ernsthaften gesundheitlichen Problemen führen. Besonders das LDL - Cholesterin, welches dazu neigt, Cluster zu bilden und sich an Gefäßwänden hartnäckig abzulagern stellt ein enormes Risiko dar. Auf dieses Cholesterin beziehen sich auch die bereits genannten Höchstwerte. Denn durch dauerhafte Ablagerungen an Gefäßwänden kann es zur Hypertonie (hohem Blutdruck), Arteriosklerose (Gefäßverkalkung) bis hin zu Herzinfarkt oder Schlaganfall kommen. Die wirkliche Gefahr verbirgt sich bei Cholesterin wohl darin, dass es keine spürbaren Anzeichen gibt. Denn solche Ablagerungen schmerzen nicht und können lange Zeit ohne eine Beeinträchtigung der Gesundheit unerkannt bleiben. 

Cholesterin: Tickende Zeitbombe

Doch es bleibt eine tickende Zeitbombe. Die zunehmende Verengung von Blutgefäßen führt früher oder später zu einem Hypertonus, da das Herz mehr Pumpleistung aufbringen muss, um das Blut durch die Engstellen zu leiten. Der dabei entstehende Druck ist dabei vom Körper nicht mehr selbstständig zu regulieren und führt somit zum Bluthochdruck. Dieser bewirkt zusammen mit dem bereits zu hohen Cholesterinspiegel eine noch schnellere Ablagerung. Gefäßverschlüsse können die schwerwiegende Folge sein. Es droht Herzinfarkt oder Schlaganfall. Auch Ablösungen von Cholesterinclustern, die wie ein Thrombus im Blut mitwandern und somit zu Verschlüssen an kleinen oder großen Blutgefäßen führen, bergen das Risiko für schwere Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Auf weitere Risikofaktoren wie Übergewicht und Rauchen achten

Mittlerweile existieren jedoch auch Studien, die Cholesterin als relativ ungefährlich bewerten und sogar dafür plädieren, die Richtwerte aufzuheben. Dagegen sprachen sich jedoch zahlreiche Internisten aus, die den positiven Rückgang von Gefäß- und Herzerkrankungen durch die Aufklärung über Cholesterin als Argument angaben. Besonders wenn noch andere Risikofaktoren wie Übergewicht, Bewegungsmangel und Rauchen hinzukommen, ist ein genauer Blick auf Cholesterin wichtiges Instrument zur Senkung der bekannten Risiken.

Empfohlene Tagesdosis

Zur Prävention wird daher empfohlen über die tägliche Nahrung nicht mehr als 300mg Cholesterin über die Nahrung aufgenommen werden. Zudem sollte darauf geachtet werden, aus welchen Quellen das Cholesterin kommt. LDL-Cholesterin findet seinen Ursprung vor allem in tierischen Lebensmitteln. Zudem lohnt es, Nahrungsmittel mit HDL-Cholesterin (das "gute" Cholesterin) vermehrt in den Speiseplan aufzunehmen. Dieses Cholesterin, meist pflanzlichen Ursprungs, hilft dabei Ablagerungen abzubauen und die Gefäßwände geschmeidig zu halten. Somit steht es dem LDL wirksam gegenüber und kann so einen wesentlichen Beitrag zur Gesundheit beitragen.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

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