Zahlreiche Cholesterin-Mythen haben sich längst in den Köpfen festgesetzt: Der Stoff sei schädlich, verkleistere die Arterien, solle möglichst gemieden werden. Doch so einfach ist das leider nicht. Wir erzählen Ihnen, welche Cholesterin-Mythen Sie getrost vergessen können.
Ratgeber: Cholesterin

4 Cholesterin-Mythen, denen Sie nicht mehr auf den Leim gehen sollten

Zahlreiche Cholesterin-Mythen haben sich längst in den Köpfen festgesetzt: Der Stoff sei schädlich, verkleistere die Arterien, solle möglichst gemieden werden. Doch so einfach ist das leider nicht. Wir erzählen Ihnen, welche Cholesterin-Mythen Sie getrost vergessen können.

1. Cholesterin ist schädlich

Dass eine so einseitige Aussage über einen Stoff, den unser Körper unter großem Energieaufwand selbst bildet, nicht stimmen kann, versteht sich eigentlich von selbst. Cholesterin wird unter anderem für die Herstellung von körpereigenem Kortison und von Geschlechtshormonen benötigt. Außerdem stabilisiert es die Zelloberflächen. Der Stoff wird also laufend von Körper selbst gebildet – bis zu 60 Prozent der Gesamtmenge entstehen in der Leber. Cholesterin ist für den Körper sogar so wichtig, dass Überschüsse nicht ausgeschieden werden. Sie sind es, die unter Umständen die Arterien verstopfen können.

2. Cholesterin-Mythen: Alles dasselbe

Es ist für Laien ein bisschen verwirrend, dass unter dem Namen Cholesterin verschiedene Unterarten des Stoffs zusammengefasst werden. Man unterscheidet zwischen dem HDL-Cholesterin und dem LDL-Cholesterin. Während die erste Art ungefährlich ist, kann Letztere sich tatsächlich an den Gefäßinnenwänden ablagern und den Blutfluss beeinträchtigen. Entsprechend werden diese beiden Formen auch als gutes und schlechtes Cholesterin bezeichnet.

3. Auf cholesterinhaltige Nahrung verzichten

Das wird vor allem die Genießer freuen: Es bringt laut neueren Studien nicht viel, alle cholesterinhaltigen Nahrungsmittel vom Speisenplan zu streichen. Cholesterin-Mythen, die den totalen Verzicht auf Fleisch, Butter, Eier und Milch fordern, können Sie also getrost vergessen. Einerseits werden nur etwa zwanzig Prozent des Cholesterins über die Nahrung aufgenommen. Und andererseits enthalten diese Nahrungsmittel auch viele andere Stoffe, die teilweise sehr gesund sind. So steht zum Beispiel fest, dass der maßvolle Genuss von Eiern das Diabetes-Risiko senken kann.

4. Cholesterinspiegel hängt nur von der Ernährung ab

Wie die meisten Abläufe im Körper wird auch der Cholesterinspiegel von vielen verschiedenen Dingen beeinflusst. So unter anderem durch andere Risikofaktoren für Herzkreislauferkrankungen, durch Bluthochdruck oder durch Vererbung. Auch Nikotin, zu wenig Bewegung und einseitige, fettige Ernährung spielen eine Rolle. Bei akuten Anzeichen von Herzkreislauferkrankungen verschreibt der Arzt cholesterinsenkende Mittel und verordnet zusätzlich eine Ernährungsumstellung. Adressen von Hausärzten sowie Ernährungsberater, die Ihnen bei erhöhtem Cholesterinspiegel zur Seite stehen, finden Sie unter diesem Artikel gelistet.

Disclaimer: Dieser Text enthält nur allgemeine Hinweise und ist nicht zur Selbstdiagnose oder -behandlung geeignet. Er kann einen Arztbesuch nicht ersetzen. Alle individuellen Fragen, die Sie zu Ihrer Erkrankung oder Therapie haben, besprechen Sie mit Ihrem behandelnden Arzt.

Gisèle Schneider
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